<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
	<channel>
		<atom:link href="https://drgross.info/blog/x5feed.php" rel="self" type="application/rss+xml" />
		<title><![CDATA[]]></title>
		<link>https://drgross.info/blog/</link>
		<description><![CDATA[Neues aus der Praxis für Beratung | Coaching | Mentoring Dr. Jürgen Groß. --- Weg- und Wandlungsbegleitung

BLOGARCHIV UND SEITEN- UND LEISTUNGSANGEBOT]]></description>
		<language>DE</language>
		<lastBuildDate>Sat, 23 Aug 2025 06:54:00 +0200</lastBuildDate>
		<generator>Incomedia WebSite X5 Evo</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Geschichte vom Uhrmacher und dem Sturm]]></title>
			<author><![CDATA[Hans Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000002C"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Es <font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">war einmal ein Uhrmacher, der in einem fernen Dorf zwischen Bergen und Wäldern lebte. Seine Hände waren ruhig, sein Gemüt genau. Keine Uhrenreparatur war ihm zu schwer, keine zu herausfordernd – selbst die Stücke, die längst aufgegeben schienen, fanden in seinen Händen zurück zu ihrem Takt. Die Menschen brachten ihm ihre „Problemuhren“, und wenn er sie repariert hatte, liefen sie wieder – zuverlässig, sicher, wie verwandelt.</font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Doch im Innern trug er eine alte Furcht: Er fürchtete den Sturm – und jenen Augenblick, da seine Hände nicht mehr ausreichen würden, um die Welt in ihrem Takt zu halten.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Schon als Kind hatte er gelernt, die Ängste anderer zu t</font><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">ragen. Seine Mutter war ein Wesen erstickender Fürsorge – ihre fordernde Liebe war ein engmaschiges Netz aus Schuld und Sehnsucht. Immer spürte er ihre unausgesprochene Erwartung: Sei stark für mich. Denn ihre Seele war vernarbt, von einer alten Wunde gezeichnet. In ihrer Kindheit war ihre</font><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"> jüngere Schwester auf dünnem Eis eingebrochen, im eiskalten Wasser auf ewig verschwunden – ein Schicksalsschlag, der für sie die Zeit stehenließ und den sie nie verwunden hatte. Das Grauen war unausgesprochen geblieben, aber es lag wie ein Schatten über ihr. Aus dieser Erfahrung heraus hütete sie ihren Sohn wie einen zerbrechlichen Schatz. Jeder Schritt nach draußen schien ihr gefährlich, jeder Windstoß eine Bedrohung.</font></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der Junge spürte die Unsicherheit, die auf ihrem Leben lastete, und begann früh, stärker zu sein, als er war. Er tröstete die Mutter, wo er selbst Geborgenheit gebraucht hätte. So nahm er ihre Ängste in sich auf – und verlor dabei Stück für Stück den Zugang zu sich selbst.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Mit den Jahren wurde die Werkstatt sein sicherster Ort. Zahnräder, die ineinandergriffen, Federn, die gehorchten, Pendel, die verlässlich schwangen – hier war Ordnung, hier kannte er sich aus. So kam es, dass er in seinem Fach glänzte. Doch wenn draußen der Wind aufzog, wenn die Bäume sich bogen und die Fenster bebten, erlosch alle Stärke. Dann übernahmen die Schatten in ihm das Regiment: Bilder von Katastrophen, vom Einsturz der Mauern, vom Verlust aller Ordnung. Er hörte, wie das Glas der Scheiben zitterte, als wären es Stimmen, die ihn warnen wollten. Alles, was er aufgebaut hatte, schien in Gefahr.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Je älter er wurde, desto stärker schloss er sich ein. Türen wurden doppelt verriegelt, Ritzen versiegelt, sogar die Werkbank schraubte er fest in den Boden. Doch je mehr er sich absicherte, desto öfter kehrte der Wind scheinbar zurück – und jedes Mal war er heftiger.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Eines Tages arbeitete er an einer besonderen Uhr. Sie war wie ein kleines Universum: sieben Federn trugen sie, und ein Himmelszeiger spannte sich über das Zifferblatt – ein Zeiger, der den Lauf von Sonne und Mond anzeigte, als wolle er den Menschen ein Stück Himmel fassbar machen. Sie schien geschaffen, um der Welt Ordnung zu verleihen, um das scheinbare Chaos im Maß der Stunden zu bannen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Da brach der Wind herein, stärker als je zuvor. Er fegte durch die Werkstatt, riss die Uhr vom Tisch, zerschlug sie in unzählige Teile.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der Uhrmacher sackte zusammen. Etwas in ihm löste sich, das lange gehalten hatte. Die Jahre des Tragens, des Starkseins, des stummen Aushaltens brachen unter ihm wie dünnes Eis. Er weinte, weinte nicht nur um die Uhr – er weinte um sich selbst. Zum ersten Mal erkannte er: Er konnte nicht länger nur für andere sorgen. Er konnte nicht alles in Ordnung halten – nicht den Himmel, nicht die Zeit, nicht die zerbrochenen Herzen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Es war, als fiele er in eine große Leere. Doch in dieser Leere öffnete sich ein Raum. Er spürte, wie der Wind sanft seine Haut berührte – tröstend, scheinbar haltend. Dann geschah etwas Unerwartetes: Der Sturm sprach. Nicht mit Worten, die das Ohr hört, sondern mit einer Stimme, die in seiner Brust widerhallte: „Ich bin nicht dein Feind. Ich reiße nieder, was dich fesselt. Ich breche die Uhren, die dich in fremder Zeit gefangen halten. Du musst nicht länger stark sein für andere. Sprich! Sprich, auch wenn es schmerzt. Sprich ohne Schuld, ohne Scham. Deine Schatten gehören zu dir – verleugne sie nicht.“</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Er lag lange so, zwischen Scherben und dem Heulen des Windes, bis er begriff: Der Sturm hatte nicht genommen – er hatte geöffnet. Zum ersten Mal wagte er, auszusprechen, was in ihm war: die Angst, die Schwäche, das Zittern. Und er merkte, dass er nicht zerfiel, wenn er d</font><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">ies tat – im Gegenteil: Etwas Neues wuchs in ihm, leise, aber echt.</font></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Von da an begann er, anders zu leben. Nicht plötzlich, nicht vollkommen. Schritt für Schritt lernte er, auf sich zu hören – erst im Flüstern, dann klarer. Er sprach von seiner Angst, von seinen Zweifeln, und manchmal, wenn die Worte schwer waren, zeigte er sie einfach: indem er eine Uhr zurückgab, unrepariert, oder einen Auftrag ablehnte. Jedes Mal zitterten seine Hände dabei, als fürchteten sie noch die alte Strafe. Doch mit der Zeit bemerkte er: Die Menschen kamen weiterhin. Nicht trotz, sondern gerade weil er nicht mehr makellos sein musste. Sie vertrauten ihm nun nicht nur ihre Uhren an, sondern auch ihre Fragen, ihre eigenen gebrochenen Räderwerkseelen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Und er gab keine fertigen Antworten, ließ die Verantwortung bei ihnen. Er erzählte von sich und dem Wind. Von dem, was man nicht beherrschen muss, um getragen zu sein.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">So blieb er ein Mensch auf dem Weg – einer, der wusste, wie es sich anfühlt, zu zerbrechen. Und gerade darin lag seine Nähe zu den anderen. Und manchmal, wenn der Sturm an die Fenster klopft, lauscht er – und hört darin nur noch den Herzschlag der Zeit.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">© 2025 - Hans Jürgen Groß</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><div><div style="text-align: start;" data-text-align="start"><div style="text-align: start;" data-text-align="start"><div style="text-align: start;" data-text-align="start"><ul><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b><span class="fs16lh1-5">Ausführliche Interpretation und Analyse durch Claude AI unter dem folgenden Link: </span></b><span class="fs16lh1-5"><a href="https://claude.ai/public/artifacts/9abff88e-101f-401f-a79d-cb1f549ba0b0" target="_blank" class="imCssLink">https://claude.ai/public/artifacts/9abff88e-101f-401f-a79d-cb1f549ba0b0</a></span><br></font><br></li><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b><span class="fs16lh1-5"> Weitere Informationen unter: + + +</span></b><span class="fs16lh1-5"><a href=" https://t1p.de/Uhrmacher" target="_blank" class="imCssLink"> https://t1p.de/Uhrmacher</a></span><b><span class="fs16lh1-5"> + + +</span></b></font></li></ul></div></div></div><div style="text-align: start;" data-text-align="start"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" style="text-align: start;" data-text-align="start"><span class="fs16lh1-5"><b><br></b></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" style="text-align: start;" data-text-align="start"><span class="fs16lh1-5"><b><br></b></span></div></div></div></div><div></div></div><a href="https://youtu.be/Ncqsss292e4">https://youtu.be/Ncqsss292e4</a>]]></description>
			<pubDate>Sat, 23 Aug 2025 04:54:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/AI_Extend_20250818_111805_1-1_thumb.jpg" length="107866" type="image/jpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?die-geschichte-vom-uhrmacher-und-dem-sturm</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/00000002C</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Eva:  Es geschah an einem Freitag in Gensungen (eine Leidensgeschichte)]]></title>
			<author><![CDATA[Hans Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000002B"><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><div class="imTARight fs16lh1-5"><i>„Gerechtigkeit der Erden, o Herr, hat Dich getötet“</i><br></div></div></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs16lh1-5">Heinrich Böll (Die Waage der Baleks)</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Schläge hallen laut durch das kalte Kirchengewölbe. Gehetzte Lichter flackern; ihr Rauch frisst sich in den eisigen Geruch von Blut und Angst. Auf dem Boden krampft Eva, siebzehn Jahre alt, ein Bündel im zerrissenen Kleid aus grobem Leinen. Der Richter hebt erneut die Hand zur Ruhe. „Gestehe, Weib!“, dröhnt es, während die Menge in den Bänken murmelt – verschränkte Arme, versteinerte Blicke. An der Pforte hockt der Büttel (1), die Pfennige für den Galgenberg schon in der Hand. Es ist ein kalter März-Freitag im Jahre des Herrn 1693.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5"></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Der eindringliche Klang eines weiteren Schlages zerreißt die Stille.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Die Dunkelheit. Süß wie Zucker umfing sie mich, trug fort von Händen, Blicken, Schmerz. Doch immer wieder rissen sie mich zurück in diesen Albtraum. </i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5"><br></i></font></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Ein Schrei, ein Aufbäumen, als ein weiterer Schlag Eva trifft.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false">Ich war einmal ein Mädchen mit blumengeflochtenen Zöpfen, barfuß im Schlamm der Eder. Die Jungen warfen Steine, aber nicht nach mir – sie lachten meinem Gesang entgegen. Da trugen Männerblicke noch Sonne, keine gierigen Schatten. Damals, als Mutter noch lachte, bevor die Geburt des dritten Kindes sie schwächte und schließlich nahm. Sie hatte dem Pfarrer so treu gedient als Magd in seinem Hof. - </font><font data-keep-original-tag="false">Wann wurde ich zur Beute?</font></i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><span class="fs16lh1-5"><br></span></i></font></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Ein weiterer Schmerzensschrei durchdringt den Raum.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Seine Hand auf meinem Arm beim Ährenbinden auf den Feldern des Pfarrers. Seit Mutters Tod lag die Verantwortung für meine kleine Schwester auf meinen Schultern. Vater ertrug den Verlust nicht. Der Kummer trieb den einst so geschickten Zimmermann zum Trunk, bis auch er uns verließ. Nun waren wir Waisen, abhängig von der Gnade des Pfarrers und der harten Arbeit auf seinem Hof. Der Knecht… „Zart wie Milchhaut“, hauchte er, und ich errötete – unwissend, dass dies die erste Schlinge war. Dann die Nächte im Heuschober, sein Atem, Bier. Schweiß und Macht. „Ein Wort, und ich zeig dich als Hure an.“ Der Schmerz war weniger als das Schweigen danach. Und jetzt dies. Diese wachsende Last in meinem Leib. Wehe dem Tag, an dem der Pfarrer es bemerkt. Mägde wie ich, mit unehelichem Kind, werden vom Hof gejagt, verstoßen. Was bliebe mir dann? Kälte, Hunger, Schande. Für mich und mein Kind.</i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5"><br></i></font></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">„Genug!“, ruft der Richter. Eiswasser trifft Evas Gesicht. Sie keucht, krümmt sich, der Blick irrt zum Kreuz auf dem Altar.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">„</span><span class="fs16lh1-5"><i>Ich … gestehe …</i></span><span class="fs16lh1-5">“, krächzt sie. Die Worte zerreißen ihre Kehle. Ein Seufzen geht durch die Kirche. </span><span class="fs16lh1-5"><em>Na also</em></span><span class="fs16lh1-5">, denkt der Schmied in der dritten Reihe, Brot kauend. Der Schreiber kritzelt: „Anno 1693, das Weib Eva, des Kindsmords überführt …“</span></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Sie wollen kein Geständnis. Mein Fleisch ist ihr Begehr.</i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5"><br></i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Hände reißen mir das Kleid vom Leib. Kalte Luft auf nackter Haut. Männeraugen saugen, lüstern mein Fleisch. </i></font></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">„Das weiße Gewand der Buße!“, schreit jemand. Ein durchsichtiges Leinentuch wird ihr umgehängt.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">„Bekenne vor Gott deine Sünde“, fordert der Pfarrer.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Das Kind. Ein Schmetterling in der Faust. Doch als die Wehen kamen, im Schweinestall des Pfarrhofs, allein mit Ratten und im Stöhnen, war der Schmetterling still. War es tot? Ohrfeige mich, Gott, wenn ich lüge – ich weiß es nicht mehr. Nur blaue Zehen wie Winterhimmel. </i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Die Stille des Morgens war trügerisch. Irgendjemand hatte meine einsame Verzweiflung gehört, meine heimliche Niederkunft bemerkt. Wer hatte die kalten Augen der Obrigkeit auf mich gelenkt? Wer hatte aus meiner Not ein Verbrechen gesponnen? Der Knecht, dessen schändliche Berührung diese Frucht getragen hatte? Oder eine der anderen Mägde, deren Neid wie Gift in den Mauern des Hofes kroch? Die Angst war ein eisiger Griff um meine Kehle, schlimmer als jeder Schmerz der Geburt.</i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5"><br></i></font></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">„Seht die Sünderin!“, donnert der Pfarrer und reißt das Tuch herab. Evas Körper, von Schlägen gezeichnet, zuckend im Altarkerzenlicht. Ein Junge lacht, bis die Mutter ihm den Mund zuhält. Die Richterhand taucht in Salz. Höllenregen auf Evas Wunden. „Damit die Seele rein brennt!“</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Salz in den Wunden. Salz auf der Zunge. Mutter, du hast gewarnt.</i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">„Ein Mädchen ist wie Milch“, sagte sie. „Stell sie in die Sonne, und sie wird sauer.“ Sie starb, als ich zwölf war – an einem Kind, anders als meins: gewollt, geliebt, begraben. Vater folgte ihr bald, die Trauer und der Schnaps hatten ihn schneller zermürbt als das härteste Holz seiner Werkstatt.</i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5"><br></i></font></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Und wieder ein Schlag, der die Dunkelheit verwehrt.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Nicht wieder. Bitte – Dunkelheit.</i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Doch da war sein Gesicht, der Knecht, jetzt hinten in der Kirche, verschränkte Arme, keine Regung, keine Scham.</i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Warum bin ich die Hexe, während er so zufrieden schaut?</i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5"><br></i></font></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">„Zur Richtstatt!“, brüllt der Büttel.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der von Ochsen gezogene Leiterwagen holpert über das Pflaster, seine Räder quietschen wie höhnisches Gelächter. Eva, auf dem Wagen, die Arme an einen Balken geschnürt, das Bußgewand durchweicht von Blut, Schweiß und Urin. Der Pfarrer schreitet vor dem Zug, betend. „Seht, die Mörderin!“, kreischt eine Marktfrau, faules Obst fliegt. Eine Birne trifft Evas Schläfe, ihr Kopf schlägt gegen das Holz.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5"></span></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Der Karren schwankt – wie einst der Kahn auf der Eder, als alles noch Spiel war.… Mutter lacht, ein Hut fliegt, ich greife, kippe fast …</i></font></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Ein fauler Apfel trifft ihren Mund. Schock, Schmerz – faulige Süße, salzig wie Schuld.</span><span class="fs16lh1-5"><i> Nein, nicht die Eder. Der Karren. Der Galgen. Augen zu.</i></span></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Verschwinde. Zersplittere. Staub.</i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5"><br></i></font></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Durch das Dorf zieht die Prozession pervertierter Frömmigkeit. An der Opperecke drängen sich Menschen um den Opferkasten. „Zwei Pfennige für den Blick ins Höllenfeuer!“, grölt der Büttel. Kinder heben Schürzen für die geworfenen Münzen.</span></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Seine Hände. Im Heu. Sonne durch Schoberritzen, sein Atem saures Bier. „Still, sonst schrei’ ich's vom Kirchturm!“ Heu stach meinen Rücken. Kuhmuhen. Dann das Knirschen, zerrissener Rock – nicht Karrenholz, nicht Fesseln, nicht jetzt, nicht hier.</i></font></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Ein Stein trifft ihr Knie. Der Folterknecht packt ihr Kinn. „Augen auf, Hure! Genieß deine letzte Reise!“</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Je höher der Wagen steigt, desto wilder das Volk. Frauen reißen ihre Haare, werfen sie Eva entgegen – „Für die Hölle, Hexe!“ Männer schreien Obszönitäten, die den Büttel erröten lassen. Auf einem Basaltblock sitzend, isst der Scharfrichter Wurst, sein Gehilfe reibt den Strick mit Wachs. „Schneller!“, brüllt er, den Mund voll Essen, „die Sau soll zucken für die Krähen!“</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Grün. Wiesengras unter nackten Füßen. Marie, kleine Schwester, pflückt Gänseblümchen, flicht sie ein. „Eva mit den Apfelblüten“, lacht sie. Glockenklang.</i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5"><br></i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Warum verstummt das Läuten?</i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5"><br></i></font></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">RUCK.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der Wagen hält. Stille. Dann Strickknarren im Wind.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Ah, die Schaukel. Am Fluss. Mutter schiebt, höher, höher … bevor das Schicksal uns auseinanderriss und meine kleine Schwester und mich allein zurückließ.</i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5"><br></i></font></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">„RUNTER MIT DEM KLEID!“, schreit das Volk. Hände zerren das letzte Tuch vom Leib. </span><span class="fs16lh1-5"><i>Kalt. So kalt.</i></span></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5"><br></i></font></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Eva steht nackt, ihr Körper eine Karte des Leids von Männern beschrieben. – Streifen, Narben, Blutrinnen. Die Menge verstummt. Selbst Raben innehalten. Nur Wind pfeift um Basalt, als der Henker ihr den Strick umlegt. „Letzte Worte?“, faucht er.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5">Mutter. Das Kind. Sein Gesicht, lavendelblau im Mondlicht.</i></font></div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i class="fs16lh1-5"><br></i></font></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Sie öffnet den Mund. Spricht nicht. Ist leer, so leer.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false">Der Henker zieht am Strick. </font></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false">Ein Ruck – &nbsp;</font></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false">die Kehle krampft, </font></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false">die Luft wird knapp. </font></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false">Sie ringt nach Atem, </font></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false">stößt ins Leere.</font></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Ein Zucken – dann senkt sich die Dämmerung über ihre Sinne.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Die Dunkelheit kommt sanft. Wie ein Fluss, der Wunden wegspült, trägt sie sie davon. Irgendwo in der Schwärze lächelt ein Kind.</span></font></div><div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify">Warme Hände, sternenklare Augen. </div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify">„Mama“, flüstert es, „Du hast mich doch nicht vergessen?“</div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify">Sie will antworten – doch der Strick würgt selbst ihre Träume.</div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Dann – ein Geschenk. Noch einmal hier. Der grobe Folterknecht zieht am Seil. Langsam, grausam, gnädig. Gerade so, dass ihr Blick noch einmal über das Tal gleitet: grüne Wiesen. Die alte Burg. Die Eder – ein Silberband. Rauch über Höfen, wo Frauen schuften, die morgen an ihrer Stelle hängen könnten. Ein letztes Einatmen – Harz. Angstschweiß. Der Duft des nahen Frühlings. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Es ist vollbracht. Der letzte Hauch, der ihr entfährt, steigt auf, gleich einem unsichtbaren Nebel. Legt sich auf Pflanzen, die künftig bitter schmecken. Mischt sich mit Wasser, das Kinder beim Trinken schaudern lässt. Dringt in die Häuser, haftet an Kleidern und Wiegen, sät Albträume in Kissen der Schweigenden. Doch die Menschen atmen ihn ein – und spüren nichts. Nur Hunde heulen in jener Nacht, als Evas Geist über die Dächer streicht – nicht Rache, nicht Fluch. Nur eine Frage.</font><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"> </font></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Am Rand des Platzes, hinter dem Schandpfahl, kauert eine verschleierte Gestalt: Marie, Evas Schwester, gebeugt. Ihr Schluchzen vergeht im Lärm der Gaffenden.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Als Evas Körper still ausschwingt, verläuft sich die Menge. Der Schmied diskutiert mit dem Bäcker, Kinder stehlen die Wurst des Henkers, der Krämer flüstert seiner Magd zu: „Geh nicht ihre Wege.“</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Nur Raben bleiben. Warten bis zur Dämmerung. Dann stoßen sie herab – schwarz wie die Tinte auf dem Urteil. Drei Tage später findet der Müller der ihre Leiche am Berg verscharrt, zwischen Evas Fingern eine verwelkte Kornblume. Woher diese einzelne, blaue Blüte kommt, die der kalte Märzboden bislang nicht hervorgebracht hat, bleibt ein Rätsel. Vielleicht die stumme Erinnerung an einen Sommer, der ihr genommen worden ist, ein Farbtupfer der Unschuld in den Fängen des Todes.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Im Laufe der Jahrzehnte verblasst die Erinnerung an Eva. Der Galgen verfällt, und später errichtet man an seiner Stelle ein Denkmal – nicht für sie. Der Hügel sollte fortan den Namen Heldenhügel tragen, eine Ehrung der jungen Männer, die in den Kriegen der Mächtigen ihr Leben ließen. Man preist ihren Tod als Heldentum, doch ähnelt ihr Schicksal dem Evas: verführt, benutzt und ihr Leben willentlich geopfert.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Kein Name, keine Tafel für die Frau, die an einem kalten Märztag als Kindsmörderin ihr Ende fand. Ein Schicksal vieler Frauen – Eva, eine von ihnen, kroch blutigen Fußes, gebrochen über den Basalt des Lebens. Ihr letzter Seufzer verfing sich im kalten Wind des Vorfrühlings, der über die kargen Felder zog, stumm wie die Erde, die ihre Geschichte barg.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">ANMERKUNG</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die geschilderte Handlung ist ein fiktionales Werk, inspiriert von einem historischen Ereignis. Im Jahr 1693 wurde am Galgenberg bei Gensungen die letzte dokumentierte Hinrichtung einer Frau wegen Kindsmord vollzogen. Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten und Orten sind daher nicht auszuschließen.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">© Karfreitag 2025 - Hans Jürgen Groß</span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Weitere Informationen und Hintergründe, unter: </font><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter">+ + +</span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter"> </span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter cf1">https://t1p.de/Eva-am-Galgen</span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter cf1"> </span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter">+ + + &nbsp;</span></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter ff1"><br></span></div></div><a href="https://youtu.be/MSxjFSDkAtw">https://youtu.be/MSxjFSDkAtw</a>]]></description>
			<pubDate>Thu, 17 Apr 2025 09:52:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/AI_Extend_20250414_095948_1_thumb.jpg" length="42718" type="image/jpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?eva---es-geschah-an-einem-freitag-in-gensungen--eine-leidensgeschichte-</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/00000002B</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Mühle am Kehrenbach, oder: Die Legende von Henner, dem Melsunger Bachmüller]]></title>
			<author><![CDATA[Hans Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000002A"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs8lh1-5">Der Mensch opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs8lh1-5">Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wiederzuerlangen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs8lh1-5">Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft, dass er die Gegenwart nicht genießt.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs8lh1-5">Das Resultat ist, da</span><span class="fs8lh1-5">ss er nicht in der Gegenwart oder in der Zukunft lebt.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs8lh1-5">Er lebt, als würde er nie sterben.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs8lh1-5">Und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs8lh1-5">(Tenzin Gyatso, 14. Dalai Lama)</span></div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5">Es war einst ein Müller namens Heinrich, den alle nur Henner nannten. Seine Mühle stand am murmelnden Kehrenbach, in der Nähe der alten Stadt Melsungen. Dort drehte sich das Mühlrad unermüdlich, und das feine Mehl seiner Mühle erlangte weiten Ruhm. So wie das Rad unaufhörlich kreiste, schuftete Henner Tag und Nacht – gefangen im Rhythmus der Arbeit, als ob darin allein das Versprechen des Lebens lag.</span><br></div><div><div class="fs14lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs14lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify">Doch die Mühle gehörte nicht ihm, sondern dem Landesfürsten, dessen Pacht ihm die Bürde des Erfolgs auferlegte. Bereits als Kind hatte er miterlebt, wie ein anderer Müller beinahe alles verlor, weil er den Forderungen des Herrschers nicht nachkam. Diese Erinnerung brannte sich tief in sein Herz ein und wuchs zur Saat einer unstillbaren Angst, die ihm Zuflucht einzig im rastlosen Fleiß versprach. So zählte er Taler um Taler, getäuscht von der Illusion, dass Reichtum die Launen der Macht besänftigen könnte.</div></div><div class="fs14lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs14lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify">Noch bevor das erste Licht des Tages die Felder berührte, eilte Henner zur Mühle. Er prüfte jedes Zahnrad, jedes Korn, als könnte ihm diese Kontrolle fortwährend den drohenden Verlust abwenden. Sein Herz schlug im Takt des Mahlsteins, und das Knirschen des Getreides schien ihm die Melodie der Sicherheit zu liefern.</div></div><div class="fs14lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs14lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify">Nicht weit von ihm arbeiteten in den anderen Mühlen der Stadt Müller, die – obwohl auch sie die Last der Pacht zu tragen hatten – wussten, anders zu leben. Sie schafften sich Zeit, um das Leben zu genießen. Sie vereinten Arbeit und Lachen, aßen gemeinsam Brot und teilten Wein und gaben sich ganz dem Fluss des Lebens hin. Die Weisheit des unaufhörlich drehenden Mühlrads hatte sie gelehrt, dass die vergangene Zeit niemals zurückkehrt.</div></div><div class="fs14lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs14lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify">Henner hingegen lebte in einem Kerker aus Sorge und Misstrauen, den er selbst erbaut hatte. Kein Lachen fand dort Eingang, keine Ruhe durfte verweilen. Den Schlüssel zum Leben trug er bei sich – ohne zu ahnen, dass die Tür längst offenstand.</div></div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><br></div><div></div><div><div class="fs14lh1-5"><div>An einem kalten Novemberabend, als der Nebel den Kehrenbach wie ein stilles Tuch umhüllte, erschien eine alte Frau an der Mühle. In ihren Augen lag die Erinnerung an längst vergangene Herbsttage. Mit einer Hand, die von harter Arbeit zeugte, reichte sie Henner einen kleinen, ledernen Beutel und sprach: „Öffne ihn, wenn du spürst, dass die Zeit dir durch die Finger rinnt und die Angst dir den Atem nimmt. Vielleicht enthüllt er dir das, was im Rausch flüchtiger Sicherheiten verloren ging.“</div></div><div class="fs14lh1-5"><div><br></div></div><div class="fs14lh1-5"><div>Henner ergriff den Beutel hastig – nicht aus Neugier, sondern getrieben von dem Wunsch, der seltsamen Erscheinung zu entkommen. So fand der Beutel seinen Platz in einer verstaubten Ecke, unbeachtet, während draußen das Leben in stetigem Fluss an ihm vorbeizog.</div></div><div class="fs14lh1-5"><div><br></div></div><div class="fs14lh1-5"><div>Jahre vergingen. Der Schnee schmolz, der Bach trug Blüten davon, doch Henners Angst hielt ihn gefangen. Manchmal meinte er, im Plätschern des Bachs die Stimme der Alten zu hören: „Henner, öffne den Beutel, ehe deine Zeit verrinnt!“ Doch er verjagte diese Worte wie lästige Fliegen und kehrte zurück zu den Mahlsteinen – getrieben von der Furcht, auch nur einen Augenblick zu verlieren.</div></div><div class="fs14lh1-5"><div><br></div></div><div class="fs14lh1-5"><div>Mit jeder Umdrehung des Mühlrads schloss sich der Panzer um sein Herz immer fester, bis ihn eines Tages die Kraft verließ. Gebeugt und zitternd sank er zu Boden. Da erinnerte er sich an den Beutel. Mit unsicheren Fingern riss er das Leder auf – und fand nur ein einziges, verwelktes Blatt. In diesem Moment durchzuckte ihn die Erkenntnis: Alles, wovor er sich gefürchtet hatte, war längst geschehen. Nicht die Armut hatte ihn besiegt, sondern das Leben selbst, das er im ständigen Kampf gegen den Verlust nie gelebt hatte.</div></div><div><span class="fs14lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div><span class="fs14lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div><span class="fs14lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div></div><div></div></div><div><div class="fs14lh1-5"><div class="imTAJustify">In jener Nacht schlief Henner ein und wachte nicht mehr auf. </div></div><div class="fs14lh1-5"><div class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs14lh1-5"><div class="imTAJustify">Das Mühlrad jedoch drehte sich weiter, angetrieben vom Bach – ohne je Mühe zu kennen. Müller kamen und gingen, lachten und weinten, doch nie wieder wurde jemand so sehr vom Takt der Arbeit gefangen wie Henner, der Bachmüller von Melsungen.</div></div><div class="fs14lh1-5"><div class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs14lh1-5"><div class="imTAJustify">Und noch heute erzählt man sich, dass dort, wo sich der Kehrenbach hinter der alten Mühle in die Fulda ergießt, ein geheimnisvolles Raunen im Wasser liegt. Wer genau hinhört, mag die leise Stimme der alten Frau vernehmen, die sich mit dem Rauschen des Stroms zu einer Melodie vereint: „Sieh, Henner, wie der Bach mutig dem Weiten entgegen fließt. Er fürchtet nicht das Ende seiner Bahn, denn er wird ein Teil von etwas Größerem – so wie der Mensch, der lernt, seine Ängste im Strom des Lebens davon zu spülen. Lass deine Last fallen, ehe sie dich in dunkle Tiefen hinabzieht.“</div></div><div class="fs14lh1-5"><div class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs14lh1-5"><div class="imTAJustify">Mancher Überlieferung zufolge wandelt Henners Geist noch immer am Ufer der Fulda, als suche er den Beutel, den er zu spät öffnete. Doch wer still den Wellen lauscht, vernimmt die Wahrheit, die der Strom verkündet: Alles Fließende findet seine Bestimmung im Loslassen – nicht im Festhalten.</div></div><div class="fs14lh1-5"><div class="imTAJustify">© 2025 - Hans Jürgen Groß</div></div><div><span class="fs14lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5"><b>Hinweis:</b></span><span class="fs14lh1-5"> Diese Erzählung ist frei erfunden und erhebt keinen Anspruch auf historische Genauigkeit oder tatsächlich stattgefundene Ereignisse. Sie dient der Unterhaltung und soll die Fantasie anregen.</span><span class="fs14lh1-5"><br></span><span class="fs14lh1-5"><br></span><span class="fs14lh1-5">Der Text ist Bestandteil meines Seminars: Achtsamkeit und Resilienz.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5">Weitere Informationen und Hintergründe unter: &nbsp;</span></div><div><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><div class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5">+ + + <a href="https://t1p.de/bachmuehle_melsungen" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://t1p.de/bachmuehle_melsungen', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">https://t1p.de/bachmuehle_melsungen</a> + + +</span></div><div class="imTACenter"><span class="fsNaNlh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTACenter"><span class="fsNaNlh1-5 ff1"><br></span></div></div><a href="https://youtu.be/BbJsv25yUns?si=QteNfqIMQZ_2v_ca">https://youtu.be/BbJsv25yUns?si=QteNfqIMQZ_2v_ca</a>]]></description>
			<pubDate>Fri, 14 Mar 2025 09:52:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/A-mill-by-a-small-stream,-with-a-timber-framed-building,-powered-by-mill-wheels,-with-only-the-busy-miller-and-the-old-woman-present,-in-the-style-of-Turner_thumb.jpg" length="180281" type="image/jpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?die-muehle-am-kehrenbach,-oder--die-legende-von-henner,-dem-melsunger-bachmueller</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/00000002A</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[ Zwischen Licht und Schatten: Auf dem Pfad der Wahrhaftigkeit (Das Höhlengleichnis 2.0)]]></title>
			<author><![CDATA[Hans Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000029"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">(...) Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,<br>An keinem wie an einer Heimat hängen,<br>Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,<br>Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.<br>Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise<br>Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;<br>Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,<br>Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen. (...)<br><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"> Aus dem Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse</div><div><br></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Schwer atmend durchquerte die Frau den engen, schwach erleuchteten Gang und kämpfte sich ins Freie. Ein blendendes Strahlen empfing sie in dieser fremden Umgebung, und sie blieb stehen, um ihre Augen vor der Helligkeit zu schützen. Die kühle Luft schmiegte sich an ihre Haut, und in der Ferne hörte sie das leise Flüstern des Wassers. Alles schien lebendig, und dennoch blieb es ein Geheimnis – eine Welt, die zu klingen begann, ohne dass sie die Sprache verstand.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Sie trug die Schatten der Höhle in sich, von der sie entflohen war, unauslöschlich wie ein Traum, der die Morgenstunden berührt. Jene Schatten – Lehrmeister und Begleiter – hatten Bilder gezeichnet, die wie Geschichten wirkten, Erzählungen, die sie als Wahrheit akzeptiert hatte. Nun aber, im Angesicht dieser vibrierenden, leuchtenden Welt, begann sie zu begreifen: Die Schatten waren nur Spiegelungen gewesen, Verzerrungen dessen, was sich in ihrer Dunkelheit verbarg. Und doch war die Höhle nicht bloß Illusion, sondern Ursprung und Prägung – ein Teil von ihr, den sie nicht abschütteln konnte.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Neue Welt, die sie jetzt umgab, war ein verwirrend-schönes Labyrinth aus Farben, Formen, Stimmen und Geräuschen. Alles war lebendig, vibrierte vor Bedeutung, die sich ihrer Erkenntnis entzog. Alles fühlte sich unbekannt, neu an, als ob sie gerade erst geboren worden wäre. Die Eindrücke – das Fühlen, Riechen, Schmecken, Sehen und Hören – waren so intensiv und überwältigend, dass sie sich verloren fühlte. Sie musste erst die Sprache der Menschen vor Ort lernen, um diese Welt zu verstehen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Menschen traten zu ihr, zeigten ihr Dinge und gaben ihnen Namen. „Das ist ein Baum“, sagten sie, da sah sie verzweigte Linien, grüne Blätter, die im Wind tanzten. „Das ist der Himmel“, erklärten sie, und sie hob den Blick, um die unendliche Weite zu erfassen. „Dies ist gut, jenes ist schlecht“, so teilten sie ihre Erfahrungen mit ihr.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Ein innerer Zwiespalt zerriss sie, wie ein Seil, das auf Spannung gezogen wird. Die Geschichten der Schattenwelt und die Offenbarungen des Lichts widersprachen einander und zugleich ergänzten sie sich. Getrieben von einem drängenden Verlangen nach der Sicherheit des Bekannten, beschloss sie, zurückzukehren. Zurück in die Höhle, zurück zu jenen, die in der Dunkelheit lebten.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Doch als sie erneut die Dunkelheit durchschritt, überkam sie ein kaltes Schaudern. Die Schatten, einst vertraut, schienen nun fremd und bedrohlich. Sie hörte die alten Geschichten, die ihr einst Trost spendeten, doch sie wirkten leer und bedeutungslos. "Wie hatte sie diese Schatten je für die Wirklichkeit halten können?", fragte sie sich.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Ihre Worte vom Licht, die sie an die Höhlenbewohner richtete, von Formen und Farben wurden mit tauben Ohren bedacht. Die anderen wandten sich ab, lachten oder schwiegen sie nieder. „Du bist verwirrt“, sagten sie, „was du erzählst, ist unmöglich.“ Ihre Worte trafen auf Widerstand, nicht auf Neugier. Und je mehr sie versuchte, die anderen zu überzeugen, desto mehr Gegenwehr erfuhr sie. Einige wurden sogar feindselig und warnten sie, den Mund zu halten. „Du bringst Unruhe“, flüsterten sie. „Lass uns in Frieden.“</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Doch auch sie selbst begann zu zweifeln: Hätte sie sich nicht selbst, als sie Teil der Höhle war, ebenso verhalten? War das Licht, von dem sie überschwänglich berichtete, eine Befreiung – oder nur eine andere Art von Gefangenschaft?</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Sie erkannte, dass die anderen in der Höhle ihren eigenen Weg gehen mussten. Keine Worte konnten sie zwingen, das Licht zu sehen – sie mussten es selbst entdecken. Sie konnte nicht bleiben, die Höhle war nicht länger ihr Zuhause. Zurück in der Neuen Welt richtete sie ihren Blick nach vorn. War dies nun die wahre Welt? Oder gab es noch weitere Ebenen? Vielleicht lag die einzig reale Wirklichkeit nicht hier, nicht dort, sondern jenseits des Lichts und der Schatten. Sie war entschlossen, weiterzusuchen. Sie ahnte, dass jenseits dieser Stufe das Kind wartete – ein Symbol für die Freiheit, für die Offenheit, für die unberührte Kreativität, die sie nur durch das Weitergehen erreichen konnte.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Unsere Welt bleibt ein Labyrinth aus Spiegeln und Deutungen. Unsere Sinne malen die Bilder, und unser Geist formt daraus Geschichten. Doch wenn der Spiegel bricht, bleibt die Frage: Was liegt jenseits der Bilder? Vielleicht liegt die größte Angst nicht in der Dunkelheit, sondern in dem, was das Licht enthüllt – der Erkenntnis, dass wir niemals ankommen, sondern immer nur suchen. Wir sind Wanderer, schwebend zwischen Schatten und Licht, zwischen dem, was wir glauben, und dem, was wir niemals wissen werden. Der Wunsch nach der einzig realen Wirklichkeit treibt uns weiter voran, stets auf der Suche nach der nächsten Ebene in diesem endlosen Kosmos.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">© 2025 - Hans Jürgen Groß</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b class="fs16lh1-5"><br></b></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b class="fs16lh1-5">Anmerkung:</b></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Dieser Text ist Bestandteil meiner Seminarreihe "Achtsamkeit und Resilienz" welche ich im Jahr 2020 entwickelt habe und seitdem ständig pflege. Die Erzählung "zwischen Licht und Schatten", aus dem Jahr 2025 ersetzt innerhalb der Seminarreihe das Höhlengleichnis von Platon, welches ursprünglich an ihrer Stelle stand. Siehe auch: </span><span class="fs16lh1-5"><a href="https://tinyurl.com/223af7bc" target="_blank" class="imCssLink">https://tinyurl.com/223af7bc</a></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Weitere Informationen zum Text gibt es unter: <span class="imTACenter">+ + + </span><span class="imTACenter"><a href="https://t1p.de/licht-schatten" target="_blank" class="imCssLink">https://t1p.de/licht-schatten</a></span><span class="imTACenter"> + + +</span></span></div><div><br></div></div><a href="https://youtu.be/VVowyxanK_g">https://youtu.be/VVowyxanK_g</a>]]></description>
			<pubDate>Wed, 29 Jan 2025 07:21:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/AI_Extend_20250122_103746_1-1_thumb.jpg" length="1965840" type="image/jpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?-zwischen-licht-und-schatten--auf-dem-pfad-der-wahrhaftigkeit--das-hoehlengleichnis-2-0-</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000029</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Siddharthas Reise zur Erleuchtung, oder: Der Weg der Mitte]]></title>
			<author><![CDATA[Hans Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000028"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><br>In der Tiefe des Ozeans der Existenz</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">liegt eine Perle der Weisheit, die darauf wartet,</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">geborgen zu werden.</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">(Weisheit der Nomaden in der Zeit)</div><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" size="5"></font></div><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" size="5"><br></font></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Es war einmal ein Prinz namens Siddhartha, dessen Tage von Fülle, Überfluss und Schutz geprägt waren. Sein Vater, ein König, träumte davon, ihm ein Leben frei von Leid zu schenken, und umgab ihn mit allem, was das Herz begehren konnte. Umgeben von den Mauern eines goldenen Palastes, der jedes Leid fernhalten sollte, war er dennoch unruhig und unzufrieden. Eine innere Stimme, leise und beharrlich, rief ihn, die Leere, die er spürte und der er keinen Namen geben konnte, zu füllen.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Von Neugier getrieben, übertrat er eines Tages die Grenzen des Palastes. Jenseits der Mauern begegnete er einer Wirklichkeit, vor der man ihn bewahrt hatte: dem Alter, der Krankheit, dem Tod und einem Wanderer, der in sich zu ruhen schien wie ein Baum im Winter. Jedes dieser Zeichen sprach von einer Wahrheit, die in seinem geschützten Leben keinen Raum fand.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Er war überwältigt von den Eindrücken und suchte nach einer Bedeutung hinter dem Erfahrenen. Doch die Antwort offenbarte sich nicht in Worten, sondern in einer inneren Suche, die in ihm wie ein ungestümer Samen zu keimen begann. Getrieben von diesem Drang ließ er den Glanz des Palastes, seine Familie, seine Frau, sein Kind und all seinen Reichtum hinter sich zurück.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Siddhartha suchte das entgegengesetzte Extrem und brachte seinen Körper bis an die Grenze des Lebens, überzeugt, dass die Wahrheit jenseits der Sinne liege. Doch selbst in dieser Dunkelheit fand er keinen Frieden. Nach sechs Jahren, dem Tod näher als dem Leben, beschloss er, auch diesen Weg des radikalen Verzichts hinter sich zu lassen. Wie ein Wanderer, der erkennt, dass weder unermüdliches Rennen noch Verharren ihn dem Anfang des Regenbogens näherbringt, begriff er, dass weder Überfluss noch Entbehrung ihn zu jenem Ufer führen würden, nach dem er suchte.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Schließlich setzte sich Siddhartha in den Schatten eines Feigenbaums, entschlossen, das Geheimnis des Lebens zu entschlüsseln. Er dachte über das Erlebte nach. Er schwor, nicht eher aufzustehen, bis die Schleier des Lebens sich lüfteten. In der Tiefe der Stille begegnete er Mara, dem Meister der Illusionen, der ihn mit Angst und Verlockung auf die Probe stellte. Es war, als blickte er in einen flüchtigen Traum: Die Gedanken wirbelten chaotisch, doch Siddhartha zog sich in die Stille zurück und ließ los. Kein Urteil, kein Festhalten, kein Versuch, etwas zu verändern. Es war ein Tanz der Illusionen, und Siddhartha blieb der stille Zuschauer. Als er die Erde berührte und sie als Zeugin anrief, zerbrachen die Illusionen wie Glas im Licht.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Wahrheit, die immer da gewesen war, offenbarte sich in ihrer stillen Klarheit. Der Wunsch, ein Ziel zu erreichen, löste sich in der Erkenntnis auf, dass jede Bewegung – weg von oder hin zu – ihn nur weiter von sich selbst entfernte, selbst die Suche nach der Wunschlosigkeit. Sieben mal sieben Tage saß er hier, bis diese Einsicht klar und leuchtend seinen Geist erfüllte. Die erkannte Wahrheit schenkte ihm eine tiefe Einsicht in das Leben. In diesem Zustand der Versenkung erlosch jedes Streben, und Siddhartha begriff, dass das, wonach er suchte, bereits in ihm lag. Er war nicht der Wanderer, sondern das Ziel.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Siddhartha wurde der Erwachte, der Buddha, und in seiner Erleuchtung erkannte er die vier edlen Wahrheiten, die das Fundament seines Weges und seiner Lehre bildeten. Er hatte erkannt, dass das Leben untrennbar mit einer inneren Unzufriedenheit und dem Streben nach etwas Unbekanntem oder Fehlendem verbunden ist – ein Zustand, den er als Leiden beschrieb. Dieses Leid betrachtete er nicht als Strafe, sondern als wesentlichen Bestandteil des menschlichen Daseins. „Das Leben ist Leiden“ – so lautet die erste edle Wahrheit.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Dieses Leiden entspringt dem Begehren, dem Wunsch, das Unangenehme zu vermeiden und das Angenehme festzuhalten. Wir trauern dem Vergangenen nach, hängen an Erinnerungen und Illusionen fest, die oft nie in der erhofften Form existierten. Gleichzeitig sehnen wir uns nach einer idealisierten Zukunft, in der wir die innere Leere füllen möchten. Doch diese Suche führt uns immer wieder in Kreisläufe von Enttäuschung und Schmerz, die gleichzeitig Gelegenheiten zur Einsicht und inneren Transformation bieten können. So lehrt die zweite edle Wahrheit, dass Verlangen und Anhaftung die Ursachen des Leidens sind.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Buddha erkannte, dass es einen Ausweg aus diesem Leiden gibt: das Loslassen. Indem wir die Illusion von Kontrolle und Anhaftung an Dinge oder Vorstellungen aufgeben, eröffnet sich ein Raum innerer Freiheit. Es existiert also ein Weg, das Leid des Lebens zu überwinden. So lautet die dritte edle Wahrheit des Buddha: Es ist möglich, das Leiden zu überwinden. Dieser Ausweg zeigt sich im Meiden von Extremen, im Pfad der Mitte und im ständigen Gewahrsein des eigenen Seins. Es ist ein konkreter Schulungsweg, der in der vierten edlen Wahrheit deutlich wird – der praktische Pfad zur Überwindung des Leidens.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Buddhas Lehre ist kein Weg der Selbstaufopferung oder des radikalen Urteils. Vielmehr betont sie die Notwendigkeit, die eigene Mitte zu erkennen – ein Gleichgewicht zwischen Überfluss und Entbehrung, zwischen Streben und Verharren. Dieser Pfad ist kein Ziel, das gesucht werden muss, sondern ein Zustand des Erkennens und Annehmen. Er hilft uns, den Herausforderungen des Lebens mit Akzeptanz und Weisheit zu begegnen, ohne uns in Extremen zu verlieren. Der achtfache Pfad, wie ihn Buddha nannte, lädt dazu ein, eine innere Balance zu kultivieren, die sowohl Freude als auch Frieden Raum gibt.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Dieser Weg ist ein Angebot, kein Gebot. Es ist ein sanfter Ruf, die Welt mit neuen Augen zu betrachten: mit klarer Absicht, die Wahrheit zu erkennen; mit Worten, die Heilung bringen; mit Taten, die das Leben nähren; und mit einem Geist, der sich selbst in der Stille erkennt. Doch dieser Pfad ist kein starres Korsett, sondern ein Gewand, das sich jedem, der es trägt, auf individuelle Weise anpasst.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">So lehrt Buddhas Geschichte nicht nur die Balance zwischen den Extremen zu finden, sondern auch, dass diese Mitte für jeden Menschen einzigartig ist. Sie ist kein fester Ort, sondern ein Tanz, der im Einklang mit den Bewegungen des Lebens fließt. Dieser Tanz führt nicht weg von der Welt, sondern lädt dazu ein, sie mit Weisheit, Mitgefühl und Freude zu umarmen.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Was, wenn die Fragen, die uns plagen, nicht gelöst, sondern neu gestellt werden dürfen? Was, wenn der Weg kein Ziel kennt, sondern ein ständiges Werden ist, das sich in jedem Augenblick neu entfaltet?</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Doch eines bleibt gewiss: Der Weg ist individuell, und die Wahrheit offenbart sich jenen, die bereit sind, loszulassen und gleichzeitig ganz im Moment zu verweilen – nicht als Flucht, sondern als Heimkehr zu dem, was immer schon da war.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Auf einer höheren Ebene betrachtet, mag Siddharthas Reise ein Symbol dafür sein, dass jedes Leben zwischen Schutz und Herausforderung, zwischen Sicherheit und Aufbruch tanzt. Die Frage ist nicht, was richtig oder falsch ist, sondern wie wir aus den Begrenzungen, die uns auferlegt werden, unser eigenes Mosaik des Lebens erschaffen.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">© 2025 - Hans Jürgen Groß</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">* * *</span></div><div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><div><div><b class="fs16lh1-5">Anmerkung:</b></div></div><div><div><span class="fs16lh1-5">Dieser Text ist Bestandteil meiner Seminarreihe "Achtsamkeit und Resilienz", welche ich im Jahr 2020 entwickelt und in der Folgezeit weitergepflegt habe. Die Geschichte Siddharthas zur Erleuchtung wurde im Jahr 2025 neu verfasst.</span></div></div><div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">* * *</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div><div><b class="fs16lh1-5">Hintergrund: </b></div><div><b class="fs16lh1-5"><br></b></div></div><div><div><i><u><b class="fs16lh1-5">Der achtfache Pfad und dessen praktische Umsetzung</b></u></i></div></div><div><div><span class="fs16lh1-5">Der Achtfache Pfad ist ein zentraler Bestandteil der buddhistischen Lehren und bietet eine praktische Anleitung, um Leiden zu überwinden und Erleuchtung zu erlangen. Er besteht aus acht Komponenten, die in drei Hauptbereiche unterteilt werden können: Weisheit, Ethik und Meditation.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><b class="fs16lh1-5"><i>Der Achtfache Pfad</i></b><br></div></div><div><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b class="fs16lh1-5"><i><br></i></b></font></div></div><div><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Weisheit (Prajna)</strong>:</span></div></div><div><ol start="1"><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Rechte Ansicht (Samma ditthi)</strong>: Verstehen der Vier Edlen Wahrheiten und die wahre Natur der Realität erkennen.</span></div></li><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Rechte Absicht (Samma sankappa)</strong>: Entwickeln von Gedanken frei von Gier, Hass und Gewalt.</span></div></li></ol></div><div><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Ethik (Sila)</strong>:</span></div></div><div><ol start="3"><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Rechte Rede (Samma vaca)</strong>: Ehrliche, freundliche und nützliche Kommunikation.</span></div></li><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Rechtes Handeln (Samma kammanta)</strong>: Moralisches Verhalten, einschließlich des Verzichts auf Töten, Stehlen und unethisches Verhalten.</span></div></li><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Rechter Lebensunterhalt (Samma ajiva)</strong>: Ein Erwerbsleben, das anderen nicht schadet und ethischen Prinzipien folgt.</span></div></li></ol></div><div><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Meditation (Samadhi)</strong>:</span></div></div><div><ol start="6"><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Rechte Anstrengung (Samma vayama)</strong>: Bemühen, positive Geisteszustände zu kultivieren und negative zu überwinden.</span></div></li><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Rechte Achtsamkeit (Samma sati)</strong>: Entwicklung von vollständiger Aufmerksamkeit für Körper, Gefühle, Geist und geistige Objekte.</span></div></li><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Rechte Konzentration (Samma samadhi)</strong>: Praxis tiefer Meditation zur Erreichung geistiger Sammlung und innerer Ruhe.<br><br></span></div></li></ol><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><u class="fs16lh1-5">Unterstützung zum Erkennen der eigenen Mitte</u></i></font></div><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><u class="fs16lh1-5"><br></u></i></font></div></div><div><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Achtsamkeit und Meditation</strong>:</span></div></div><div><ul><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Regelmäßige Meditation</strong>: Schaffe täglich Zeiträume für stille Meditation, um deinen Geist zu beruhigen und innere Klarheit zu gewinnen.</span></div></li><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Achtsamkeit im Alltag</strong>: Übe, im gegenwärtigen Moment präsent zu sein, sei es beim Essen, Gehen oder Arbeiten.</span></div></li></ul></div><div><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Selbstreflexion</strong>:</span></div></div><div><ul><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Tagebuch führen</strong>: Reflektiere regelmäßig über deine Gedanken, Gefühle und Erfahrungen, um Muster und Bedürfnisse zu erkennen.</span></div></li><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Fragen stellen</strong>: Frage dich selbst, was dir wirklich wichtig ist und welche Werte dein Handeln leiten sollen.</span></div></li></ul></div><div><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Balance finden</strong>:</span></div></div><div><ul><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Work-Life-Balance</strong>: Sorge für ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit, um Stress abzubauen und Erholung zu finden.</span></div></li><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Hobbies und Interessen</strong>: Verfolge Aktivitäten, die dir Freude bereiten und dir helfen, dich zu entspannen und zu regenerieren.</span></div></li></ul></div><div><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Gesunde Beziehungen</strong>:</span></div></div><div><ul><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Unterstützende Netzwerke</strong>: Umgebe dich mit Menschen, die dich inspirieren und unterstützen.</span></div></li><li><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Kommunikation</strong>: Praktiziere offene und ehrliche Kommunikation, um Missverständnisse zu vermeiden und Beziehungen zu stärken.</span></div></li></ul></div><div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Durch die bewusste Praxis dieser Ansätze ka</span><span class="fs16lh1-5">nnst du beginnen, deine eigene Mitte zu erkennen und ein ausgewogenes, erfülltes Leben zu führen. Fällt dir eine bestimmte Komponente des Achtfachen Pfades oder ein Ansatz zur Selbstfindung besonders ins Auge?</span></div></div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" size="5"><br></font></div></div><a href="https://youtu.be/esm_MWk9-TQ?si=fwEHlt2plCTWKyCb">https://youtu.be/esm_MWk9-TQ?si=fwEHlt2plCTWKyCb</a>]]></description>
			<pubDate>Sun, 19 Jan 2025 07:32:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/2025-01-17-Publikation1_thumb.jpg" length="8160386" type="image/jpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?siddharthas-reise-zur-erleuchtung,-oder--der-weg-der-mitte</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000028</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die weiße Jungfrau vom Heiligenberg]]></title>
			<author><![CDATA[Hans Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000027"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Es war einmal vor langer Zeit, als die Menschen noch daran glaubten, mit ihren Worten und Gedanken Einfluss auf die Welt nehmen zu können. Unweit des Ortes Gensungen erhob sich eine Bergkuppe, die weit hinaus in das Edertal sichtbar war. Hier wurde alltäglich, mit einem roten Ball, den Menschen ein neuer Tag geschenkt. Der Berg schien alle vorhandenen Gegensätze aufheben zu können. Er vereinte den Himmel mit der Erde, die Nacht mit dem Tag.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Es folgte ein Frühling, dem Winter, unzählige Male oft. Die Weltsicht der Menschen veränderte sich. Das Greifbare, Belegbare, Macht und Herrschaft bestimmten nun ihr Handeln und ihre Sicht. Immer noch erhob sich die Bergkuppe über dem Tal. Immer noch zeigte sich hier der neue Tag in seinem ersten Licht. Immer noch trug die den Menschen einst heilige Erhebung, den Namen Heiligenberg. Doch die alten Rituale hatten sich im Zeitenstrom zerstreut, so wie das Salz im Wasser. Ebenso erging es der Burg, welche auf dem Bergrücken errichtet worden war, und die sich in dem Augenblick der Gezeiten verlor. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">In ihrer tiefsten Seele erkannten die Menschen die Besonderheit des Ortes und so dichteten sie diesem einen verborgenen Schatz von unendlichem Reichtum an. Viele brachen auf, um diesen Schatz zu suchen, kehrten jedoch ergebnislos nach Hause zurück.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Da geschah es, dass ein junger Schäfer mit seiner Herde den Weg hinauf zur Burgruine wählte. Es war die Zeit der Frühlingstagundnachtgleiche, und intuitiv hatte er gewusst, dass er an diesem Morgen das beste Futter für seine Herde hier finden würde. Der Schäfer kannte ein jedes seiner Schafe beim Namen und sorgte gut für sie. Nie war ihm eines abhanden gekommen, oder hatte Schaden genommen.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Schon früh an Jahren hatte er den alten Schäfer auf seinen Wanderungen begleitet und von diesem gelernt. Während die anderen Jungen im Ort rauften, den Kriegsverherrlichungen der alten Männer lauschten, verbrachte er seine Zeit bei den Schafen und lernte von ihnen. Sie zeigten ihm die Schönheit der Natur, offen und empfänglich zu sein für das, was der Tag gerade bot, die Ordnung im Durcheinander zu erkennen sowie die Rhythmen des Jahres bewusst wahrzunehmen. All dies war Leben, deren Teil er selbst war, und das er beschützen und bewahren musste.</span></div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Er hatte sich auf der großen Wiese, nahe den Mauern der alten Burg eingerichtet, als wie aus dem Nichts eine junge Frau in einem langen weißen Gewand vor ihm erschien. Sie gab ihm sprachlos Zeichen, ihr zu folgen. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der junge Schäfer spürte eine Zerrissenheit in sich aufsteigen. Er fühlte sich angezogen von dieser jungen Frau. Die Schönheit und Anmut ihres Äußeren erregten sein Herz, doch mehr ergriff ihn diese unaussprechliche Ausstrahlung, welche sie aussandte. Alles in ihm sehnte sich hiernach. Er wollte ihr nah sein, mit ihr verschmelzen. In ihr schien all das vereint, was er sein Leben lang wie eine ungestillte Sehnsucht gesucht hatte. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Diese starken Gefühle, die er empfand, bereiteten ihm Furcht. Furcht vor dem Verlust der Kontrolle über sich selbst. Er nahm seinen ganzen Mut zusammen. Ängstlich schritt er hinter der anmutigen Erscheinung her. Diese öffnete eine Tür und sie traten in einen langen Gang, der in den Berg hinein führte. Und obwohl kein Licht den Gang erhellte, erstrahlten die Wände und hüllten den Ort in einen goldenen, warmen Schein. </span></div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Unsicherheit des jungen Schäfers schien ins Unermessliche anzusteigen. Da drehte sich die Jungfrau zu ihm um, deutete schweigend auf einen Strauß Blumen und versuchte, ihm durch ein Zeichen verständlich zu machen, dass er diesen zu sich nehmen solle. Dem Schäfer waren die Blumen unter dem Namen Himmelsschlüssel, oder Schlüsselblumen bekannt, und er wusste, dass diese die Boten des kommenden Frühlings waren.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Seine Gefühle wurden übermächtig. Was tat er hier an diesem jenseitigen Ort, mitten im Berge? Er hatte seine Herde allein gelassen. Bald war Frühling. Einige der Schafe waren trächtig und würden bald lammen, der Erde neues Leben schenken.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Mit wenigen Sätzen war er zur Tür hinaus, die alsbald laut hinter ihm zufiel. In demselben Augenblick hörte der junge Schäfer von drinnen einen lauten Schrei, der ihn in seinen tiefsten Festen berührte. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Fassungslos, erregt kehrte der Schäfer zu seiner Herde zurück, die ihm liebevoll empfing. Das eintönige Blöken der Schafe beruhigte ihn. Er spürte die Erde unter sich, die ihn trug. Der vertraute Geruch des kommenden Frühlings löste ihn aus den Fängen des bangen Momentes. So wie Wasser den Schmutz von einem weißen Laken wäscht, so wusch die Zeit den Schrecken von seiner Seele. Der Zweifel des Erlebten hätte sein Dasein bestimmen können, wenn ihm nicht wegen seiner scheinbaren Dummheit, die Chance auf Reichtum vertan zu haben, gespottet wurde.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Tief in seinem Inneren wusste er, dass er seinen wahren Schatz, im Angesicht der vermeintlichen Schwäche gefunden hatte. Er war sich selbst treu geblieben und seiner Eingebung gefolgt. In den Augen der Jungfrau glaubte er ein Einverständnis, eine bedingungslose Liebe zu ihm erkannt zu haben. Eine Liebe, die sich in ihm selbst eingepflanzt hatte und mit der er nun seiner Welt begegnete. Alles war gut, so wie es war.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Viele Male kehrte er zum Heiligenberg zurück, doch sah er weder die Jungfrau noch die Tür, durch die sie gegangen waren, jemals wieder.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Zahlreiche Menschen suchten in den folgenden Zeiten weiter nach dem Reichtum im Berge. Doch außer Kohle konnten sie nichts finden. - Die stumme Jungfrau jedoch, wartet noch heute darauf, die Menschen tief in ihr Inneres, zu ihrem Schatz zu führen und dies mit einem Freudenschrei zu bekunden. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><div class="imTACenter"><span class="fs18lh1-5">Für weitere Infos, siehe auch:<br></span><div><span class="fs18lh1-5">+ + + <a href="https://t1p.de/Heiligenberg" target="_blank" class="imCssLink">https://t1p.de/Heiligenberg</a> + + +</span></div><div><span class="fs18lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs18lh1-5">Audio Version:</span><br><br></div><div><span class="fsNaNlh1-5 ff1"><br></span></div><div><span class="fsNaNlh1-5 ff1"><br></span></div></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"></div></div><a href="https://youtu.be/MrccV9CBx1A">https://youtu.be/MrccV9CBx1A</a>]]></description>
			<pubDate>Fri, 06 Dec 2024 04:24:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/DSCF0421-1_thumb.jpg" length="162286" type="image/jpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?die-weisze-jungfrau-vom-heiligenberg</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000027</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die zwölf Weizenkörner]]></title>
			<author><![CDATA[Hans Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000026"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><i><span class="fsNaNlh1-5 ff1">Leben ist das, was passiert,</span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><i><span class="fsNaNlh1-5 ff1">während du eifrig dabei bist,</span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><i><span class="fsNaNlh1-5 ff1">andere Pläne zu machen.</span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">(John Lennon, aus dem Song „Beautiful Boy“)</div><div><br><span class="fsNaNlh1-5 ff1"> </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Am Fuße des heiligen Berges, der alle Gegensätze vereint, lebte einst ein armes, altes, hässliches Menschlein. „Ach, wie schön wäre es, von ewiger Jugend begleitet zu sein?“, dachte es. „Ach wie schön, unermesslich reich und machtvoll zu sein?“, ein anderes Mal. „Ach, könnte doch das Licht der Sonne immer für mich scheinen“, träumte es in einer dunklen Winternacht. - Da geschah es, dass ihm an einem lauen Herbstabend, zu Mabon, die Herrin vom Berg erschien. „Ich habe deine Bitten gehört“, sagte diese. „Bedenke, was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen.“ „Ach, bitte erhöre mein Flehen; ich will dir alles dafür geben, was du von mir verlangst“, entgegnete der Mensch.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">„Nun gut“, sprach die Herrin vom Berg. „Wie wäre es, wenn ich dir auf Ewigkeit, meine goldenen Schätze anvertrauen würde? Das Strahlen, das von ihnen ausgeht, ist der Sonne gleich.“ „Oh ja“, antwortete freudig das Menschlein. „Was muss ich hierfür tun?“, fragte es erneut. „Recht wenig“, antwortete die Herrin. „Bewache meinen Schatz und du wirst auf Ewigkeit im Angesicht des Goldes leben. - Eines jedoch musst du wissen. Tief im Berg liegen die Schätze verborgen, sodass du nicht in der Gestalt eines Menschen über sie wachen kannst.“ - „Ich bin ja nur ein altes hässliches Menschlein, warum hieran festhalten“, dachte es sich und willigte voller Freude in den Handel ein. Ehe es sich versah, war aus dem Menschen eine kleine possierliche Maus geworden, welche schnell in den Gängen des Berges zu entfliehen suchte. „Halt!“, rief die Herrin vom Berg der kleinen Maus nach, für deren Schicksal sie Mitgefühl empfand. - „Wisse, dass du jederzeit dein altes Wesen zurückerlangen kannst, wenn du einen Menschen findest, dem es gelingt, zwölf goldene Weizenkörner von dir entgegen zunehmen, ohne dass ein Augenschlag vergangen ist.“</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Einem Stundenglas gleich, strömte scheinbar die Zeit wie Sand durch die Enge des Augenblicks, den wir Leben nennen. Aus der Endlosigkeit kommend, hinein in den Raum, um sich im Endlosen zu verlieren. Und während am Hang des Heiligenbergs, nahe Gensungen, ein Kloster gegründet wurde und wieder verfiel, ein Schloss entstand, dessen Tage nur von kurzer Dauer waren, erlebte die Maus im Berg einen einzigen nie endend wollenden Tag. Ohne Unterlass strahlte das Gold und hüllte den Raum in ein golden, sonniges Licht. Der schiere Reichtum des Schatzes, über den die Maus nun wachte, war längst dem Überdruss gewichen. Die nie enden wollende Helligkeit wurde zur Qual.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">So verging in der Welt, dort draußen, Stunde um Stunde, Jahr um Jahr, während für die Maus die Zeit still zu stehen schien. Sie erstarrte in der Ewigkeit der Sekunde und sehnte sich schließlich den Tod herbei. Da erinnerte sie sich an die Worte der Herrin vom Berg, die ihr einen Ausweg gewiesen hatte. Wie gern würde sie die alte Gestalt wieder annehmen und in Alter und Armut ihr Ende finden.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">* * *</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></div><div><div class="imTAJustify"><br></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Es war ein lauer Sommertag, einer der Ersten, um Johanni. Die Welt schien weit zu sein, der Tag von unendlicher Dauer. Da lag ein Schäfer, dort, wo sich einst das Schloss erhob, im Gras und ließ seine Gedanken streifen. Weit weg von hier träumte er sich. „Wie wäre es, wenn …?“</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">So mit sich selbst beschäftigt sah er nicht, dass sich ihm eine kleine Maus näherte. Diese kam so nah heran, dass er sie mit der Hand hätte fassen können. Sie legte ein Weizenkorn aus purem Gold an seine Seite und blickte ihn dabei bittend an, als wolle sie sagen: „Nimm!“</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Darauf verschwand sie, kam aber bald mit einem zweiten Körnchen zurück und legte dieses neben das Erste. Dies geschah ein weiteres Mal. Endlich hatte der Schäfer die kleine Maus entdeckt. Fragend schaute er ihrem geschäftigen Treiben zu, doch in seinen Gedanken drehte er sich noch immer im Tanz eines künftigen Festes.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Und wieder legte die Maus ein Weizenkorn neben die anderen und blickte dabei den Schäfer tief an. Dieser jedoch verstand nicht, was die Augen der Maus ihm sagen wollten. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Als dann das zwölfte Weizenkörnchen am Platz neben dem Schäfer lag, erkannte dieser dessen Wert und wollte den kleinen Schatz ergreifen.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Als er seine Hand nach dem Golde ausstreckte, war alles, was er fassen konnte, dessen Schatten am Boden. Die zwölf goldenen Weizenkörner waren verschwunden. Von der kleinen Maus konnte er noch den Schwanz erkennen, als diese zwischen den Steinen verschwand. Lange wartete der Schäfer, an diesem Abend, auf die Rückkehr des kleinen Nagers. Doch diese kehrte nie zurück.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">So wie dem Schäfer ergeht es uns allen. Unsere Gedanken sind den inneren Stimmen der vergangenen, oder künftigen Zeiten zugewandt, deren Ruf wir vernehmen. Den Augenblick selbst nehmen wir wie einen Schatten wahr. Dessen wahre Gestalt bleibt uns für immer verborgen, da diese bereits vergangen ist, bevor wir ihr wahrhaftig werden. Aus dem Umriss der Erinnerung beschreiben wir unsere Welt und planen unsere Zukunft. So ist Vergangenheit, Zukunft, Gegenwart einem Traum gleich, Sand im Stundenglas des Lebens. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Maus jedoch hütet noch heute den Schatz im Berg und wartet auf Erlösung. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">Für weitere Infos, siehe auch:</span></div><div class="imTACenter"><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5 ff1"><span><a href="https://t1p.de/Weizenkoerner" target="_blank" class="imCssLink">https://t1p.de/Weizenkoerner</a></span></span></div><div class="imTACenter"><br></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">Video Version:</span></div><div class="imTACenter"><br></div><div class="imTACenter"><br></div></div></div></div><a href="https://youtu.be/gzoIgdmjNKo">https://youtu.be/gzoIgdmjNKo</a>]]></description>
			<pubDate>Fri, 06 Dec 2024 04:03:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/_fed8b8a8-6205-445c-bd1a-60e5e16b1027-enlarged_thumb.png" length="582418" type="image/png" />
			<link>https://drgross.info/blog/?die-zwoelf-weizenkoerner</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000026</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Auf der Suche nach dem wahren Selbst, oder: Der Schatz der Ahnen]]></title>
			<author><![CDATA[Hans Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000025">
	
	
	

<div><span class="fs16lh1-5">Es
waren einmal zwei junge Frauen, gefangen im eintönigen Dasein als
Mägde, deren Seelen sich nach einem anderen, erhabeneren Leben
dürsteten. Ihr Herz sehnte sich nach mehr, als ihr jetziges
Schicksal ihnen zu bieten vermochte. Selbst die Aussicht, einst
Ehefrau und Mutter zu sein, erfüllte sie nicht mit Freude, sondern
mit Unbehagen. Sie begehrten Einfluss und Anerkennung, träumten
davon, vielleicht einst in die Annalen der Geschichte einzugehen.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div>
<div><span class="fs16lh1-5">An
einem freien Herbstnachmittag, kurz vor Allerheiligen, begaben sich
die beiden auf eine Wanderung zum Heiligenberg hinauf. Während sie
den beschwerlichen Pfad erklommen, teilten sie ihre tiefsten
Sehnsüchte und Träume und malten sich aus, wie ihr Leben wäre,
wenn sie alles erreichen könnten, was ihr Herz begehrte.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div>
<div><span class="fs16lh1-5">Als
sie den Gipfel des Berges erreichten, erblickten sie aus der Ferne
eine Gestalt, die in ein weißes Gewand gehüllt war und ihnen
zuwinkte.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div>
<div>„<span class="fs16lh1-5">Kommt
heran, steigt empor, euer Glück wartet auf euch“, rief sie mit
einer Stimme, die wie ein Flüstern des Windes klang. Die beiden
Mädchen sahen sich an. Die Erscheinung schien nicht von dieser Welt
zu sein und erfüllte ihre Herzen mit einer Mischung aus Furcht und
Faszination. Doch dann fassten sie Mut, reichten sich die Hände und
stiegen zu der weißgewandten Gestalt hinauf.</span></div>
<div><span class="fs16lh1-5">Die
Frau, deren Erscheinung so mystisch war wie der Nebel des frühen
Morgens, lud die beiden ein, ihr in die verborgenen Tiefen des Berges
zu folgen. Sie versprach ihnen, dass dort ein Schatz auf sie warte.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div>
<div><span class="fs16lh1-5">Mit
einer einladenden Geste führte sie die beiden durch ein von Efeu
überwuchertes, schweres eisernes Tor in ein verborgenes Gewölbe im
Berg. Der Raum war erfüllt von einem sanften, unwirklichen Licht,
das von einer unbekannten Quelle ausging und sich in dem Gold und
Silber spiegelte, das in unermesslicher Fülle im Raum verteilt lag.
Die weiße Frau erlaubte den Mädchen, sich von den Schätzen zu
nehmen, so viel sie wollten.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div>
<div><span class="fs16lh1-5">Die
eine, die stets von einem Leben in Reichtum geträumt hatte, stürzte
sich auf den Schatz. Gierig füllte sie ihre Kleider mit Gold und
Silber, bis sie kaum noch gehen konnte.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div>
<div><span class="fs16lh1-5">Die
andere, die sich stets nach einem Leben in Frieden und Harmonie ohne
Zwänge gesehnt hatte, blieb zurück. In den Schatten an der Wand,
die das goldene Licht dort warf, erkannte sie die Gestalt ihrer
verstorbenen Großmutter wieder. Hinter ihrer Großmutter erblickte
sie weitere Frauen, die sich wie Ahnengeister aufreihten. „Vergiss
das Wesentliche nicht“, warnte die Großmutter das Mädchen.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div>
<div><span class="fs16lh1-5">Doch
ebenso wie das eine Mädchen von ihrer Gier gefangen war und immer
mehr Gold besitzen wollte, schien das andere Mädchen in der
Schattenwelt gefangen zu sein.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div>
<div><span class="fs16lh1-5">Die
Großmutter mahnte noch einmal: „Vergiss das Wesentliche nicht.“
Da schreckte das Mädchen auf und bemerkte, wie sich plötzlich das
Tor zu schließen begann. Sie ergriff die Hand ihrer Freundin und zog
sie mit sich aus dem Gewölbe heraus. Doch die Kleider der Freundin
waren vom Gold beschwert und das Mädchen wurde von der schweren Tür
getroffen und verlor dabei ihren Fuß.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div>
<div><span class="fs16lh1-5">Mit
Mühe schafften es die beiden den Berg hinab. Das Mädchen mit dem
fehlenden Fuß starb noch in derselben Nacht. Die andere fiel in
einen Zustand, den die Menschen für Wahnsinn hielten.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div>
<div><span class="fs16lh1-5">Die
Hinterbliebenen kauften mit dem Gold, das das tote Mädchen aus dem
Berg mitgebracht hatte, ein Stück Land und nannten es „das
Mägdestück“. So brachte der kurze Reichtum der unglücklichen
Magd ihr die Unsterblichkeit in dieser Geschichte. Und noch heute, so
wird berichtet, kann man in nebligen Novembernächten eine
schmerzvoll klagende junge Frau durch die Straßen von Gensungen
humpeln sehen. </span>
</div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div>
<div><span class="fs16lh1-5">Das
andere Mädchen wurde von ihren Angehörigen in ein Kloster gebracht,
das sich am Fuße des Heiligenbergs befand.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div>
<div><span class="fs16lh1-5">Im
Kloster fand das Mädchen schließlich Heilung. Sie lernte, die
Schatten zu deuten, die ihre Träume in der Nacht hervorbrachten. Sie
fand inneren Frieden und konnte durch ihr selbst erlebtes Martyrium
anderen Menschen in ihrem Schmerz und auf ihrem Weg zur Heilung
helfen.</span></div>
<div><span class="fs16lh1-5">Manche
Menschen sahen das Mädchen, das nunmehr eine alte Frau geworden war,
oft auf dem Gipfel des Heiligenbergs sitzen. Sie war allein und
schweigsam, aber in ihren Augen lag ein tiefer Frieden.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div>
<div><span class="fs16lh1-5">Sollte
euch selbst einmal ein Schatz zufallen, so bedenkt, dass dessen
Besitz seinen Preis von euch fordern wird. Das Wesentliche, der
Schlüssel zum Glück, liegt darin, das richtige Maß im
Gleichgewicht zu finden.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">Für weitere Infos, siehe auch:</span></div><div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5 cf1"><b><a href="https://t1p.de/schatz_der_ahnen" target="_blank" class="imCssLink">https://t1p.de/schatz_der_ahnen</a></b></span><br></div></div><div class="imTACenter"><b><span class="fs10lh1-5 cf1"><br></span></b></div><div class="imTACenter"><b><span class="fs10lh1-5 cf1"><br></span></b></div><div class="imTACenter"><b><span class="fs16lh1-5 cf1">Audio Version:</span></b></div><div><b><span class="fs10lh1-5 cf1"><br></span></b></div><div><b><span class="fs10lh1-5 cf1 ff1"><br></span></b></div>
<div><br>
<br>

</div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 05 Dec 2024 19:17:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/HJG00068_thumb.jpg" length="62854" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/Der-Schatz-der-Ahnen.mp3" length="6070328" type="audio/mpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?auf-der-suche-nach-dem-wahren-selbst,-oder--der-schatz-der-ahnen</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000025</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Schlüsselfrau zu Felsberg]]></title>
			<author><![CDATA[Hans Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000024"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs10lh1-5">Altes muss vergehen, damit Neues entstehen kann.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs10lh1-5">Wenn du lernst, freiwillig und angstfrei loszulassen,</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs10lh1-5"><font data-keep-original-tag="false">kann deine Befreiung ekstatisch und die Geburt des</font><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs10lh1-5">Neuen voller Freude sein.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs10lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs10lh1-5">Gerd. B. Ziegler „XIII Der Tod – Crowley Tarot“</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><br></div><div class="imTARight"></div><div><span class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">H</span><span class="fs16lh1-5"><span class="fs16lh1-5">oc</span>h oben, wo der Wind die Melodien der Zeit singt und der Basaltkegel den Himmel berührt, thront die Burgruine der Felsburg wie ein uraltes Gemälde, in dessen Schatten Geschichte und Geheimnis zu einem undurchdringlichen Geflecht verwoben sind.</span></span><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Einst, so erzählen die Alten, lebte dort eine edle Dame, deren unermesslicher Schatz gleichermaßen Begehrlichkeit und Ehrfurcht in den Herzen der Sterblichen weckte. Sie fiel aus der Zeit, da sie die Schlüssel zu Macht und Reichtum, aber auch zu den Herzen der Menschen besaß. Ein unerschütterlicher Glaube, der trotz der Wandlungen des Landes bestehen blieb, haftete ihr an. Sie verbrachte viele Jahre in ihrer prächtigen Residenz, die sie zu ihrem Witwensitz erklärt hatte. Während dieser Zeit verhalf sie der kleinen Stadt zu einem Licht, das nach ihrer Abkehr für immer erlosch.<br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Und wieder sang der Wind sein Lied, verwebte Vergangenes mit dem Kommenden, flocht Bekanntes und Unbekanntes hinzu. Wirklichkeit vermischt mit alten Sagen ließen aus der edlen Dame die mystische Gestalt der weißen Schlüsselfrau werden. Die Menschen des kleinen Städtchens Felsberg im Edertal sprechen noch heute ehrfürchtig von dieser mystischen Person, die in jeder Neujahrsnacht am Schlossberg erscheinen soll.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Wenn das alte Jahr in die Tiefen der Zeit hinabgleitet und das neue Jahr wie ein zartes Licht emporsteigt, erheben sich die Schatten des untergegangenen Schlosses, und die Schlüsselfrau ruft mit stillem Winken jene, die bereit sind, sich ihrem Schicksal zu stellen. In jener magischen Nacht, da der Schleier zwischen den Welten dünn wie Spinnweben wird, öffnet sie die Pforte zu einem Neubeginn.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Es wird gemunkelt, dass die Schlüsselfrau verzaubert und gefangen in einem ewigen Kreislauf sei. Gebunden an die Ruinen des alten Schlosses wurde sie zur Wächterin der Schwelle zwischen den Welten, dazu verdammt, solange umherzuwandeln, bis jemand den wahren Schatz, die Weisheit des Neubeginns, zu erkennen vermag.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Einst gab es einen Mann in der Stadt, den das Winken der weißen Gestalt am Berg wie ein unsichtbarer Ruf zur Burgruine lockte. Die Jahre hatten ihm viele Narben ins Herz gegraben. In jener Neujahrsnacht, während die Stadt unter einem Tuch aus glitzerndem Frost schlief, stieg er den steilen Pfad hinauf, dem stillen Winken der Schlüsselfrau folgend.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Ihre Gestalt schien im Nebel zu verschwimmen, doch ihre Präsenz wärmte sein Herz, wie es keine Flamme vermocht hätte. Im verfallenen Turm, wo die Schatten der Vergangenheit mit den Sternenlichtsplittern der Gegenwart tanzten, führte ihn die Schlüsselfrau hinab in die unterirdischen Hallen des Schlosses. Dort offenbarte sich ihm ein Anblick von unermesslicher Schönheit: goldene Schätze, die wie gefrorenes Sonnenlicht leuchteten, und eine weiße Rose, die in einem Strahlen von Reinheit erblühte, wie ein Versprechen des Neuanfangs.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">„</span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false">Wähle mit Bedacht“, sprach die Schlüsselfrau mit einer Stimme, die wie das Flüstern des Windes durch uralte Eichen klang. Der Mann, geblendet von dem Reichtum, streckte die Hand nach dem Golde aus. Doch in dem Moment, da seine Finger das glitzernde Metall berührten, zerbrach der Traum wie eine Seifenblase, und er fand sich in Dunkelheit gehüllt. Ein eisiger Hauch umklammerte ihn, und als er erwachte, lag er allein am Abhang des Schlossbergs, ohne Schatz und ohne Hoffnung.</font></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false"><br></font></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der Schrecken, den das Erlebte hinterließ, brannte sich tief in seine Seele und ließ ihn erkranken. Doch mit der Zeit keimte in ihm eine Erkenntnis: Das Gold, das Vermächtnis vergangener Taten und Zeiten, das er festzuhalten, zu besitzen trachtete, war der Ursprung seines Leids. Er beschloss, das Wenige, was ihm geblieben war, dem Leben zu schenken.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Mit seinem verbliebenen Vermögen stiftete er Land der Kirche, damit dort für die Armen neues Leben wurzeln konnte, und zog sich in die Stille zurück. </span><span class="fs16lh1-5">Die Erzählung der Alten besagt, dass er in seinem letzten Atemzug die Schlüsselfrau noch einmal erblickte. Sie lächelte, und in diesem Augenblick fand er Frieden.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Schlüsselfrau, Sinnbild für Wandel und Beständigkeit zugleich, wird mit jedem Anfang neu geboren. Sie schreitet unaufhaltsam ihren Weg, getragen von den Herzen jener, die den Mut aufbringen, den von ihr gereichten Schlüssel zu ergreifen, um Altes loszulassen und das Neue zu umarmen. Ihre Bestimmung liegt nicht in ihrer eigenen Erlösung, sondern darin, anderen zu helfen, ihren eigenen Weg zu finden und das Leben zu erneuern. So bleibt ihre Legende lebendig, wie die Ruine der Felsburg, ein stiller Zeuge der Geschichten, die die Zeit erzählt.</span><br></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><div class="imTACenter"><br></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">Für weitere Informationen, siehe auch:</span></div><div class="imTACenter"> 	 	 	 &nbsp;<div> <span class="fs16lh1-5"><span class="cf1"><span class="ff1"><a href="https://t1p.de/Schluesselfrau-Felsberg " target="_blank" class="imCssLink">https://t1p.de/Schluesselfrau-Felsberg</a></span></span></span><span class="fs16lh1-5"> </span> </div> <div><br> <br> &nbsp;</div></div></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">Audio Version:</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 05 Dec 2024 14:46:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/2021-02-12-2021-02-12-HJG00074-1-1_thumb.jpg" length="5689573" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://drgross.info/images/2020-12-13-P1030152-1.jpg" length="4334773" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://drgross.info/images/2021-02-12-2021-02-12-HJG00010-1.jpg" length="17229088" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://drgross.info/images/2021-02-12-2021-02-12-HJG00074-1-1.jpg" length="5689573" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://drgross.info/images/2021-02-12-2021-02-12-HJG00083-1.jpg" length="9084513" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://drgross.info/images/2021-02-12-HJG00011-1.jpg" length="6631258" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/Die-Schluesselfrau-zu-Felsberg.mp3" length="5796033" type="audio/mpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?die-schluesselfrau-zu-felsberg</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000024</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Vier (Fünf) Temperamente]]></title>
			<author><![CDATA[Hans Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000023"><div><span class="fs16lh1-5">Die Lehre der Temperamente geht auf die Antike zurück (Hippokrates) und beschreibt vier Grundtypen basierend auf emotionalen und verhaltensbezogenen Eigenschaften:</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b><u>1. Choleriker (willensstark, geführt, zielorientiert)<br></u></b></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b>Stärken:</b></span><span class="fs16lh1-5"> Entschlossenheit, Zielorientierung, Führungsqualitäten, Durchsetzungsvermögen. </span><span class="fs16lh1-5"><b>Ängste:</b></span><span class="fs16lh1-5"> Kontrollverlust, Scheitern, Schwäche zeigen, Angst vor Bindung und Einschränkung der Freiheit. Strebt nach Veränderung, Dynamik und Unabhängigkeit. </span><span class="fs16lh1-5"><b>Mögliche Glaubenssätze:</b></span><span class="fs16lh1-5"> „Ich bin stark und muss Verantwortung übernehmen, um für andere zu sorgen.“ | „Die Welt ist ein Ort, an dem Stärke und Durchsetzungskraft erforderlich sind, um erfolgreich zu sein.“ </span><span class="fs16lh1-5"><b>Erwartungen: </b></span><span class="fs16lh1-5">„Sei stark für uns. Übernimm Verantwortung und halte die Dinge zusammen!“ | „Beschütze uns und sorge dafür, dass alles funktioniert.“ </span><span class="fs16lh1-5"><b>Leitmotiv:</b></span><span class="fs16lh1-5"> „Du bist der Fels, der für Sicherheit und Stabilität sorgt.“</span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b>Entsprechungen:</b></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><ul><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">DISG: "D"-Typ (Dominant)</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Resilienztyp Groß: Eiche</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Angsttyp Riemann: Hysterisch</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Enneagramm-Typ: Typ 8 (Der Herausforderer)<br><br></font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Element: Feuer</li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Sternzeichen: Widder, Löwe, Schütze (Feuerzeichen)</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Planet: Mars</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Metall: Eisen</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Edelsteine: Granat, Rubin – Steine, die Energie, Mut und Leidenschaft fördern. </li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Repräsentationssystem: Kinästhetisch</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Farbe: Rot</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Laut/Vokal: „O“ (Mars)</li></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><li>Geschmack: Scharf – wie Chilischoten, symbolisiert Intensität und Wärme</li></font></span><span class="fs16lh1-5"><li>Geruch: Pfefferminze – erfrischend und belebend</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Geste: Faust nach oben – symbolisiert Stärke und Durchsetzungsvermögen</li></span><div class="fs16lh1-5"><ul></ul></div></ul><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b>Lichtseiten:</b> Entschlossen, zi</font><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">elstrebig, charismatisch und motivierend. <b>Schattenseiten:</b> Kann dominant, stur und ungeduldig sein. Neigt dazu, andere zu kontrollieren und weniger Rücksicht auf deren Bedürfnisse zu nehmen.</font></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b>Stresspol: </b></span><span class="fs16lh1-5">Wasser (Phlegmatiker) - Choleriker empfinden die Ruhe und Beständigkeit des Phlegmatikers oft als passiv und frustrierend. </span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b>Heilung/Erlösung: </b></span><span class="fs16lh1-5">Luft (Sanguiniker) und Erde (Melancholiker). Ein Choleriker kann durch die Begeisterung und Leichtigkeit des Sanguinikers Entspannung und Freude finden. Die Struktur und Nachdenklichkeit des Melancholikers können dem Choleriker helfen, tiefer zu reflektieren und seine Impulsivität zu mäßigen.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b><u>2. Sanguiniker (optimistisch, extrovertiert, gemeinschaftsorientiert)</u></b></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b>Stärken:</b></span><span class="fs16lh1-5"> Begeisterungsfähigkeit, Geselligkeit, Spontaneität, Kommunikationsfähigkeit, Kreativität. </span><span class="fs16lh1-5"><b>Ängste:</b></span><span class="fs16lh1-5"> Ablehnung, Einsamkeit, nicht gemocht werden, zu große Nähe und Verlust der Autonomie. Rückzug ins Innere, um sich vor Vereinnahmung zu schützen. </span><span class="fs16lh1-5"><b>Mögliche Glaubenssätze:</b></span><span class="fs16lh1-5"> „Ich bin lebensfroh und offen für Menschen, während ich stets nach Inspiration und meinem Platz suche.“ | „Die Welt ist ein bunter Ort voller Chancen, Abenteuer und Beziehungen.“ </span><span class="fs16lh1-5"><b>Erwartungen:</b></span><span class="fs16lh1-5"> „Bringe Freude in unser Leben. Sei unser Sonnenschein und mach es uns leicht!“ | „Sei nicht traurig, sondern immer fröhlich.“ </span><span class="fs16lh1-5"><b>Leitmotiv:</b></span><span class="fs16lh1-5"> „Du bist der Lichtblick, der alles schöner macht.“</span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b>Entsprechungen:</b></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><ul><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">DISG: "I"-Typ (Initiativ)</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Resilienztyp &nbsp;Groß: Schilfrohr</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Angsttyp Riemann: Schizoid</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Enneagramm-Typ: Typ 7 (Der Enthusiast)<br><br></font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Element: Luft</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Sternzeichen: Zwillinge, Waage, Wassermann (Luftzeichen)</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Planet: Merkur</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Metall: Quecksilber</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Edelsteine: Citrin, Karneol – Steine, die Freude, Kreativität und Energie fördern.</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Repräsentationssystem: Auditiv, Visuell</li></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><li>Farbe: Gelb – für Optimismus und Freude</li></font></span><span class="fs16lh1-5"><li>Laut/Vokal: „E“ – lebhaft und offen</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Geruch: Zitrusfrüchte – frisch und belebend</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Geschmack: Süß – wie Obst, symbolisiert Freude und Unbeschwertheit</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Geste: Offene Arme – symbolisiert Offenheit und Geselligkeit</li></span></ul><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b>Lichtseiten:</b> Optimistisch, energetisch, inspirie</font><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">rend und kontaktfreudig. <b>Schattenseiten:</b> Kann sprunghaft, oberflächlich und wenig zuverlässig sein. Neigt dazu, Verpflichtungen nicht ernst genug zu nehmen und sich schnell abzulenken.</font></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><b>Stresspol:</b></span><span class="fs16lh1-5"> Erde (Melancholiker) Sanguiniker könnten die ernsthafte und strukturierte Natur des Melancholikers als einengend und hemmend empfinden. </span><span class="fs16lh1-5"><b>Heilung/Erlösung:</b></span><span class="fs16lh1-5"> Feuer (Choleriker) und Wasser (Phlegmatiker) Die Entschlossenheit und Energie des Cholerikers können den Sanguiniker motivieren und inspirieren. Die Ruhe und Stabilität des Phlegmatikers können dem Sanguiniker helfen, sich zu erden und innere Ruhe zu finden.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b><u>3. Phlegmatiker (ruhig, ausgeglichen, gemeinschaftsorientiert)</u></b></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b>Stärken:</b></span><span class="fs16lh1-5"> Geduld, Loyalität, Friedfertigkeit, Beständigkeit. </span><span class="fs16lh1-5"><b>Ängste:</b></span><span class="fs16lh1-5"> Konflikte, Überforderung, Stress, Schwierigkeiten Anschluss zu finden. Angst vor Trennung und Alleinsein. Starkes Bedürfnis nach Gemeinschaft und Bestätigung. </span><span class="fs16lh1-5"><b>Mögliche Glaubenssätze:</b></span><span class="fs16lh1-5"> „Ich schätze Harmonie und Frieden und empfinde es als schwierig, aktiv auf Menschen zuzugehen.“ | „Die Welt ist oft hektisch und fordernd, ich suche nach Ruhe und Beständigkeit.“</span><span class="fs16lh1-5"><b> Erwartungen:</b></span><span class="fs16lh1-5"> „Mach keinen Ärger. Sei brav und halte dich im Hintergrund.“ | „Störe den Frieden nicht und sei unkompliziert.“</span><span class="fs16lh1-5"><b> Leitmotiv:</b></span><span class="fs16lh1-5"> „Du bist der Ruhepol, der Harmonie bewahrt.“</span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b>Entsprechungen:</b></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><ul data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">DISG: "S"-Typ (Stetig)</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Resilienztyp Groß: Der schiefe Baum</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Angsttyp Riemann: Depressiv</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Enneagramm-Typ: Typ 9 (Der Friedensstifter)<br><br></font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Element: Wasser</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Sternzeichen: Krebs, Skorpion, Fische (Wasserzeichen)</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Planet: Mond</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Metall: Silber (Mond)</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Edelsteine: Aquamarin, Jade</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Repräsentationssystem: Kinästhetisch</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Farbe: Blau</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Laut/Vokal: „O“ (Mond)</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Geruch: Lavendel – beruhigend und entspannend</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Geschmack: Mild – wie Kamillentee, symbolisiert Sanftheit und Beständigkeit</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Geste: Hand auf dem Herzen – symbolisiert Frieden und Verbundenheit</li></span></ul><span class="fs16lh1-5"><b>Lichtseiten:</b></span><span class="fs16lh1-5"> Geduldig, zuverlässig, friedlich und ausgeglichen. </span><span class="fs16lh1-5"><b>Schattenseiten: </b></span><span class="fs16lh1-5">Kann passiv, unentschlossen und wenig ehrgeizig sein. Neigt dazu, Konflikten aus dem Weg zu gehen und sich zurückzuziehen.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b>Stresspol:</b> Feuer (Choleriker) Phlegmatiker könnten die intensive und dominante Natur des Cholerikers als überwältigend und stressig erleben. <b>Heilung/Erlösung: </b>Luft (Sanguiniker) und Erde (Melancholiker). Die Lebensfreude und Geselligkeit des Sanguinikers können dem Phlegmatiker helfen, mehr aus sich herauszugehen und das Leben zu genießen. Die Nachdenklichkeit und Tiefe des Melancholikers können dem Phlegmatiker helfen, ihre Emotionen besser zu verstehen und zu verarbeiten.</font></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b>4. Melancholiker (nachdenklich, zielorientiert, introvertiert)</b></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><b><br>Stärken: </b></span><span class="fs16lh1-5">Detailtreue, Zuverlässigkeit, analytisches Denken, Tiefgründigkeit. </span><span class="fs16lh1-5"><b>Ängste: </b></span><span class="fs16lh1-5">Fehler machen, Kritik, Chaos. Angst vor Veränderung und Kontrollverlust. Strebt nach Sicherheit, Ordnung und Stabilität. </span><span class="fs16lh1-5"><b>Mögliche Glaubenssätze:</b></span><span class="fs16lh1-5"> „Ich muss sorgfältig und gewissenhaft handeln, um meine Ziele zu erreichen und Hindernisse zu überwinden.“ | „Die Welt ist ein komplexer Ort, der Tiefe, Genauigkeit und Vorsicht erfordert.“ </span><span class="fs16lh1-5"><b>Erwartungen:</b></span><span class="fs16lh1-5"> „Mach alles perfekt und enttäusche uns nicht.“ | „Sei gewissenhaft, halte dich an Regeln und vermeide Fehler.“ </span><span class="fs16lh1-5"><b>Leitmotiv: </b></span><span class="fs16lh1-5">„Du bist der Hüter, der Ordnung und Sicherheit schafft.“</span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b>Entsprechungen:</b></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><ul><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">DISG: "G"-Typ (Gewissenhaft)</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Resilienztyp Groß: Pusteblume</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Angsttyp Riemann: Zwanghaft</font></li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Enneagramm-Typ: Typ 4 (Der Individualist)<br><br></li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Element: Erde</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Sternzeichen: Stier, Jungfrau, Steinbock (Erdzeichen)</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Planet: Saturn</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Metall: Blei (Saturn) </li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Edelsteine: Amethyst, Onyx</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Repräsentationssystem: Visuell, Kinästhetisch</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Farbe: Grün</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Laut/Vokal: „U“ (Saturn)</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Geruch: Sandelholz – tief und erdend</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Geschmack: Herb – wie dunkle Schokolade, symbolisiert Tiefe und Komplexität</li></span><span class="fs16lh1-5"><li>Geste: Hand ans Kinn – symbolisiert Nachdenklichkeit und Analyse</li></span></ul><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b class="fs16lh1-5"><br></b></font></div></font><div><span class="fs16lh1-5"><b>Lichtseiten:</b></span><span class="fs16lh1-5"><b> </b></span><span class="fs16lh1-5">Sorgfältig, organisiert, verantwortungsbewusst und tiefgründig. </span><span class="fs16lh1-5"><b>Schattenseiten: </b></span><span class="fs16lh1-5">Kann perfektionistisch, kritisch und pessimistisch sein. Neigt dazu, sich in Details zu verlieren und Veränderungen zu widerstehen.</span></div><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b>Stresspol:</b></span><span class="fs16lh1-5"> Luft (Sanguiniker) Melancholiker könnten die sprunghafte und weniger ernste Natur des Sanguinikers als chaotisch und unzuverlässig empfinden. </span><span class="fs16lh1-5"><b>Heilung/Erlösung:</b></span><span class="fs16lh1-5"> Feuer (Choleriker) und Wasser (Phlegmatiker). Die Entschlossenheit und Durchsetzungsfähigkeit des Cholerikers können dem Melancholiker helfen, aus ihrer Komfortzone herauszutreten und aktiv zu werden. Die Ruhe und Beständigkeit des Phlegmatikers können dem Melancholiker helfen, seine Ängste zu beruhigen und innere Stabilität zu finden.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">* * *</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><div class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b>Das nicht benannte "fünfte, zentrale Temperament"</b><br><br><b><u>Das Solare Temperament (ausgeglichen, harmonisch, erleuchtet)</u></b><br><br><b>Stärken: </b>Ausgeglichenheit, Harmonie, Empathie, Weisheit. Kombiniert Entschlossenheit und Führungsqualitäten des Cholerikers, die Begeisterungsfähigkeit und Kreativität des Sanguinikers, die Geduld und Beständigkeit des Phlegmatikers sowie die Tiefgründigkeit und Sorgfalt des Melancholikers. <b>Ängste:</b> Mangel an Harmonie, Uneinigkeit, Ungerechtigkeit. Angst vor innerem und äußerem Ungleichgewicht und Disharmonie. <br><b>Mögliche Glaubenssätze:</b> „Ich strebe nach innerer und äußerer Harmonie und will anderen helfen, ihr eigenes Gleichgewicht zu finden.“ | „Die Welt ist ein Ort, an dem Ausgewogenheit und Harmonie erstrebenswert sind.“ <b>Erwartungen:</b> „Strahle und bringe Harmonie in unser Leben. Sei unser Mittelpunkt und unser Licht.“ | „Schaffe Frieden und Balance, wo immer du bist.“<b> Leitmotiv:</b> „Du bist die Sonne, die Licht, Wärme und Leben spendet und alles ins Gleichgewicht bringt.“<br><br><b>Entsprechung:</b><br><ul data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Element: Äther (das fünfte Element, oft als Quintessenz oder kosmisches Element betrachtet, das die anderen vier Elemente verbindet)</font></li><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Sternzeichen: Die Sonne steht im Zentrum und beeinflusst alle Sternzeichen, daher keine spezifische Zuordnung zu einem Zeichen</font></li><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Enneagramm: Christus-Typ (Integration der positiven Eigenschaften aller Typen)</font></li><li>Planet: Sonne</li><li>Metall: Gold (Sonne)</li><li>Edelsteine: Sonnenstein, Diamant</li><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Repräsentationssystem: Integriert alle Repräsentationssysteme</font></li><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Farbe: Gold</font></li><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Laut/Vokal: „AUM“ (Sonne)</font></li><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Geruch: Rosenblüten – duftend und harmonisch</font></li><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Geschmack: Honig – süß und nährend, symbolisiert Ausgewogenheit und Fülle</font></li><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Geste: Arme ausgebreitet – symbolisiert Erleuchtung und Harmonie</font></li></ul></font><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b>Lichtseiten: </b>Harmonisch, weise, inspirierend und ausgleichend. Schafft Balance und fördert das Wohlbefinden anderer. <b>Schattenseiten:</b> Kann sich überfordert fühlen, wenn Harmonie nicht erreicht wird. Neigt dazu, eigene Bedürfnisse zugunsten anderer zu vernachlässigen und könnte Schwierigkeiten haben, wenn die Dinge nicht im Gleichgewicht sind.<br><br>Dieser "Christus-Typ" oder das Solare Temperament symbolisiert also einen Zustand höchster Ausgeglichenheit und Erleuchtung, bei dem die positiven Aspekte aller Temperamente und Typen in perfekter Harmonie integriert sind. </font></div></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><br></div><div><span class="fs16lh1-5"><u><b>Geprägt oder angeboren?</b></u></span><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Temperamente gelten weitgehend als angeboren, da sie auf biologischen und genetischen Grundlagen beruhen. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass Temperamentstendenzen bereits in der frühen Kindheit erkennbar sind und mit biologischen Faktoren wie Gehirnstruktur, Hormonhaushalt und Neurotransmittern zusammenhängen.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><strong class="fs16lh1-5">Was spricht für angeborenes Temperament?</strong></font></div><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><strong class="fs16lh1-5"><br></strong></font></div><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Frühkindliche Beobachtungen:</strong></span><span class="fs16lh1-5"> Schon bei Neugeborenen zeigen sich deutliche Unterschiede im Verhalten, z. B. in Bezug auf Aktivitätsniveau, Reizbarkeit oder Anpassungsfähigkeit. Manche Kinder sind von Natur aus ruhiger, andere temperamentvoller.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Genetische Einflüsse:</strong></span><span class="fs16lh1-5"> Zwillingsstudien zeigen, dass Temperament zu einem erheblichen Teil genetisch veranlagt ist. </span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Biologische Grundlagen:</strong></span><span class="fs16lh1-5"> Das Temperament ist eng mit der Funktion des Nervensystems und der Gehirnchemie verbunden. Zum Beispiel:</span></div><div><ul><li><span class="fs16lh1-5">Sanguiniker: Hoher Dopaminspiegel → Geselligkeit, Optimismus.</span><br></li><li><span class="fs16lh1-5">Melancholiker: Sensibles limbisches System → Neigung zu Tiefgründigkeit und Vorsicht.<br><br></span></li></ul></div><div></div><div><span class="fs16lh1-5"><strong>Evolutionärer Nutzen:</strong></span><span class="fs16lh1-5"> Temperamentstypen könnten evolutionär bedingt sein, um einer Gemeinschaft zu dienen. Unterschiedliche Temperamente fördern das Überleben, indem sie eine Vielfalt an Verhaltensweisen entwickeln: Während extrovertierte Typen wie Sanguiniker und Choleriker Führung und Innovation vorantreiben, tragen introvertierte Typen wie Melancholiker und Phlegmatiker mit Analyse und Stabilität bei.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Umweltfaktoren und Erziehung können die Ausprägung von Temperamenten erheblich beeinflussen.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Die Erwartungen, die nahe Angehörige, z. B. Eltern, unbewusst an ein Kind mit einem bestimmten Temperament stellen, können sich in einem Leitmotiv verdichten lassen. Diese Erwartungen beruhen oft auf unbewussten Zuschreibungen oder Interpretationen des Verhaltens des Kindes, das mit seinem Temperament bestimmte Reaktionen hervorruft.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Hieraus prägen sich dann die Glaubenssätze, die einen Menschen zu dem werden lassen, der er ist. Sie beschreiben, wie jeder sich selbst und die umgebende Welt interpretiert. Die oben genannten Glaubenssätze stellen die Temperamente und ihre Sicht auf die Welt dar, indem sie Stärken und typische Denkweisen aufzeigen.</span></div><div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="fsNaNlh1-5"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">© 2024 Hans Jürgen Groß - Beratung | Coaching | Mentoring </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><div class="imTACenter"><br><span class="fs16lh1-5">Für weitere Informationen, siehe auch:</span></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">+ + +</span><span class="fs16lh1-5"> </span><span class="fs16lh1-5"><a href="https://t1p.de/Temperamente" target="_blank" class="imCssLink">https://t1p.de/Temperamente</a></span><span class="fs16lh1-5"> </span><span class="fs16lh1-5">+ + +</span></div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></font><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" size="5"></font></div><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" size="5"></font></div><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" size="5"></font></div><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" size="5"></font></div><div></div><div></div><div></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 05 Dec 2024 05:36:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/th--3-_thumb.jpg" length="112475" type="image/jpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?die-vier--fuenf--temperamente</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000023</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Vom Geheimnis der Gelassenheit, oder: Der alte Mann und sein Pferd]]></title>
			<author><![CDATA[Hans Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000022"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">Denke daran, dass etwas, was du nicht bekommst,</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">manchmal eine wunderbare Fügung des</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">Schicksals sein kann.</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">Tenzin Gyatso, 14. Dalai Lama</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" size="5"><br></font></div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="fsNaNlh1-5 imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Am Rande einer kleinen Stadt lebte einst ein alter Mann mit seinem Sohn. Der Alte war für seine Besonnenheit und innere Ruhe bekannt, eine Gelassenheit, die sich über die Jahre in ihn vertieft hatte. Er besaß ein wunderschönes Pferd, dessen glänzendes schwarzes Fell weithin Bewunderung erregte. Die Menschen in der kleinen Stadt und weit darüber hinaus sprachen über dieses bemerkenswerte Tier, dem außergewöhnliche Eigenschaften nachgesagt wurden.</span><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Eines Tages schickte der Landgraf einen Boten zu dem alten Mann, um nach dem Pferd zu fragen, da dieser es erwerben wollte. Der alte Mann hieß den Boten freundlich in seinem Heim willkommen, bot ihm Wasser und Speise an, wissend um die lange Reise, die dieser hinter sich gebracht hatte. „Bestellt eurem Herrn die Grüße seines Untertans“, sprach der Alte mit sanfter Stimme. „Und sagt ihm, dass ich mich geehrt fühle, dass er mein Pferd kaufen will. Doch das Pferd ist mein Freund, und unsere Seelen sind verbunden. Wie könnte man einen Freund verkaufen? Teilt eurem Herrn mit, dass es mir leidtut, doch niemand kann dieses Pferd erwerben.“</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der Bote nickte verständnisvoll und ritt davon. Zwei Wochen später verschwand das Pferd des alten Mannes auf unerklärliche Weise. Als die Stadtbewohner davon hörten, entsandten sie einen Abgesandten, einen Mann mit unruhigen Augen und hektischen Bewegungen. „Oh alter Mann, welch großes Unglück! Wie konntest du das Angebot des Landgrafen ablehnen? Nun hast du weder Pferd noch Geld!“, rief er. „Du Narr! Deine Sturheit wird dich noch ins Verderben stürzen!“</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der alte Mann lächelte sanft, erkannte die Angst des Mannes vor dem Kontrollverlust und sagte: „Du fürchtest die Unsicherheit, die der Verlust mit sich bringt. Doch manchmal liegt gerade in der Veränderung eine tiefere Wahrheit. Mein Freund, das Pferd, ist verschwunden, doch das bedeutet nicht zwangsläufig Unglück.“ Der Mann, voller Zorn, der seine Angst verbarg, schnaubte und riet: „Du solltest sofort alle Männer mobilisieren, um das Pferd zu suchen! Zeige Entschlossenheit und handle, bevor es zu spät ist!“ Der alte Mann bedankte sich freundlich, blieb bei seiner Gelassenheit.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Weitere zwei Wochen vergingen, als das Pferd des alten Mannes zurückkehrte, gefolgt von dreißig prächtigen Wildpferden, die sich wie freie Geister in seinem Gehöft niederließen. Er ließ im ganzen Land verkünden, ob jemand Anspruch auf die Pferde erhebe. Da sich nach zwei Monaten niemand meldete, erklärte er sie zu seinem Eigentum. Als die Stadtbewohner von dem ungewöhnlichen Reichtum hörten, entsandten sie eine Abgesandte, eine Frau mit sorgenvollen Augen und einem zurückgezogenen Wesen. Sie sollte den Alten mahnen, nicht übermütig zu werden. „Oh alter Mann, welch ein Glück ist dir widerfahren!“, flüsterte sie. „Doch Glück kann ebenso vergänglich sein wie Unglück.“</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der Alte nickte, erkannte die Angst der Frau vor der Veränderung, und sagte: „Du siehst das Zerbrechliche in allem und fürchtest den Verlust des Gewohnten. Doch im ständigen Wandel der Dinge liegt auch die Chance für Neues. Mein Freund, das Pferd, ist zurückgekehrt, und doch bleibt das Leben in seiner Essenz unverändert.“ Die Frau, gefangen in ihrer Angst vor dem Unbekannten, seufzte und riet: „Du solltest die Wildpferde sofort verkaufen und das Geld sicher verwahren. So schützt du dich vor künftigen Verlusten.“ Der alte Mann lächelte und bedankte sich freundlich, blieb in seiner Gelassenheit.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">In den folgenden Wochen zähmte der Sohn des alten Mannes die Pferde. Eines schönen Morgens wurde der junge Mann von einem der Wildpferde abgeworfen und gegen die Wand der Scheune geschleudert. Dabei brach er sich beide Beine. Wieder entsandten die Stadtbewohner eine Abgesandte, eine sprachlich gewandte Frau, die stets Optimismus und Fröhlichkeit versprühte. „Oh alter Mann, es ist ein großes Unglück, das dir und deinem Sohn widerfahren ist!“, rief sie. „Nun siehst du, wie schnell sich das Schicksal wenden kann.“</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der Alte lächelte weise, erkannte die Angst seiner Besucherin vor Ablehnung und Einsamkeit, und sagte: „Du suchst stets das Licht, die Gesellschaft, die Leichtigkeit und das Dunkle und Einsame ängstigt dich. Doch das Leben ist mehr als Freude und Gemeinschaft, es ist auch die Stille, aus der alles entsteht. Mein Sohn ist vom Pferd gefallen und hat sich die Beine gebrochen, doch auch dies ist Teil des großen Ganzen.“ Die Frau, die ihre Angst vor Ablehnung und Einsamkeit stets hinter einem fröhlichen Lächeln verbarg, schüttelte den Kopf und riet: „Du solltest Freunde einladen und eine Feier veranstalten, um deinen Sohn aufzumuntern und die düsteren Gedanken zu vertreiben.“ Der alte Mann bedankte sich freundlich, blieb jedoch bei seiner Gelassenheit.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Dann brach ein Krieg über das Land herein. Der Landgraf rekrutierte alle jungen Männer für seine Armee. Als die Stadtbewohner erfuhren, dass wohl die meisten ihrer Söhne nicht wiederkehren würden, entsandten sie einen letzten Abgesandten, einen stillen, nachdenklichen Mann. „Oh alter Mann, du hattest recht. Es war kein Unglück, das deinem Sohn widerfahren ist. Es war ein großes Glück. Denn obwohl Dein Sohn nun nicht mehr richtig laufen kann, lebt er, während unsere Söhne im Kriege gefallen sind oder schweren Schaden genommen haben.“</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der alte Mann nickte, erkannte die Angst seines Besuchers vor Veränderung und Verlust von Sicherheit, und sagte: „Es ist entsetzlich, was euch und euren Söhnen geschehen ist. Ihr habt mein volles Mitgefühl. Du aber suchst die Beständigkeit und fürchtest das Auf und Ab des Lebens. Doch das Leben ist wie die Gezeiten des Meeres, ein ständiges Wechselspiel von Leid und Freude. Wir kennen nicht die ganze Geschichte, können nicht das große Ganze verstehen.“ Der Besucher, in seiner Ruhe und Bedächtigkeit, riet: „Du solltest Pläne für die Zukunft schmieden und Sicherheitsvorkehrungen treffen, um gegen kommende Unsicherheiten gewappnet zu sein.“ Der alte Mann lächelte, bedankte sich freundlich und blieb in seiner Gelassenheit.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Und so verharrte der alte Mann in seiner Weisheit, inneren Ruhe und Gelassenheit, unbeeinflusst von den Launen des Schicksals und den Ängsten der Menschen um ihn herum. Er wusste, dass das Leben im Fluss war, im ständigen Wechselspiel der sich entgegenstehenden Pole, das nur durch Einsicht und innere Ruhe überwunden werden konnte. Seine Worte hallten wider, wie ein leises Mantra: „Wir kennen nicht die ganze Geschichte.“</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">© 2024 - Hans Jürgen Groß</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><br></div><div class="imTACenter"><br></div><div class="imTACenter"><br></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">Für weitere Informationen, siehe auch:</span><br><div><span class="fs16lh1-5">+ + + <font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><a href="https://t1p.de/Temperamente" target="_blank" class="imCssLink">https://t1p.de/Temperamente</a></font> + + +</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Audio Version:</span></div></div><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="fsNaNlh1-5 imTAJustify"><br></div></font></div><a href="https://youtu.be/RPOTn6LXoyM">https://youtu.be/RPOTn6LXoyM</a>]]></description>
			<pubDate>Thu, 05 Dec 2024 05:16:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/AI_Extend_20241128_190226_1-1_thumb.jpg" length="5041861" type="image/jpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?vom-geheimnis-der-gelassenheit,-oder--der-alte-mann-und-sein-pferd</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000022</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Vererbte Schatten - aus der Biografiearbeit]]></title>
			<author><![CDATA[Hans Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000021"><div class="imTAJustify"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">Der HERR ist geduldig und von großer Barmherzigkeit</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">und vergibt Missetat und Übertretung,</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">aber er lässt niemand ungestraft,</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">sondern sucht heim die Missetat der Väter</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied.</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">(Lutherbibel 4.Mose 14,18)</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b class="fs16lh1-5">meinen Eltern Elisabeth und Edgar Groß gewidmet</b></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b class="fs16lh1-5"><br></b></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b class="fs16lh1-5"><br></b></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b class="fs16lh1-5">ERIKA - 1944</b></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Ich heiße Erika und bin sechs Jahre alt. Manchmal stehe ich am Fenster und schaue hinaus. Die Straßen tanzen nicht mehr, und die Wolken scheinen schwer. Früher war alles anders. Ich erinnere mich an Vaters Stimme, die mir Mut machte. „Du bist mein kleiner Stern“, hat er immer gesagt. Wenn er mich hochhob, dachte ich, ich könnte den Himmel berühr</font><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">en.</font></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Doch dann kam der Tag, an dem alles still und laut zugleich wurde. Die Erwachsenen flüsterten, und Vater packte seinen Koffer. „Sei tapfer“, sagte er, aber seine Hände zitterten. Ich wollte ihn fragen, warum er gehen musste, aber ich wusste, dass er traurig war. Danach war unsere Wohnung anders. Es fühlte sich an, als hätte jemand das Licht ausgeschaltet.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Die Welt veränderte sich. Wir mussten die Fenster verdunkeln. „Damit sie uns nicht finden“, erklärte Mutter. Ich mochte die Dunkelheit nicht – sie machte die Schatten größer und unheimlicher. Und dann gab es die Sirenen. Sie klangen wie Schreie, die die ganze Welt zusammenzucken ließen. Mutter hielt meine Hand fest, und wir rannten dorthin, wo die Menschen in Kellern oder Bunkern Schutz suchten. Es roch nach Erde und Angst. Keiner sprach, aber in allen Augen lagen Schreie, die niemand hören durfte. Ich wusste nicht genau, was geschah, nur, dass ich ganz still sein musste – vielleicht, damit die bösen Männer uns nicht hörten.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Manchmal leuchteten am Himmel Lichter, die sie „Christbäume“ nannten. Sie sahen schön aus, wie Sternschnuppen, fühlten sich aber falsch an. Mutter hielt mich dann ganz fest, als könnten diese Lichter uns holen. „Schau nicht hin“, flüsterte sie. Doch ich konnte nicht wegsehen. Ich wollte verstehen, was sie bedeuteten. Aber ich verstand es nicht.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Eines Tages kam Vater zurück. Mein Herz hüpfte vor Freude wie ein kleiner Vogel. Doch als er durch die Tür trat, schien es, als wäre er nicht wirklich da. Er sah mich nicht richtig an, und sein Lächeln wirkte wie ein Schatten. Ich brachte ihm meine Bilder, aber er betrachtete sie, als könnte er sie nicht erkennen. Ich fragte mich, ob ich etwas falsch gemacht hatte. Warum war es so anders? War ich nicht mehr sein kleiner Stern?</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Dann kam der Morgen, der alles veränderte. Ein Mann brachte die Nachricht, die wie ein Stein in unser Leben fiel: „Gefallen.“ Mutter brach zusammen. Sie fiel zu Boden, und ihre Tränen flossen wie ein Fluss, den nichts stoppen konnte. „Was bedeutet das?“, fragte ich, aber niemand antwortete mir. Gefallen – wohin? Warum hebt ihn niemand wieder auf? Vielleicht, dachte ich, hatte ich nicht stark genug gebetet, als ich abends mit geschlossenen Augen zu Gott sprach. Vielleicht hatte ich den Zauber falsch gemacht.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Mutter weinte tagelang, und ich wusste nicht, wie ich sie trösten sollte. Ich wollte sie umarmen, wollte stark sein, aber meine Arme fühlten sich so klein an. Es war, als wäre ich unsichtbar. Der Schmerz in unserer Wohnung war so groß, dass ich mich fragte, ob er meine Schuld war. Vielleicht war ich nicht brav genug gewesen. Vielleicht hätte ich mehr helfen müssen. Ich war einfach zu klein und zu schwach, um die Dinge richtigzumachen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Seitdem denke ich oft nach, wenn ich alleine bin. Ich glaube, dass die Welt gefährlich ist, dass sie plötzlich alles nehmen kann, was man liebt. Ich glaube, dass ich immer wachsam sein muss, dass ich niemandem zu sehr vertrauen darf. Und ich glaube, dass ich nicht genug bin – nicht stark genug, nicht groß genug, um etwas zu ändern.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Aber manchmal, nur manchmal, wenn der Wind die Vorhänge streift und die Dunkelheit ein wenig weicher wird, träume ich von einer anderen Welt. Eine Welt, in der Väter nicht verschwinden, in der Mütter wieder lachen. Eine Welt, in der ich keine Angst haben muss. In diesen Träumen fühle ich mich leicht, wie ein Vogel, der fliegen will. Doch wenn ich die Augen öffne, bleibt nur die Dunkelheit. </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b class="fs16lh1-5">UWE - 1969</b></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Mein Name ist Uwe, und ich bin sechs Jahre alt. Glaube ich. Manchmal komme ich mir älter vor, viel älter. So alt wie die Bäume draußen, die Mutti immer meidet, wenn der Wind weht. Sie sagt, sie könnten brechen und auf uns fallen. Dann hält sie mich fest, so fest, dass es wehtut. Ihre Arme zittern, ihr Atem geht schnell, und ich weiß, dass ich für sie da sein muss. Es ist meine Aufgabe, sie zu beruhigen, wenn sie Angst hat. Und sie hat oft Angst – besonders, wenn es blitzt und donnert oder irgendwo eine Sirene geht.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Ich weiß nicht genau, warum sie so oft Angst hat. Manchmal sitzt sie am Tisch und starrt ins Leere, als ob dort etwas wäre, das ich nicht sehen kann. Ich will sie trösten, aber meine Worte scheinen nicht zu helfen. Also nehme ich ihre Hand. Dann lächelt sie kurz, aber ihr Lächeln fühlt sich schwer an, als ob es zu groß für sie wäre.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Wenn ein Flugzeug vorbeifliegt, hört sie es zuerst, lange bevor ich es bemerke. Einmal, als wir spazieren waren und ein Flugzeug sich uns näherte, packte sie mich, warf mich in den nächsten Graben und legte sich schützend über mich, als würde der Himmel gleich auf uns stürzen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">„Pass auf!“, ruft sie oft. Aber ich weiß nicht, wovor. Sie sagt, ich muss immer vorsichtig sein. Denn die Welt, meint sie, ist gefährlich – auch wenn sie manchmal nicht so aussieht.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Manchmal spiele ich draußen im Garten, wenn sie es mir erlaubt. Aber oft endet mein Spiel dann ganz schnell. Ich baue einen Turm aus Steinen oder renne den Schmetterlingen hinterher, und plötzlich ruft ihre Stimme, laut und voller Angst: „Hör auf! Komm her!“ Ich laufe dann zu ihr, mein Herz schlägt schnell, und ich frage mich, was ich falsch gemacht habe. Aber ich darf sie nicht enttäuschen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Vati ist meistens an der Arbeit. Er arbeitet in Schichten. Wenn er zu Hause ist, muss ich leise sein, weil er schläft.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">In den Kindergarten darf ich nicht. Mutti sagt, die anderen Kinder könnten gemein sein, oder ich könnte krank werden. Ich soll bei ihr bleiben, damit sie nicht alleine ist. „Wir brauchen uns doch“, sagt sie oft, und ich nicke. Aber manchmal fühle ich mich seltsam, wenn ich andere Kinder draußen spielen und zusammen lachen sehe. Ich möchte mitspielen, aber ich kann es ihr nicht sagen. Es würde sie traurig machen – und das darf ich nicht.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Ich habe oft Bauchweh, besonders, wenn ich essen muss. Mutti sagt, ich solle nur das essen, was sie mir gibt, denn alles andere könnte gefährlich sein. Ich denke an Schneewittchen und weiß, dass sie recht hat. </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false">„Du kommst bald in die Schule, dann beginnt der Ernst des Lebens“, sagt Mutti. Alle Kinder gehen irgendwann in die Schule. Aber wenn ich daran denke, wird mir ganz flau im Bauch, und mein Hals fühlt sich eng an. Was, wenn die anderen Kinder mich ärgern? Oder was, wenn ich etwas falsch mache? Mutti sagt oft: „Die Welt da draußen ist ungerecht zu uns. Du musst vorsichtig sein.“ </font></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false">Mit uns meint sie sich und mich. </font></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false">Ich weiß nicht genau, was sie damit meint. Aber ich weiß, dass die Schule Teil dieser Welt ist – und das macht mir Angst. </font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Mutti erzählt mir Geschichten, in denen Gefahren lauern. Fremde Menschen könnten böse, und Essen und Süßigkeiten vergiftet sein. Sie sagt, es gibt Kindermörder, die kleine Jungen fangen. Sie weiß, wie die Welt ist, und sie versucht, mich zu schützen. Ich muss &nbsp;immer aufpassen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Ich weiß, wie ich sie glücklich mache – meistens jedenfalls. Wenn sie lächelt, fühle ich mich, als hätte ich etwas richtig gemacht. Aber wenn sie traurig oder wütend ist, wird alles schwer, und ich weiß nicht, wie ich es besser machen soll. Wenn sie sagt: „Komm wieder, wenn du lieb bist“, und dann schweigt, denke ich, dass ich böse bin. Ausgesetzt und verloren, so wie Hänsel und Gretel. </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Ich habe gelernt, dass die Welt gefährlich ist. Man darf ihr nicht trauen. Alles Unbekannte, Fremde könnte schlecht sein, könnte mich verletzen. Ich fühle mich oft unsicher und gleichzeitig schuldig, als hätte ich etwas Dummes getan. Ich bin dafür verantwortlich, dass nichts Schlimmes passiert – das hat sie mir oft gesagt. Und ich glaube, es stimmt.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b class="fs16lh1-5">SVENJA - 2000</b></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Gestern bin ich sechs Jahre alt geworden. Mein Name ist Svenja. Manchmal sehe ich Papa an und frage mich, warum er so oft traurig aussieht, auch wenn er nicht weint. Er sagt nicht viel, aber ich merke, dass ich ihn nicht stören darf, wenn seine Stirn diese Falten macht. Dann sitzt er am Tisch und schaut vor sich hin, und ich bleibe ganz leise. Ich glaube, er denkt dann viel nach, vielleicht über Oma und sich. Papa redet selten von ihr, aber wenn er es tut, wird seine Stimme laut. Ich weiß nicht, warum.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"> </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Ich wohne nur bei Papa. Meine Mama ist nicht hier. Bevor sie gegangen ist, hat sie gesagt, ich solle bei ihm bleiben. Manchmal frage ich mich, ob ich etwas falsch gemacht habe, dass sie nicht mehr da ist. Ich vermisse sie, aber ich traue mich nicht, das Papa zu sagen. Ich will nicht, dass er noch trauriger wird.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Papa sagt oft: „Du musst lernen, stark zu sein.“ Ich weiß nicht genau, was das bedeutet, aber ich versuche es. Wenn ich weine, sagt er: „Hör auf, das bringt nichts.“ Dann sehe ich, dass meine Tränen ihm wehtun, und ich schlucke sie runter. Ich tue so, als ob alles in Ordnung wäre. Es ist schwer, aber ich will Papa nicht enttäuschen. Er hat so viele Sorgen, und ich glaube, ich muss ihm helfen. Das ist wohl meine Aufgabe.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Wenn Oma uns besucht, fühlt sich alles anders an. Sie umarmt mich so fest, dass es fast wehtut, und ihre Augen sehen aus, als ob sie etwas sucht, das fehlt. „Mein kleiner Sonnenschein“ nennt sie mich &nbsp;und dass ich etwas ganz Besonderes sei. Sie lobt meine Bilder, auch wenn ich finde, dass sie nicht gut geworden sind.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Oma sagt oft, ich solle vorsichtig sein, weil die Welt gefährlich ist. Und ich solle Papa keinen Ärger machen. „Er hat genug durchgemacht“, meint sie. Ich frage mich, was genau sie damit meint. Es klingt wichtig, aber ich verstehe es nicht richtig.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Neulich haben mich die Kinder im Kindergarten geärgert. Als ich es Papa erzählte, hat er mich in den Arm genommen und gesagt, dass er früher auch geärgert wurde. Das hat mir ein wenig geholfen. Aber als Oma davon erfuhr, schimpfte sie mit Papa. „Erzähl keine Lügen. Du hattest doch viele Freunde, alle mochten dich.“ Ich weiß nicht, warum sie das sagt, aber ich glaube, das hat Papa wütend gemacht. Er hat nichts gesagt, aber ich konnte es spüren.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Ich verstehe nicht, warum Papa und Oma sich manchmal nicht vertragen. Vielleicht liegt es an mir. Vielleicht mache ich etwas falsch. Wenn sie laut werden, verkrieche ich mich in eine Ecke und mache mich ganz klein. Ich schließe die Augen und stelle mir vor, ich wäre unsichtbar. Vielleicht würden sie sich besser verstehen, wenn ich nicht da wäre.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Ich liebe Papa und Oma, aber ich habe das Gefühl, ich müsste perfekt sein, damit sie glücklich sind. Immer alles richtig machen. Ich weiß nicht, ob ich das kann. Aber ich muss es versuchen, weil ich sie nicht enttäuschen will. Ich will, dass sie mich lieb haben.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Abends im Bett, wenn ich alleine bin, träume ich von einem Ort, an dem ich einfach spielen kann. Einen Ort, an dem ich nicht immer aufpassen muss. Wo die Welt nicht gefährlich ist und ich keine Angst haben muss, etwas falsch zu machen. Aber diesen Platz finde ich nicht.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><font data-keep-original-tag="false"><span class="fs16lh1-5"><br></span><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><b>Nachtrag – Gegenwart:</b></span><span class="fs16lh1-5"> Svenja erwartet im Frühjahr des kommenden Jahres ihr erstes Kind. Es wird ein Junge sein. Wie wird er wohl seine Welt erleben? Was wird er über sich und die Erwartungen, die an ihn gestellt werden, glauben? Wird die Saat des alten Krieges verdorrt sein und keine neuen Blüten mehr hervorbringen? </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Welche Schatten unserer Taten werfen wir auf unsere Kinder und Enkelkinder?</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTALeft"><span class="fs16lh1-5">© 2024 - Hans Jürgen Groß</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTALeft fs12lh1-5"><br></div></font></div><div class="imTACenter"><br></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">Für weitere Informationen, siehe auch: <br><span class="imTACenter">+ + +</span><span class="imTACenter"> </span><span><a href="https://t1p.de/vererbte-schatten" target="_blank" class="imCssLink"><span class="imTACenter">https://t1p.de/vererbte-schatten</span><span class="imTACenter"> </span></a></span><span class="imTACenter">+ + +</span></span></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5"><span class="imTACenter"><br></span></span></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5"><span class="imTACenter">Audio Version:</span></span></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5"><span class="imTACenter"><br></span></span></div></div><a href="https://youtu.be/VWVCebGXwxk">https://youtu.be/VWVCebGXwxk</a>]]></description>
			<pubDate>Mon, 25 Nov 2024 07:03:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/Desktop_thumb.jpg" length="3993061" type="image/jpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?vererbte-schatten---aus-der-biografiearbeit</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000021</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die langen Schatten der Mordbuche - eine Geschichte aus dem Melsunger Land]]></title>
			<author><![CDATA[Hans Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000020"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fsNaNlh1-5 ff1"> "Die Geschichte ist voll von Beweisen dafür,</span><br><span class="fsNaNlh1-5 ff1">dass eine Kraft, die sich selbst durch Leid erneuert,</span><br><span class="fsNaNlh1-5 ff1">eine Macht ist, die dem Hass standhalten kann."</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fsNaNlh1-5 ff1">Mahatma Gandhi</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Sonne senkte sich sanft dem Westen zu. Ein sonniger Frühlingstag lag hinter ihnen. Der Marsch von Kassel entlang der Fulda nach Melsungen war leicht gewesen. Direkt an der alten steinernen Brücke in Melsungen lag einladend das Gasthaus „Zur Traube“. Hier kehrte die kleine Reisegesellschaft zur Rast ein. Das knisternde Feuer im Kamin warf flackernde Schatten an die Wände, und der Geruch von gebratenem Fleisch mischte sich mit dem Duft des frisch gebrauten Bieres. In der warmen Stube versammelten sich Reisende und Einheimische, die von ihren Abenteuern berichteten, während das Klirren von Gläsern den Raum erfüllte.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Valentin Hau, der Leinenhändler, saß mit seinen beiden Begleitern an einem Tisch in der Ecke. Mit einem Lächeln auf den Lippen lauschte er scheinbar den Geschichten der anderen. In Gedanken war er bereits bei seiner jungen Frau in der Rhön und dem Kind, das sie unter ihrem Herzen trug.<br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Seine Gedanken kreisten um die letzten Tage: "Stoffe für die Uniformen brauchten sie alle – egal, welche Fahne über dem Land weht." Das hatten die letzten Tage ihm gezeigt. Sein Geldbeutel, den nun alle als Hinterlassenschaft der verjagten Herrscher Portemonnaie nannten, war prall gefüllt. In seiner Tasche steckte eine goldene Uhr, die er sich am gestrigen Tag in Kassel gekauft hatte. Es ist gut, dass der Krieg jetzt ein Ende hat, so dachte er. Doch immer noch war viel fremdes Volk unterwegs: Franzosen, Italiener, Söldner der alten westphälischen Armee von Napoleons Bruder Jérôme. Aber auch Russen und Preußen, die das Land befreit und die alte Herrschaft wiederhergestellt hatten.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Valentin wusste, dass es klüger war, in Gesellschaft zu reisen als allein – vor allem jetzt, da er eine beträchtliche Summe Geld bei sich trug. Es schien ihm auch nur recht, dass er sich den beiden jungen Männern angeschlossen hatte, die er am Abend zuvor in einem Wirtshaus in Kassel getroffen hatte. Sie hatten behauptet, denselben Weg vor sich zu haben wie er. Der Weg bis in die Rhön war lang und beschwerlich, und ihm standen noch einige Tage Reise bevor. In dieser Zeit würde etwas Gesellschaft sicherlich willkommen sein. Er hoffte, dass sie zügig vorankommen würden und stellte sich vor, wie er daheim seinem Vater von seinen Erfolgen berichten würde.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Doch auch seine beiden Begleiter schienen es eilig zu haben. Sie schlugen vor, die Nacht nicht, wie ursprünglich geplant, in Melsungen zu verbringen, sondern den Abend und die heraufziehende Dämmerung zu nutzen, um weiter bis nach Malsfeld zu gehen. Die Sonne der Nacht, die etwa eine Woche nach dem vollen Mond stand, versprach den Wanderern genügend silbernes Licht am wolkenlosen Himmel. Ohne Argwohn stimmte Valentin dem Vorschlag zu.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">In der warmen Stube des Gasthauses „Zur Traube“ schwang das Pendel des Schicksals in einem weit ausholenden Bogen und lenkte den Lauf der Ereignisse in eine neue, unvorhersehbare Richtung. – Ein letztes Bier, dann brachen sie auf.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">In wortloser Stille schritten sie Seite an Seite in die Dämmerung hinein, dem dunklen Wald entgegen. „Ein Leben für unser Überleben …“, flüsterte einer der Männer dem anderen zu, leise genug, dass Valentin die Worte nicht vernehmen konnte.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Seit ihrem Aufbruch aus dem Gasthaus schien sich die Stimmung der Weggefährten verändert zu haben. Die Leichtigkeit des Tages war verloren. Die Gedanken seiner Begleiter schienen weit entfernt, gefangen in Erinnerungen, die nur ihnen gehörten. In ihren Augen spiegelten sich die Schatten vergangener Schlachten und der Verlust gefallener Brüder wider. Um die Stille zu durchbrechen, fragte Valentin: „Was treibt euch in diese Gegend?“</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">„Wir suchen nach einem neuen Anfang“, murmelte einer, seine Stimme kaum mehr als ein Hauch im Wind. „Nach all dem Schmerz … ist es schwer, den Sinn des Lebens wiederzufinden.“</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Valentin spürte eine düstere Tiefe in den Seelen der Männer, eine Schwärze, die er nicht durchdringen konnte. „Wir alle haben in den letzten Jahren viel erlitten“, begann er zögernd, „aber die Hoffnung bleibt. Manchmal führt uns das Schicksal auf ungeahnte Pfade."</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Ein Blick wechselte zwischen den beiden Männern, und Valentin sah den inneren Kampf in ihren Gesichtern aufflammen. „Hoffnung?“, wiederholte einer von ihnen, bitter und spöttisch. „Hoffnung ist etwas, das wir uns nicht leisten können. Manchmal ist ein Menschenleben nicht mehr wert als der Preis eines leeren Magens.“</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Ein kalter Schauer durchlief Valentin. Welche Verzweiflung hielt diese Männer umschlungen? Ihre Herzen schienen erkaltet, ausgefüllt mit dem hallenden Schmerz des Krieges.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">„Was weißt du schon von Not?“, zischte einer, seine Stimme schneidend wie die scharfe Klinge an seiner Seite. „Wir haben Blut vergossen, nur um zu überleben. Wenn das Messer erst gezogen ist, zählt ein Leben nichts mehr.“</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Worte durchbohrten Valentins Seele und ließen ihn frösteln. Er war ein Kaufmann, ein Mann des Wortes und der Intuition. Stets auf der Suche nach einem lohnenden Geschäft schien er zu ahnen, was seine Kunden suchten und benötigten. Doch in diesem Moment fühlte es sich an, als hätte das Schicksal das Kommende bereits in Stein gemeißelt. Ein Impuls drängte ihn zur Flucht, fort von hier, aber eine unsichtbare Macht hielt ihn an Ort und Stelle.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Das Urteil war gesprochen. Die Ereignisse würden ihren Lauf nehmen, und der Gedanke an eine Alternative, an eine letzte Hoffnung, war nicht mehr von Bedeutung. Die Seelen der Männer waren verhärtet, vernarbt und verloren. Sie würden ihren Weg bis zum bitteren Ende gehen. – Er hatte sich in ihnen getäuscht.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Sein Herz schlug rasend, während die Schatten der Vergangenheit sich enger um ihn legten. Der Wind pfiff durch die kahlen Äste der alten Buche am Wildsberg, nahe Beiseförth, als Valentin Hau der tödliche Schlag traf. Es war Mittwoch, der 3. Mai 1815.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der Frühling, der mit goldenen Blüten und sanftem Sonnenlicht begonnen hatte, wich dem Sommer, dessen Tage schwer und träge auf dem Land lagen. Die Felder wogten im Wind, doch für manche Herzen brachte die Wärme keinen Trost. In einem Haus in der Rhön wurde ein Kind geboren. Doch das Neugeborene empfing nicht die zärtlichen Hände seines Vaters, und das Lächeln der jungen Mutter trug den Schatten einer Trauer, die die Sonne nicht erreichen konnte. Der Sommer verglühte und machte Platz für den Herbst. Das Land färbte sich golden und rot, und in einem kalten Kerker hallten die Schreie eines Mannes wider, dessen Schuld nur in den Köpfen der Folterknechte bestand. Er kämpfte wie ein Baum im Sturm, doch unter den letzten Schlägen brach sein Wille.<br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">In seiner Not, vom Schmerz zerfressen, nannte er die Namen zweier Männer, die nichts von seinem Leid wussten. Die Worte flossen wie ein eisiger Wind über seine Lippen, getragen von der Hoffnung, die Qual zu beenden. Und so sanken auch ihre Schicksale in die Kälte des kommenden Winters, während draußen das Laub fiel und die Welt stiller wurde.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Und wieder begann das Pendel des Schicksals, seine Richtung zu ändern.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die wahren Mörder glaubten, mit ihrer Tat davongekommen zu sein. Doch ihre Beute brachte ihnen kein Glück. Ein Jahr nach der Tat kehrte einer der beiden in das Gasthaus in Kassel zurück, in dem er Valentin kennengelernt hatte. Er trug immer noch die Uhr des Ermordeten bei sich. Die Wirtin, eine scharfsinnige Frau, die von Valentins tragischem Tod gehört hatte, erkannte die Uhr wieder und alarmierte die Behörden. Der Mörder wurde gefasst, und sein Komplize bald darauf ebenfalls.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die drei Unschuldigen, die derweil in einem Kasseler Gefängnis auf die Todesstrafe warteten, erhielten ihre Freiheit zurück. Doch die seelischen Wunden jener Zeit heilten nicht; sie hinterließen ein unsichtbares Erbe, das schwer auf den Seelen ihrer Kinder und Kindeskinder lastete. Es war die Last, die sie mit der Familie des ermordeten Leinenhändlers verband, wie ein leiser, nicht enden wollender Fluch.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Bei der Nachstellung des Verbrechens am Wildsberg gelang einem der beiden Mörder die Flucht. Er verschwand spurlos in der Dunkelheit des Waldes und wurde nie wieder gesehen. Manche erzählen, dass der Wald ihn verschluckt hat und sein Geist nun rastlos neben dem von Valentin umherirrt. Der andere Mörder wurde jedoch zum Tode verurteilt und kurz darauf durch das Schwert hingerichtet.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der Baum, unter dem Valentin den Tod fand, wurde fortan als die "Mordbuche" bekannt. Doch sein Geist fand keine Ruhe. Wanderer berichteten von einem eisigen Schauer, der sie überkam, wenn sie die Buche passierten, und von einer Gestalt, die im Mondlicht unter den Ästen sichtbar wurde.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Selbst 200 Jahre nach der grausamen Tat lebt die Legende der Mordbuche weiter. Sie erinnert an die Grausamkeit des Verbrechens, an die Schrecken und die langen Schatten des Krieges, an Ungerechtigkeit und die unvorhersehbare Macht des Schicksals. Sie mahnt zur Vorsicht und Achtsamkeit im Leben. In den Nächten um Allerheiligen, dem alten Fest der Ahnen, das manche auch Samhain oder Halloween nennen, wenn die Geister der Verstorbenen wandeln, sollte man die Mordbuche meiden. Denn dann mag es sein, dass man verzweifelte Stimmen im Wind hört, die das Wort „Hoffnung“ flüstern. Und wer mit offenem Ohr lauscht, kann vielleicht das leise Echo eines Henkerschlags in der Dunkelheit des Waldes vernehmen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Manchmal sind die Geister der Vergangenheit näher, als wir denken, und die Taten der Lebenden werfen lange, düstere Schatten in die Zukunft. Jede Begegnung birgt die Gefahr einer Fehleinschätzung. Man weiß nie, ob sich hinter einem freundlichen Lächeln ein Unheil verbirgt oder hinter einer düsteren Miene ein verborgener Schmerz. Entscheidungen werden in der Ungewissheit getroffen, und manchmal führen sie uns auf Pfade, deren Ausgang sich uns erst später enthüllt – oft, wenn es bereits zu spät ist.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Und so schwingt das Pendel des Schicksals weiter, zeichnet seine Bahnen, als wolle es eine endlose Lemniskate in den Raum schreiben.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><div class="imTAJustify fs16lh1-5"><span class="fsNaNlh1-5 ff1">© 2024 - Hans Jürgen Groß</span></div><div class="imTAJustify fs16lh1-5"><span class="fsNaNlh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">Für weitere Informationen, siehe auch</span></div><span class="fs16lh1-5"><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter"> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;+ + +</span></span><span class="fs16lh1-5"><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter"> </span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter"><a href="https://t1p.de/mordbuche" target="_blank" class="imCssLink">https://t1p.de/mordbuche</a></span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter"> </span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter">+ + +</span></span></div></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">Audio Version: </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 31 Oct 2024 14:55:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/2020-12-06-P1030029-1_thumb.jpg" length="4994206" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/Mordbuche.mp3" length="15355013" type="audio/mpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?die-langen-schatten-der-mordbuche---eine-geschichte-aus-dem-melsunger-land</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000020</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wie die Melsunger zu dem Namen Bartenwetzer kamen]]></title>
			<author><![CDATA[Hans Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000001F"><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b><span class="fs18lh1-5 ff1"><br></span></b></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">„Im Anfang war das Wort,</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">und das Wort war bei Gott,</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">und das Wort war Gott."</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">(Johannes 1:1)</div><div><br></div><div><br></div><div class="imTACenter"><img class="image-0" src="https://drgross.info/images/Export2.jpg"  width="240" height="360" /><br></div></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b><span class="fs18lh1-5 ff1"><br></span></b></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b><span class="fs18lh1-5 ff1">Ein Märchen über die Macht der Worte.</span></b></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs18lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs18lh1-5 ff1">In jenen Tagen, da das Wünschen noch half, wie die Brüder Grimm zu berichten wussten, lag an einem Knotenpunkt mächtiger Handelswege eine blühende Stadt namens Melsungen. Händler aus fernen Ländern zogen mit ihren Waren über die mittelalterlichen Pfade und bescherten der Stadt Wohlstand und Leben. </span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs18lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs18lh1-5 ff1">Doch wie der Mond seine Phasen wechselt, so wendet auch das Schicksal oft sein Antlitz, und die Stadt musste schmerzvolle Prüfungen erdulden. Ein verheerender Brand hatte das stolze Rathaus und viele der kunstvollen Fachwerkhäuser vernichtet. Auch die alte steinerne Brücke über die rauschende Fulda, die das Herz der Stadt mit den umliegenden Wäldern verband, war von Hochwasser und treibenden Eismassen zerstört worden. Ein einfacher Fährdienst ersetzte die Brücke, doch dieser konnte den Handel und das tägliche Leben der Bürger nur mühsam aufrechterhalten.</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs18lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs18lh1-5 ff1">Die Melsunger jedoch waren zähe und unbeugsame Menschen. Sie bauten ihre Stadt wieder auf, und unter der gütigen Herrschaft des jungen Landgrafen, der ihnen wohlgesonnen war, errichteten sie eine neue, prächtige Brücke aus Sandstein. Dieses Meisterwerk, das sich in den Fluten, der Fulda spiegelte, war verziert mit dem geheimnisvollen Anagramm (WGNB DBSU SDMK), welches den Segen des Landgrafen in Rätseln verbarg. Dieser Herrscher, so flüsterte man sich ehrfürchtig zu, beherrsche nicht nur die Gesetze des Reiches, sondern auch die verborgenen Kräfte der Alchemie und sei ein Mitglied der geheimen Bruderschaft der Rosenkreuzer.</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs18lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs18lh1-5 ff1">Tag für Tag überschritten nun die Waldarbeiter die Brücke, ihre Äxte auf der Schulter, um in den dunklen Wäldern jenseits der Fulda zu arbeiten. Ihre Werkzeuge – die Barten – schärften sie an den weichen Sandsteinen der Brücke, und bald prägten sich tiefe Einkerbungen in das steinerne Kunstwerk. Die wohlhabenden Bürger der Stadt, die den Bau der Brücke mit ihren Mitteln und ihrer Kraft unterstützt hatten, sahen dies mit wachsender Besorgnis. „Schaut nur“, flüsterten sie sich murrend zu, „kaum ist die Brücke vollendet, und schon wird sie von den unachtsamen Bartenwetzern beschädigt!“</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs18lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs18lh1-5 ff1">Der Unmut wuchs, und die Klagen erreichten bald die Ohren des weisen Landgrafen. Er ließ die Bürger zu sich kommen und hörte geduldig ihren Sorgen zu. Lange verharrte er schweigend, dann aber erhob er seine Hand und sprach: „Ich verstehe eure Furcht um das Werk, das ihr mit so viel Mühe erschaffen habt. Doch vergesst nicht, die Waldarbeiter, die ihr Bartenwetzer nennt, sind das Herz und das Rückgrat unserer Stadt. Ohne ihr Tun blieben unsere Herde kalt und unsere Häuser unvollendet. Lasst sie gewähren! Sollten meine Worte aber in der Leere verhallen, dann möge der Name dieser Stadt auf ewig mit diesen armen Menschen verbunden sein.“</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs18lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs18lh1-5 ff1">Entsetzt über die Strenge der Offenbarung wagten die Bürger nicht, sich dem Befehl des Landgrafen zu widersetzen. Die Zeit verging, und die Worte des Landgrafen gerieten im Sturm der Tage in Vergessenheit. Ein nicht enden wollender Krieg zog über das Land und bereitete den Menschen Kummer und Leid. Doch die Bartenwetzer, wie man sie fortan nannte, schärften weiterhin ihre Äxte an den Steinen der Brücke.</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs18lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs18lh1-5 ff1">Eines Tages, die Prophezeiung des Landgrafen war längst aus den Köpfen der Menschen gewichen, wurde die steinerne Brücke erneuert. Und wieder erhob sich der Unmut der Bürger über die Waldarbeiter, die mit ihren Barten Spuren an den Steinen hinterließen. Da kamen Fremde in die Stadt und sahen die Bartenwetzer auf der Brücke stehen. Mit spöttischem Lachen riefen sie: „Seht nur die Melsunger! Statt zu arbeiten, wetzen sie ihre Äxte und schwatzen!“ Schnell verbreiteten sich diese Worte im Land, und bald kannte man die Melsunger überall nur noch als die faulen, redseligen Bartenwetzer. Und so erfüllten sich die Worte des weisen Landgrafen und lasteten fortan wie ein Fluch auf den Bürgern der Stadt.</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs18lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs18lh1-5 ff1">Doch wie die Jahreszeiten sich wandeln, so wandelte sich auch der Spott in sein Gegenteil. Die Melsunger erkannten den Wert der Waldarbeiter, und der Name Bartenwetzer wurde zum stolzen Ehrentitel, den nur ein gebürtiger Melsunger tragen durfte. Die steinerne Brücke, einst Quelle des Unmuts, trägt heute den Namen der Bartenwetzer, und sogar eine Bahnstation ehrt diese in ihrem Namen.</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs18lh1-5 ff1"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs18lh1-5 ff1">So lehrt uns die Geschichte der Melsunger Bartenwetzer, dass Worte eine verborgene Macht besitzen. Sie können verletzen, aber auch heilen. Sie trennen und vereinen. Was einst als Spott und Hohn begann, wurde zum Segen der Stadt. Diese Mär erinnert uns an Toleranz, Respekt und an die Weisheit, dass wahre Größe in der Achtung der Arbeit und der Geschichten all jener liegt, die unsere Welt Tag für Tag ein wenig heller machen.</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs18lh1-5 ff1">Text und Fotos © 2024 - Hans Jürgen Groß</span></font></div></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTACenter"><span class="fs18lh1-5 ff1">Weiter Inhalte, Hintergründe unter: </span></div><div class="imTACenter"><span class="fs18lh1-5 ff1">+ + +</span><span class="fs18lh1-5 ff1"> </span><span class="fs18lh1-5 ff1"><a href="https://t1p.de/Melsungen" target="_blank" class="imCssLink">https://t1p.de/Melsungen</a></span><span class="fs18lh1-5 ff1"> </span><span class="fs18lh1-5 ff1">+ + +</span></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1"><span class="imTACenter"><br></span></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs18lh1-5 ff1"><span class="imTACenter"> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Audio Version:</span></span></div><div class="imTALeft"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 26 Sep 2024 16:47:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/2024-09-23-1000002059_thumb.jpg" length="12827114" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/Bartenwetzer2.mp3" length="6968645" type="audio/mpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?wie-die-melsunger-zu-dem-namen-bartenwetzer-kamen</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/00000001F</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Legende vom Körler Esel]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000001E"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs11lh1-5">Löse die Stränge der Fehler und Irrtümer,<br></span><div><span class="fs11lh1-5">die uns binden, genauso wie wir loslassen,<br></span><div><span class="fs11lh1-5">was uns bindet an die Schuld anderer.</span></div></div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs11lh1-5">(aus: Aramäische Version "Vater unser")</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5"><img class="image-0" src="https://drgross.info/images/AI_Extend_20240712_131557_2-1.jpg"  width="640" height="453" /></span><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Im Tal der Fulda, eingebettet zwischen mystischen Hügeln, liegt das Dorf Körle im Melsunger Land, nahe der alten Residenzstadt Kassel. Die Erzählungen, die sich um diesen Ort ranken, sind zahlreich, doch keine Geschichte ist so bekannt wie die des Körler Esels. Diese Legende, die von Schmerz, Schuld und Reue handelt, birgt eine wertvolle Botschaft über Mitgefühl und Verantwortung.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Vor vielen Jahren, als die Narben der Befreiungskriege(1) noch frisch waren, waren die Menschen von den Qualen des Krieges gezeichnet. Sie hatten Plünderung, Zerstörung und Vergewaltigung erlebt. Viele Männer wurden zwangsweise rekrutiert und in den Krieg geschickt. Dabei nahmen viele Schäden an Seele, Leib und Leben, und den Familien wurde der Hauptversorger genommen, was zu Hunger und Armut führte. Krankheiten breiteten sich aus und gingen mit den unruhigen Zeiten einher. Diese Belastungen prägten das Leben der Menschen tiefgreifend.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Zu jener Zeit kam der Pfarrer von Wollrode regelmäßig nach Körle, um den Gottesdienst zu halten, denn die Pfarrstelle in Körle war unbesetzt. Er ritt auf einem treuen Esel, der ihn stets begleitete und an der Kirchhofsmauer angebunden wurde, während der Pfarrer seinen Pflichten nachging.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Eines sonnigen Tages hatte sich eine Gruppe Knaben um den Esel versammelt. In ihrer Rüpelhaftigkeit begannen sie, das Tier zu ärgern und zerrten an ihm, sodass er hinten und vorn ausschlug. Lachend und voller Schadenfreude sprangen sie um den Esel herum und verstärkten die Qual. Da kam eine Bauernmagd mit einer Mistgabel vorbei. Sie schimpfte anfangs die Jungen, für ihr tun, glaubte aber dann, das grausame Spiel der Knaben würde dem Esel gefallen. Zu tief hatten sich die eigenen Erfahrungen und ihr Schmerz in ihre Seele eingebrannt, dass sie die Notlage des Tieres nicht erkannte. So begann auch sie, mit der Mistgabel den Esel zu „kitzeln“. Das arme Tier sprang hinten und vorn hoch, fing an zu schreien, bis es schließlich tot zusammenbrach. In Angst um die persönlichen Folgen ihres Handelns machten sich die Jungen und die Bauernmagd auf und davon.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Als der Pfarrer aus der Kirche trat und seinen Esel tot vorfand, war er zutiefst erschüttert. Das Tier, das ihn so viele Jahre begleitet hatte, war nicht nur ein einfaches Transportmittel, sondern ein treuer Freund. Ein alter Bauer, der das Geschehen mitangesehen hatte, erzählte dem Pfarrer von der Tat. Es begann eine Suche nach den Schuldigen, jedoch konnten die Übeltäter nicht ermittelt werden. Da dem Pfarrer jedoch ein Ausgleich für seinen Verlust zustand, traf die von der Obrigkeit festgesetzte Strafe die gesamte Gemeinde. Die Körler mussten seitdem einen jährlichen Zins, den sogenannten „Eselszins“, zahlen. Im Volksmund verbreitete sich schnell der Name „Kitzelgeld“ für diese Strafzahlung (2).</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Doch damit fand die Geschichte noch kein Ende. Diese Begebenheit hinterließ tiefe Spuren in den Herzen der Körler. Lange Zeit war das Schicksal des Esels eine Quelle der Scham und Wut auf die Übeltäter, besonders wenn sie von Außenstehenden daran erinnert und damit aufgezogen wurden. Zahlreiche Schlägereien fanden hierin ihren Hintergrund.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Doch im Laufe der Jahre wandelte sich der Blick auf das Geschehene. Die Körler erkannten, dass aus Schmerz Weisheit und Stärke entstehen kann. Sie feierten die Legende als Erinnerung daran, dass jede Handlung, ob gut oder böse, Auswirkungen hat und eine Vorgeschichte besitzt, dass wahre Stärke im Bekenntnis der eigenen Schuld und Schwäche sowie im Mitgefühl und Verständnis für das Geschehene liegt.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">In der Würde, das Kainsmal zu tragen, errichteten sie ein Denkmal für den Esel auf dem Dorfplatz. Diese Bronzestatue, die das Tier in seiner ganzen Sanftmut darstellt, dient als Mahnung und als Symbol für Mitgefühl und Gemeinschaft. Sie erinnert die Menschen daran, wie wichtig es ist, Verantwortung für die eigenen Handlungen zu übernehmen und mit Respekt und Fürsorge miteinander umzugehen. Heute ist die Geschichte des Körler Esels nicht mehr eine Quelle der Schande, sondern eine des Stolzes, der überwundenen Qual, welche die Dorfbewohner über Generationen miteinander verband.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify mt1"><span class="fs16lh1-5">Die Legende des Körler Esels lehrt uns, dass wir durch Achtsamkeit und Empathie eine friedlichere und respektvollere Gemeinschaft aufbauen können. Sie zeigt, dass wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und durch positive Veränderungen eine bessere Zukunft schaffen können.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify mt1"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify mt1"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify mt1"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify mt1"><div style="text-align: start;"><span class="fs16lh1-5">Diese Geschichte ist in verschiedenen Versionen bekannt geworden. Eine Version, an der sich auch meine Erzählung orientiert, finden Sie auf der Seite der Gemeinde Körle. </span><span class="fs16lh1-5">Eine andere Version aus dem Jahr 1935, erschien unter dem Titel "Die Magd von Körle". &nbsp;</span></div><div style="text-align: start;"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify mt1"><div class="imTALeft"><span class="fs16lh1-5">Text und Foto © 2024 - Hans Jürgen Groß</span></div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify mt1"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify mt1"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Siehe auch:</span><span class="fs16lh1-5"> </span></font><span class="fs16lh1-5"><a href="https://t1p.de/KoerlerEsel" target="_blank" class="imCssLink"><span class="imTACenter">+ + +</span><span class="imTACenter"> </span><span class="imTACenter">https://t1p.de/KoerlerEsel</span><span class="imTACenter"> </span><span class="imTACenter">+ + +</span></a></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify mt1"><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter ff1"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify mt1"><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter ff1"><br></span></div><br></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 22 Jul 2024 12:53:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/AI_Extend_20240712_131557_2-1_thumb.jpg" length="4133135" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/Koerler-Esel.mp3" length="5933544" type="audio/mpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?-die-legende-vom-koerler-esel</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/00000001E</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Vom Melsunger Nachtwächter der über Nacht zum Helden wurde]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000001D"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs12lh1-5">In des Schicksals Spiel, wo Wachheit schläft,</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs12lh1-5">blüht Glück aus Fehlern, unerwartet tief.<br><br>Weisheit der Nomaden in der Zeit</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><img class="image-0" src="https://drgross.info/images/_b9b6cab4-0212-446f-b4a4-3aca3a9bdce0-2.jpg"  width="640" height="640" /><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">In der goldenen Jahreszeit, wenn die Felder zur Ruhe kommen, wird jede Hand zur Ernte gebraucht, auch jene, die noch in der Nacht wachen müssen. So auch in Melsungen, wo einst ein gewissenhafter Nachtwächter nach einem Tag voller Schweiß und Mühe auf dem Feld seinen Dienst um 10 Uhr abends leistete.</span><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Mit sonorer Stimme verkündete er die zehnte Stunde und wachte über das Wohl der Stadt in allen Gassen und Winkeln. Als er jedoch seinen Rundgang beendet hatte, lockte ihn auf dem Marktplatz ein verführerischer Anblick: Eine herrschaftliche, leere Kutsche stand ohne Pferde verlassen da. Ihre weichen Polster wirkten wie eine Einladung zum kurzen Schlummer. „Nur eine kleine Rast“, dachte der Nachtwächter bei sich. „Um 11 Uhr bin ich wieder auf dem Posten.“ </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Gesagt, getan. Er kuschelte sich in die Kutsche und legte sein Horn neben sich. Die Nachtluft war mild und die Kissen so einladend, dass selbst die Ofenbank daheim im Vergleich verblasste. Doch des Nachtwächters Wachsamkeit sollte ihn diese Nacht trügen. Sein müdes Auge schloss sich, und er vernahm nicht das Geschehen um ihn herum. </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Nach einer Weile spannte eine dunkle Gestalt die Pferde an und machte sich auf den Weg aus der Stadt heraus, entlang der Söhredörfer in Richtung Kassel. Das sanfte Schaukeln des Wagens wiegte den Nachtwächter in noch tiefere Träume; nichts störte seine Ruhe – bis sie um 3 Uhr morgens in dem Dorf Waldau eintrafen. </font><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Dort hielt der Kutscher vor einer Schenke, um die Pferde zu tränken.</font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der abrupte Halt riss den Nachtwächter aus seinem Schlaf. In dem Glauben, es sei 11 Uhr, sprang er aus der Kutsche, ergriff sein Horn und rief mit kräftiger Stimme: „Hört ihr Leut´ und lasst euch sagen, die Glocke hat nun Elfe geschlagen. Bewahrt das Feuer und das Licht, damit der Stadt kein Schad´ geschieht. Und lobet Gott, den Herrn.“ </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Seine Worte hallten durch die Stille der Nacht, und die Bewohner von Waldau, erschrocken durch den unerwarteten Ruf, eilten an die Fenster. Vor allem der Waldauer Nachtwächter war fassungslos, hatte er doch gerade erst seine Morgenrunde beendet und den neuen Tag begrüßt. </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Verdutzt und zornig eilte er herbei, um dem Fremden in seinem Revier jegliche Einmischung zu untersagen. Der Melsunger Nachtwächter hatte zwischenzeitlich gemerkt, dass er sich meilenweit von seiner Heimat entfernt befand, rang in Gedanken verzweifelt nach einer Ausrede für sein Missgeschick. </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der Kutscher, der bei Nacht und Nebel unterwegs gewesen war und es durch geschicktes Täuschen geschafft hatte, durch das Kasseler Tor aus der Stadt Melsungen zu gelangen, war in Wahrheit ein landesweit gesuchter Verbrecher. Durch den unzeitigen Weckruf des Nachtwächters wurde nun die Aufmerksamkeit auf diesen Schurken gelenkt, der sich in den Schatten der Nacht zu verbergen versuchte. Doch das Schicksal meinte es anders: Er wurde entdeckt und von den beiden Nachtwächtern festgenommen. </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der Melsunger Nachtwächter wurde zum ungewollten Helden der Stunde. Die Nachricht von seiner heldenhaften Tat verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Land. Er wurde für seine Wachsamkeit und seinen Mut gerühmt, dem Verbrecher heimlich gefolgt zu sein, um diesen bei nächster Gelegenheit dingfest zu machen. </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Diese Geschichte beweist einmal mehr, dass man die Folgen seiner Handlungen nie ganz vorhersehen kann. Manchmal sind es die unerwartetsten Ereignisse, die zu den glücklichsten Wendungen des Schicksals führen. </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Und so ehre den Nachtwächter von Melsungen, der schlafend zum Helden wurde</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><div><span class="fs16lh1-5">Neu erdacht und erzählt nach dem Schwank, "Der Nachtwächter von Melsungen".</span></div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><div class="imTALeft"><span class="fs16lh1-5">Text und Foto © 2024 - Hans Jürgen Groß</span></div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Siehe auch: </span><span class="fs16lh1-5"><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter">+ + +</span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter"> </span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter"><a href="https://t1p.de/Melsunger_Nachtwaechter" target="_blank" class="imCssLink">https://t1p.de/Melsunger_Nachtwaechter</a></span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter"> </span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter">+ + +</span></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter ff1"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter ff1"><br></span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 22 Jul 2024 12:47:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/_b9b6cab4-0212-446f-b4a4-3aca3a9bdce0-2_thumb.jpg" length="2904519" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/Der-Melsunger-Nachtwaechter.mp3" length="6663072" type="audio/mpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?vom-melsunger-nachtwaechter-der-ueber-nacht-zum-helden-wurde</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/00000001D</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Legende vom Riesenstein]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000001C"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><div class="imTACenter"><img class="image-0" src="https://drgross.info/images/SAM_1011--1--1.jpg"  width="639" height="426" /></div><div class="imTACenter"><br></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs16lh1-5">In grauer Vorzeit, als die Welt noch jung war und die Erde noch Feuer spuckte, lebten zwei Riesen auf zwei Bergen, die das Land weit überragten.</span></div></div><div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Lothar, der Herr des Lotterbergs, war ein mächtiger Riese aus Feuer und Stein, dessen Zorn so heiß war wie die Lava, die einst aus seinem Berg geflossen war. Kunibert, der Hüter des Heiligenbergs, war ein sanfter Riese aus Erde und Gras, dessen Weisheit so tiefgründig war wie die Wurzeln der Wälder, die den Berg bedeckten.</span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Eines Tages erblickte Lothar Nagate, die Flussnixe, die mit ihren silbernen Wellen durch das Tal tanzte. Ihre Schönheit war so bezaubernd wie der Mondenschein, ihre Stimme so melodisch wie das Plätschern des Wassers. In Lothars Herz entbrannte eine wilde Leidenschaft, so heiß wie die Glut seines Berges.</span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Auch Kunibert war von Nagates Anmut gefesselt. Ihre sanfte Kraft, die das Land mit Leben tränkte, sprach tief zu seiner Seele. Er sah in ihr nicht nur die Schönheit der Natur, sondern auch die Quelle allen Lebens.</span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Doch Nagate stand zwischen den beiden Riesen, unfähig, sich für einen zu entscheiden. Ihr Herz gehörte dem Fluss, der frei und ungebunden durch die Landschaft floss. Sie liebte die Kraft des Feuers und die Weisheit der Erde, doch sie konnte sich keinem von ihnen ganz hingeben.</span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Lothar beobachtete mit wachsender Sorge, wie Kunibert sich Nagate näherte, die er ganz für sich beanspruchte. Kuniberts sanfte Art und seine tiefe Verbundenheit mit der Natur berührten Nagates Herz. Zunehmend verbrachte sie Zeit mit ihm, lauschte seinen Geschichten und lernte von seiner Weisheit.</span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Lothars Eifersucht wuchs mit jedem gemeinsamen Moment, den Nagate und Kunibert verbrachten. Die Vorstellung, dass Nagate seine Liebe nicht erwidern würde, stach wie glühende Lava in sein Herz. In seiner Wut vergaß er die Harmonie der Natur, die einst zwischen den beiden Bergen und ihren Hütern geherrscht hatte.</span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">In blinder Wut packte er einen Felsbrocken, so groß wie ein Haus, und schleuderte ihn mit aller Macht gegen Kunibert – ein verzweifelter Versuch, diesen zu vernichten.</span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Nagate, getrieben von ihrer Liebe zu beiden Riesen, erhob ihre Hände. Mit der Kraft ihres Willens lenkte sie den Felsbrocken ab. Er krachte mit ohrenbetäubendem Getöse ins Tal und grub sich tief in den Boden ein, ein stummes Zeugnis von Lothars zerstörerischer Wut.</span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div></div><div><span class="fs16lh1-5">Lothar, der diese unglaubliche Tat gesehen hatte, war wie gelähmt. Seine Wut und sein Zorn verflogen in einem Strudel aus Schuld und Reue. Er erkannte die zerstörerische Kraft seiner Tat und die unbändige Macht der Liebe, die Nagate gezeigt hatte. <br></span><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Kunibert, in seiner Weisheit und Güte, verzieh dem Freund. Denn Lothars Wut war aus Liebe zu Nagate entbrannt – einer Liebe, die sie alle verband.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Unsere Vorfahren erzählten sich diese Geschichte, um die Erkenntnis weiterzugeben, dass Liebe und Verständnis stärker sind als Hass und Zerstörung. Sie sahen in den Riesen die Verkörperung der Naturgewalten, die miteinander ringen, aber auch in Harmonie zueinander bestehen können, wenn sie sich so annehmen, wie sie sind. Nagate, die Flussnixe, symbolisiert die Lebenskraft, die diese gewaltigen Kräfte miteinander verbindet und in Balance hält.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Legende vom Riesenstein ist eine Erinnerung daran, dass wir Menschen Teil der Natur sind und mit ihr in Einklang leben müssen. Nur wenn wir die Kraft der Liebe und Weisheit nutzen, können wir die zerstörerischen Kräfte in uns selbst und in der Welt überwinden.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Heute noch leben die Drei in Frieden nah beieinander: Lothar auf dem Lotterberg, Kunibert auf dem Heiligenberg und in ihrer Mitte die Eder, der Fluss der Nixe Nagate. Der Riesenstein am Ederufer, nahe Wolfershausen, steht noch immer als ein Mahnmal fehlgeleiteter Wut, jedoch auch als Sinnbild für bedingungslose Liebe und Verzeihen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><div class="imTALeft"><span class="fs16lh1-5">Text und Foto © 2024 - Hans Jürgen Groß</span></div><div class="imTALeft"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">siehe auch: <span class="fsNaNlh1-5 imTACenter">+ + +</span><span><a href="https://t1p.de/riesenstein" target="_blank" class="imCssLink"><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter"> </span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter">https://t1p.de/riesenstein</span></a></span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter"> </span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter">+ + + </span></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter"><br></span></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter"><br></span></span></div><div></div></div><div class="imTACenter"></div><div class="imTACenter"></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 22 Jul 2024 12:28:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/DrGross_Die_Legende_vom_Riesenstein_3ba5cbdff5.mp3" length="6837120" type="audio/mpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?die-legende-vom-riesenstein</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/00000001C</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Pfingsten: Ein Symbol der Einheit in der Vielfalt]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000001B"><div class="imTARight"><i class="fs12lh1-5">Polar und nicht binär offenbart sich uns die Einheit</i></div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><div class="imTARight"><br></div></font><div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><img class="image-0" src="https://drgross.info/images/nichtbinaer_b.jpg"  width="930" height="658" /><br></div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify">Und wieder einmal sind wir im Jahreskreis bei Pfingsten angekommen. Zwei freie Tage stehen bevor, der Sommer klopft an die Tür, der Frühling zeigt sich in seiner vollen Blüte, und die erste Ernte des Jahres kann eingefahren werden. Dies sind die Merkmale eines Festes, dessen tiefere Bedeutung sich oft verborgen hält.</div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify">In meiner Kindheit und Jugend stand Pfingsten einfach für zwei häufig sonnige, freie Tage. Keine Schule, frei von Lernen und schulischen Zwängen. Ein Fest, an das sich noch einige Tage Pfingstferien anschlossen, dessen Bedeutung sich jedoch mir entzog. Später, im jungen Erwachsenenalter, prägten sich Erinnerungen von gemeinsamen Grillen mit Freunden ein. Ungezwungenheit, Natur erlebend, in Gemeinschaft sein.</div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify">Wieder etwas später kam dann die Neugier um das Erkennen des Hintergrundes dieses Festes. Kirchengeburtstag und Heiliger Geist waren die Schlagworte, die ich aufnahm. Doch was sollte dies bedeuten?</div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify">Es dauerte wirklich noch einige Zeit und Jahre, ich muss wohl so um die fünfzig gewesen sein, bis sich mir der mystische Hintergrund von Pfingsten erschloss. Seitdem fasziniert mich dieses Fest und sein Geist, den es aktiv zu entdecken gilt, sehr. Schon häufiger habe ich an dieser Stelle hierüber geschrieben. Und dabei ist der Schatz, den es zu entdecken gilt, ganz offensichtlich, wird bereits im Namen genannt.</div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify">Der Name Pfingsten leitet sich vom altgriechischen „he pentekoste“ ab, was so viel wie „der Fünfzigste“ bedeutet. Nun gut, werdet ihr euch nun sagen. Fünfzig, ja ganz schön, aber worauf bezieht sich dies?</div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify">Der Name des Festes leitet sich von der Anzahl der Tage ab, die zwischen dem Beginn und dem Ende der Osterzeit liegen und geht auf alte jüdische Traditionen zurück. Es handelt sich um das, was biblisch an Pfingsten geschah, während dieses jüdischen Festes, an dem die Jünger Jesu nach seiner Kreuzigung und Himmelfahrt erstmals teilnahmen. Damals besuchten die Jünger das jüdische „Wochenfest“ (Chag hassukkot, kurz: Schawuot), das 7 Wochen bzw. 50 Tage nach dem Passa Fest stattfindet.</div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify">Und jetzt wird es interessant, jedenfalls sprach mich dies ungemein an, als ich die Zusammenhänge erkannte. Allen Leserinnen und Lesern, die sich jedoch nicht für Zahlenmystik interessieren, empfehle ich, an das Ende des Textes weiterzugehen. </div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify">In der Zahlenmystik nimmt die Zahl 50 eine ganz besondere Stellung ein. Sie ist die erste der auf 49 folgende Zahl. Die 49 selbst ist das Produkt aus</div></div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div></div><div class="imTACenter"><font data-keep-original-tag="false"><font data-keep-original-tag="false"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;,&quot;aria-hidden&quot;:&quot;true&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false"><font data-keep-original-tag="false"></font><font data-keep-original-tag="false">7</font><font data-keep-original-tag="false"></font><font data-keep-original-tag="false">×</font><font data-keep-original-tag="false"></font></font></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false"><font data-keep-original-tag="false"></font><font data-keep-original-tag="false">7.</font></font></span></font></font></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Die 7 wiederum hat eine tiefgreifende spirituelle Bedeutung, die in verschiedenen Religionen und philosophischen Systemen auf der ganzen Welt zu finden ist.</span><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Und auch hier lohnt es sich, etwas tiefer zu gehen und die Zahlen in unserer Betrachtung herunterzubrechen. Sieben Tage hat die Woche, die sich wiederum auf den biblischen Schöpfungsprozess bezieht. Die Sieben ergibt sich aus</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false"><font data-keep-original-tag="false"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;,&quot;aria-hidden&quot;:&quot;true&quot;}"><font data-keep-original-tag="false"><font data-keep-original-tag="false">2</font><font data-keep-original-tag="false"></font><font data-keep-original-tag="false">×</font><font data-keep-original-tag="false"></font></font><font data-keep-original-tag="false"><font data-keep-original-tag="false"></font><font data-keep-original-tag="false">3 </font></font></font></font></font></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">plus 1. </font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Die 1 steht für die Einheit, die im Göttlichen, jedoch auch in uns selbst zum Ausdruck kommt. Wir sind ganz eins mit uns. Doch da gibt es auch ein Außen, das Du. Also das andere Extrem, der Gegenpol, die 2, aus der das Ganze besteht. Ich kann nicht du sein und du nicht ich, besagt die Regel des binären Dualismus (Schalter an / Schalter aus). Gefühle wie Einsamkeit, Getrenntsein, Verlassenheit, sind die mögliche Folge hiervon.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Doch was wäre das Ich ohne die Welt, in der es lebt? Welche Entwicklung, welches Wachstum wird erst möglich, wenn sich die beiden Extreme vereinen?</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div></div><div class="imTACenter"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Man nennt dies Leben. </span></font></div><div><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Die Drei ist also die Weiterentwicklung, die Synthese von These und Antithese. Das Leben, das zwangsläufig hieraus entsteht; die Trinität, die hierin zum Ausdruck kommt. Das Polare unserer Welt ist folglich nicht binär, erkennt man hieraus. Ein Tag vereint die Dunkelheit der Nacht mit den hellen Stunden. Ein Mensch, die männlichen und weiblichen Seiten. In jedem Augenblick des Lebens, im Hier und Jetzt befinde ich mich gerade immer irgendwo zwischen diesen Polen. Vergleichbar einem Pendel, das von links nach rechts schwingt und weder an einer Seite des Ausschlags, noch auf seinem Weg verharrt.</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Am besten lässt sich dies in der Sieben zum Ausdruck bringen. Hier gibt es den Pol der aufnehmenden, empfangenden Drei (symbolisch ein auf der Spitze stehendes Dreieck) und den Pol der initiativ, gebenden Drei (ein mit der Spitze nach oben weisendes Dreieck), die gleichzeitig den Zustand des Hier und Jetzt durch die enthaltene Eins, des Augenblicks, symbolisiert.</span></font></div><div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><img class="image-1" src="https://drgross.info/images/_0dcf7e17-a5ea-4a22-afe5-8d577310efd1.jpg"  width="930" height="930" /></span><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Der Davidstern, oder Sechsstern, ist das Symbol hierfür. Er besteht aus zwei übereinanderliegenden Dreiecken und hat somit sechs Spitzen. In seinem Zentrum entsteht durch die Vereinigung der beiden Dreiecke ein zusätzlicher Punkt. Dies führt folglich zu sieben Punkten insgesamt - sechs an den Spitzen und einer in der Mitte (Und am siebten Tage sollst du ruhen).</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false"><br></font></font></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Phhh, durchatmen. Das war jetzt viel Theorie. Ja, und der Atem ist auch ein Beispiel für die Symbolik dieser Betrachtung. Wir atmen ein, wir atmen aus. Ein ständig, rhythmischer Prozess zwischen den Gegensätzen. Ohne zu verharren, befinden wir uns überwiegend, immer irgendwo zwischen den Polen.</font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">In der 49, dem Produkt von</span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">7×7,</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">liegt die absolute Steigerung dieses Prozesses.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><br></font></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Pfingsten, die 50, zeigt uns aber, dass wir nicht in dem Extrem verharren, sondern uns bereits wieder auf dem Weg von einem Pol zum anderen befinden. Ein neuer Zyklus hat begonnen. Das ist unser gegenwärtiger Platz auf unserem Weg zwischen den Endpunkten. Ein Platz in Balance und Harmonie.</font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><br></font></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false">Hier stehe ich in meiner Mitte, erlebe den inneren Frieden und das Feuer der Begeisterung in mir. An diesem Platz schließt sich der Kreis. Ich bin mit mir eins und gleichzeitig mit allem vereint, was mich umgibt. Hier ist alles gut und richtig, wie es gerade ist.</font></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false"><br></font></font></span></div><div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">Denn, "Ich bin!"</span></div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="fs16lh1-5"><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5"> Dies ist Pfingsten - ein Symbol der Einheit in der Vielfalt.</span></div></div></font></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Und wie sieht dein Platz aus, an dem du an diesem Pfingsten stehst?</span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5">Welche polverbindenden Linien kreuzen sich hier?</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Ich wünsche dir ein frohes Pfingstfest. </span></font></div><div><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;_ngcontent-ng-c4212143619&quot;:&quot;&quot;,&quot;style&quot;:&quot;--animation-duration: 600ms; --fade-animation-function: linear; --first-token-animation-duration: 600ms;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><i></i></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></font></div><div class="imTARight"><span class="fs16lh1-5"><i>Der ewige Hauch des Lebens webt unser Sein in das Gewebe </i></span></div><div class="imTARight"><span class="fs16lh1-5"><i>der Einheit, gleich den Sternen, die in harmonischer Stille das Firmament schmücken.<br></i></span></div><div class="imTARight"><span class="fs16lh1-5"><i>(Weisheit der Nomaden in der Zeit)</i></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;_ngcontent-ng-c4212143619&quot;:&quot;&quot;,&quot;style&quot;:&quot;--animation-duration: 600ms; --fade-animation-function: linear; --first-token-animation-duration: 600ms;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;_ngcontent-ng-c4212143619&quot;:&quot;&quot;,&quot;style&quot;:&quot;--animation-duration: 600ms; --fade-animation-function: linear; --first-token-animation-duration: 600ms;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></font></div><div><span class="fs16lh1-5">Text und Fotos © 2024 - Hans Jürgen Groß</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Mehr zum Thema unter: </span><a href="https://t1p.de/Pfingstmystik " onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://t1p.de/Pfingstmystik ', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink"><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter ff1">https://t1p.de/Pfingstmystik</span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter ff1"> </span></a></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 19 May 2024 14:11:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?pfingsten--ein-symbol-der-einheit-in-der-vielfalt</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/00000001B</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Märchen vom Bartenwetzer und der Wunschfee]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000001A"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><div class="imTARight"><span class="fs12lh1-5">Im Zwielicht der Ungewissheit verlieren</span></div><div class="imTARight"><span class="fs12lh1-5">sich Wünsche im Schatten des Zweifels.</span></div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><img class="image-0" src="https://drgross.info/images/Bartenwtzer-und-die-Wunschfee.jpg"  width="640" height="360" /><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Es war einmal, zu einer Zeit, als die Menschen noch die Kraft der Gedanken und Wünsche kannten. In dieser Zeit lebte ein armer Holzfäller mit seiner Frau in einer kleinen Stadt.</font><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"> Jeden Morgen, kurz vor Sonnenaufgang, überquerte er die steinerne Brücke, die über den Fluss führte, der den Wald von der Stadt trennte. Auf seinem Weg hielt er auf der Brücke an und wetzte seine Axt.</font><br></span></div><div></div><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><span class="fs16lh1-5">Mit schnellen, rhythmischen Schwüngen glitt die Barte über den Stein. Das Geräusch erfüllte den Holzfäller mit einem Gefühl der </span>Lebendigkeit. Hin und her, von links nach rechts, von rechts nach links, immer schneller werdend. Ohne es zu merken, glitt die Axt wie von selbst über den Stein, bis Funken sprühten.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify fs16lh1-5"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify fs16lh1-5">Die Funken wirbelten um den Holzfäller herum und kitzelten seine Nase. „Danke, lieber Mann“, sagte ein Fünkchen, das sich als kleine Fee entpuppte. „Du hast uns aus unserem Gefängnis befreit. Lange Zeit waren wir in diesem Stein gefangen. Dafür erfülle ich dir einen Wunsch.“ Mit diesen Worten stieg sie in den Himmel auf, der sich über dem Fluss wölbte.</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify fs16lh1-5"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify fs16lh1-5">Der Bartenwetzer, ein einfacher Mann, war verblüfft. Hatte er gerade eine Fee gesehen? Hatte sie ihm wirklich einen Wunsch gewährt? Was sollte er sich wünschen? „Ach, wäre meine Frau bei mir, sie würde wissen, was zu tun ist“, sprach er zu sich selbst.</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify fs16lh1-5"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify fs16lh1-5">Da hörte er die Stimme seiner Frau in seinem Ohr. „Du Dummkopf“, flüsterte sie. „Wünsch dir unermesslichen Reichtum, dann ist alles gut.“ Reichtum? Überlegte er. Ja, das schien ein guter Wunsch zu sein. Aber wenn er reich wäre, würden ihn die anderen beneiden. Er müsste Angst vor Räubern haben, die ihn bedrohen oder sogar töten könnten. Nein, tot würde ihm der Reichtum nichts nützen. Vielleicht sollte er sich stattdessen ein langes Leben wünschen.</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify fs16lh1-5"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify fs16lh1-5">„Du Narr“, hörte er die Stimme seiner Frau. „Wie lange willst du in Armut leben, dich jeden Tag im Wald abrackern und hungern? Der Tod ist eine Gnade, die dich von dieser Last befreit.“</div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify fs16lh1-5"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify fs16lh1-5">„Und wenn ich mir ein langes Leben in Reichtum wünsche?“, fragte er sich. Nein, das würde nicht gehen. Wären dies doch gleich zwei Wünsche. </div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter fs16lh1-5"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify fs16lh1-5">Der Bartenwetzer stand mit seiner Axt in der Hand auf der Brücke. Sein Daumen strich in Gedanken über die scharfe Klinge. Es war wie verhext. Er konnte sich einfach nicht für einen Wunsch entscheiden. Immer wenn ihm etwas in den Sinn kam, mahnte die Stimme seiner Frau genau das Gegenteil. Wie bei der Axt gab es für alles immer zwei Seiten.</div></font></div><div><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Und so stand er Stund um Stund, Tag um Tag, und wusste nicht, was er sich wünschen sollte. Und wenn er nicht gestorben ist, dann steht er da noch heute, ohne zu ahnen, dass er seinen Wunsch bereits verwirkt hatte.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div></div></div><div><span class="fs16lh1-5">Idee, Text und Foto © 2024 - Hans Jürgen Groß</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br>Siehe auch:</span><span class="fs16lh1-5"> <span class="fsNaNlh1-5 imTACenter">+ + +</span><span><a href="http://https://t1p.de/Bartenwetzer" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'http://https://t1p.de/Bartenwetzer', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink"><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter"> </span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter">https://t1p.de/Bartenwetzer</span></a></span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter"> </span><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter">+ + +</span></span></div><div><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter ff1"><br></span></div><div><span class="fsNaNlh1-5 imTACenter ff1"><br></span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 19 May 2024 14:06:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/DrGross_Das_Maerchen_vom_Bartenwetzer_und_der_Wunschfee_710230327a.mp3" length="8145576" type="audio/mpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?das-maerchen-vom-bartenwetzer-und-der-wunschfee</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/00000001A</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Sound ihres Lebens]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000019"><pre><code><img class="image-0" src="https://drgross.info/images/Symphonie_neu.jpg"  width="930" height="523" /><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"><br></span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"><br></span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1">Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Ihre Lebensgeschichte klingt? </span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"><br></span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1">Wie eine fröhliche Melodie, eine traurige Ballade oder eine spannende Symphonie? </span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"><br></span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1">Jeder Mensch hat seine eigene Musik, die er selbst komponiert hat. </span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1">Aber manchmal ist es schwer, sie zu hören oder zu verstehen. </span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1">Vielleicht haben Sie das Gefühl, dass etwas in Ihrer Biografie fehlt, dass Sie sich verloren haben</span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1">oder dass Sie nicht wissen, wohin Sie gehen sollen. &nbsp;</span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"><br></span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1">Biografiearbeit kann Ihnen helfen, Ihre Lebensgeschichte neu zu entdecken, zu würdigen und zu </span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1">gestalten. Sie können lernen, wie Sie Ihre Vergangenheit reflektieren, Ihre Gegenwart genießen </span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1">und Ihre Zukunft planen können. Sie können Ihre eigene Melodie lauschen, die den Weg für die </span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1">Zukunft weist. &nbsp;</span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"><br></span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1">Wenn Sie Interesse an Biografiearbeit haben, dann schauen Sie sich einfach auf diesen Seiten um.</span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1">Hier finden Sie mehr Informationen über mein Angebot, </span></code>meine Qualifikationen und meine Kontaktdaten. </pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"><br></span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1">Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen und Sie bei Ihrer Biografiearbeit zu begleiten. 🎵<br></span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"><br></span></code></pre><pre><code><span class="fs12lh1-5 cf1 ff1"><br></span></code></pre></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 08 Feb 2024 07:05:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?der-sound-ihres-lebens</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000019</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[SO ERFÜLLST DU DIR DEINE WÜNSCHE FÜR DAS NEUE JAHR]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000018"><div><b class="fs14lh1-5">SO ERFÜLLST DU DIR DEINE WÜNSCHE FÜR DAS NEUE JAHR - DAS 7 SCHRITTE PROGRAMM ZU DEINEM ERFOLG</b></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Du hast dir für das neue Jahr etwas vorgenommen, das du schon lange erreichen wolltest? Du möchtest etwas in deinem Leben verändern, das dich stört oder unglücklich macht? Hast einen Traum, den du dir endlich erfüllen willst?</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Das ist super! Gute Vorsätze sind eine tolle Möglichkeit, um dein Leben zu verbessern und deine Ziele zu erreichen. Aber wie oft hast du schon erlebt, dass deine guten Vorsätze nach ein paar Wochen oder Monaten wieder in Vergessenheit geraten sind? Wie oft hast du dich geärgert, dass du deine Vorsätze nicht umgesetzt hast?</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Das muss nicht so sein! Mit einem einfachen Fahrplan kannst du deine guten Vorsätze für das neue Jahr erfolgreich umsetzen. Der Fahrplan besteht aus 7 Schritten, die dir helfen, deine Vorsätze zu formulieren, zu planen und zu verwirklichen. Hier sind die Schritte:</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><b class="fs14lh1-5"><br></b></div><div><b><b class="fs14lh1-5">I. Erwartungen erkennen</b></b></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Frage dich: Wofür benötige ich einen „guten Vorsatz“? Welche Wünsche, Erwartungen verbinde ich damit? Sei achtsam, träume. Hinterfrage deine Gewohnheiten.</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br>Bedürfnisse verstehen (welche Bedürfnisse, Erwartungen hast du an den Vorsatz?)<br></span><ul><li><span class="fs14lh1-5">in der jetzigen Situation? </span></li></ul><ul><li><span class="fs14lh1-5">in zukünftigen Situationen?</span></li></ul></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><b><b class="fs14lh1-5">II. Erwartungen in Ziele umwandeln</b></b></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Wie lassen sich nun diese Erwartungen in konkrete Ziele umwandeln? Mach dir dein Ziel genau klar, dass du mit deinem Vorsatz erreichen möchtest.</span></div><div><ul><li><span class="fs14lh1-5">Stell dir vor, wie es sich anfühlen, aussehen, klingen, riechen oder schmecken würde, wenn du es erreicht hast.</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Woran kannst du oder jemand anderes erkennen, dass du dein Ziel erreicht hast?</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Überlege, ob dein Ziel attraktiv ist. Ist es wirklich dein Ziel? Willst du es wirklich?</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Was sind die Vorteile, wenn du es erreichst? Was musst du hierfür aufgeben?</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Prüfe, ob dein Ziel realistisch ist. Ist es dir wirklich möglich? Glaubst du daran, dass du es schaffen kannst?</span></li></ul></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><b><b class="fs14lh1-5">III. Möglichkeiten finden</b></b></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Wie kannst du dein Ziel erreichen? Was fällt dir dazu ein? Welche Möglichkeiten gibt es? Sei offen für alles, was dir dazu einfällt, ohne es gleich zu bewerten.</span></div><div><ul><li><span class="fs14lh1-5">Schreibe alle Ideen auf, die dir einfallen.</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Auch das Aufschieben, Aufgeben oder Ausreden finden sind Möglichkeiten (aber keine guten)</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Wen kannst du um Hilfe bitten?</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Wer hat noch einen Vorteil davon, wenn du erfolgreich bist? Wie kannst du diese Person mit ins Boot holen?</span></li></ul></div><div><b class="fs14lh1-5"><br></b></div><div><b><b class="fs14lh1-5">IV. Möglichkeit auswählen</b></b></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Nun ist es an der Zeit, die einzelnen Möglichkeiten zu bewerten, zu entscheiden, welchen Weg du gehen willst. </span></div><div><ul><li><span class="fs14lh1-5">Was gewinnst du? Was gibst du auf, setzt du ein?</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Welchen Preis zahlst du, wenn du dich für das Aufschieben, Aufgeben oder Ausreden finden entscheidest? Ist es dir das wert?</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Welche der erarbeiteten Möglichkeiten bringt dir den größten Nutzen? </span></li></ul><span class="fs14lh1-5">Intuitiv weißt du bereits um die richtige Möglichkeit. Trau dich!</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><b><b class="fs14lh1-5">V. Vorsatz fassen (was ist dein konkreter Plan?)</b></b></div><div><ul><li><span class="fs14lh1-5">Für welchen Weg hast du dich entschieden?</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Wie lautet dein Vorsatz?</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Formuliere deinen Vorsatz positiv und klar. Sag, was du tun willst, nicht, was du nicht tun willst.</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Schreibe deinen Vorsatz auf. Mach ihn sichtbar für dich und andere.</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Zeit planen (wie viel Zeit hast du, gibst du dir, um deine Vorsätze umzusetzen?) Denk daran: Alles braucht seine Zeit – Zeit ist „werden, wachsen, vergehen“ Wir haben eine innere Vorstellung davon, wie viel Zeit wir für welche Dinge haben. Bis wann willst du dein Ziel erreichen? Wie viel musst du bis, wann tun? Was kannst du bereits heute tun? Was morgen? Und so weiter.</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Teile deinen Vorsatz mit jemandem, dem du vertraust. Bitte ihn oder sie, dich zu unterstützen und zu ermutigen.</span></li></ul></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><b><b class="fs14lh1-5">VI. Vorsatz umsetzen (was ist zu tun?)</b></b></div><div><ul><li><span class="fs14lh1-5">Fang an. Mach den ersten Schritt. Tu etwas, das dich deinem Ziel näher bringt. </span></li><li><span class="fs14lh1-5">Bleib dran. Mach weiter. Lass dich nicht entmutigen oder ablenken. </span></li><li><span class="fs14lh1-5">Feier deine Erfolge und Zwischenerfolge.</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Belohne dich für jeden Fortschritt.</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Sei stolz auf dich.</span></li></ul></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><b><b class="fs14lh1-5">VII. Bilanz ziehen (wie ist es gelaufen?)</b></b></div><div><ul><li><span class="fs14lh1-5">Schau zurück. Was hat geklappt, was nicht, warum?</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Schau nach vorn. Was nimmst du dir für die Zukunft vor?</span></li><li><span class="fs14lh1-5">Schau in dich. Was denkst du jetzt über dich und deine Ziele?</span></li></ul></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Das war mein Fahrplan für gute Vorsätze für das neue Jahr. Ich hoffe, er gefällt dir und hilft dir, deine Wünsche zu verwirklichen.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 04 Jan 2024 14:49:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?so-erfuellst-du-dir-deine-wuensche-fuer-das-neue-jahr</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000018</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Botschaft an die Nomaden in der Zeit]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000017"><div class="imTACenter"><div><span class="fs18lh1-5 ff1">Botschaft an die Nomaden in der Zeit, die durch verschiedene Lebensphasen reisen:</span></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1"><br></span></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1"><img class="image-1" src="https://drgross.info/images/Nomaden-der-Zeit-1.jpg"  width="930" height="533" /><br><br></span></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1">„Reist mit Offenheit und Neugier durch die Zeiten eures Lebens. </span></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1"><br></span></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1">Wie Nomaden, die sich an neue Orte anpassen, seid bereit, euch an Veränderungen anzupassen, zu wachsen und zu lernen. </span></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1"><br></span></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1">Schätzt die Vielfalt eurer Erfahrungen, denn jedes Lebensalter bringt neue Weisheit, Freude und Herausforderungen mit sich. </span></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1"><br></span></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1">Lasst euch von der Vielfalt der Zeit, die ihr durchlebt, bereichern und lernt, die Schönheit in jeder Lebensphase zu erkennen. </span></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1"><br></span></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1">Verbindet euch mit anderen Reisenden in diesem Lebensweg, teilt eure Erfahrungen und schafft eine Gemeinschaft, die Wissen und Unterstützung bietet. </span></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1"><br></span></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1">Nutzt diese Reise, um zu wachsen, eure Fähigkeiten zu entwickeln und euer Leben in all seinen Facetten zu genießen.“</span></div><div><span class="fs18lh1-5 ff1"><br></span></div><div style="text-align: start;"><span class="fs18lh1-5 ff1"><br></span></div><div style="text-align: start;"><span class="fs18lh1-5 ff1"> © 2023 - Hans Jürgen Groß</span></div><div style="text-align: start;"><span class="fs18lh1-5 ff1"><br></span></div><div style="text-align: start;"><img class="image-0" src="https://drgross.info/images/Nomaden-1.jpg"  width="930" height="631" /><span class="fsNaNlh1-5 ff2"><br></span></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 04 Jan 2024 14:40:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?botschaft-an-die-nomaden-in-der-zeit,-die-durch-verschiedene-lebensphasen-reisen-</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000017</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[begleitete Auszeit in Melsungen]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000016"><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Immer wieder begegnen wir Situationen in unserem Leben, die uns unsere Grenzen aufzeigen. Muster, die in der Vergangenheit gut und richtig waren, werden infrage gestellt, persönliche Veränderung gewünscht. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Manchmal sieht man „den Wald vor lauter Bäumen nicht“, man fühlt sich „ausgebrannt und leer“ oder man fühlt sich überfordert, handlungsunfähig, „weiß nicht mehr, wo einem der Kopf steht“, oder wünscht sich ganz einfach Klarheit über den weiteren Lebensweg.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Begriffe gibt es viele für das Gefühl Abstand zu allem haben zu wollen. Das Bedürfnis ist meist sehr verständlich und es ist wichtig und gut darauf zu hören. Wenn Sie es ermöglichen können, sollten Sie jetzt Ihren Koffer packen und sich eine begleitete Auszeit nehmen.</span></div><div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="fs16lh1-5"><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Zum Beispiel bei uns in Melsungen:</span></div></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><span class="fs16lh1-5">Im Zentrum Deutschlands finden Sie eine Kleinstadt mit viel Wald und Natur im nordhessischen Bergland gelegen. Nur wenige Kilometer von der Großstadt Kassel entfernt, findet man hier viel Ruhe, um sich auf sich selbst zu konzentrieren.</span><br><br><span class="fs16lh1-5">Sie wohnen in einer der vielen Ferienwohnungen oder Hotels der alten Fachwerkstadt Melsungen an der Fulda. Unterstützung bei ihrer individuellen Zimmersuche bietet ihnen die Kultur- und Tourist-Info Melsunger-Land (</span><span class="fs16lh1-5"><a href="Zusammenfassung: Sie suchen eine begleitete Auszeit in Melsungen, um sich von Ihrem Alltag zu erholen und Ihre persönliche Veränderung zu fördern? Dann sind Sie bei Dr. Groß genau richtig. Er bietet Ihnen individuelle Coachingprogramme mit Methoden aus NLP, Biografiearbeit und Resilienz an. Genießen Sie die Ruhe und Natur im nordhessischen Bergland und finden Sie zu sich selbst." class="imCssLink">https://ogy.de/xyxn</a></span><span class="fs16lh1-5">).</span><br><br><span class="fs16lh1-5">Täglich begleitet Sie Ihr Auszeitbegleiter und Coach Herr Dr. Jürgen Groß persönlich auf Ihrem Weg zu ihren Themen. Mit individuell auf Sie abgestimmten Methoden aus diversen Coachingansätzen, wie NLP-Coaching, Biografiearbeit und dem Schulungskonzept Resilienz werden Sie in Ihrem Prozess begleitet, unterstützt und angenommen.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><img class="image-0" src="https://drgross.info/images/BILD0067-1.jpg"  width="930" height="620" /><span class="fs16lh1-5"><br></span><br><b class="fs16lh1-5">Begleiter</b><br><br><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Dr. Groß kann auf über 30 Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Beratung, Coaching und Mediation zurückblicken. Als promovierter Wirtschaftswissenschaftler, psychologischer Berater, NLP-Mastercoach, Biografieberater und Mediator begleitet er Sie in allen persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Prozessen, die gerade bei Ihnen aktuell sind, als ein erfahrener und einfühlsamer Gesprächspartner. Basis hierfür ist eine durch gegenseitiges Vertrauen und Freiwilligkeit gekennzeichnete, interaktive Coachingbeziehung. </span></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die „begleitete Auszeit“ unterstützt die (Wieder-) Entdeckung der eigenen Handlungskompetenz und versteht sich als Begleitung auf dem Wege der Weiterentwicklung, Veränderung und Persönlichkeitsentfaltung; sie ist an einem achtsamen, liebevollen Menschenbild ausgerichtet, an human, ethischen Werten orientiert, unabhängig und vertraulich. Ziel ist dabei immer die Wiederherstellung bzw. die Verbesserung der Selbstregulationsfähigkeit (Selbstmanagement).</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><span class="fs16lh1-5">Ob auf Wanderungen durch das nordhessische Bergland, Gesprächen und Meditationen in der Natur oder in den Räumen ihres Auszeitbegleiters – im Zentrum der alten Fachwerkstadt – hier erleben Sie eine Zeit der Klärung, der Veränderung und des persönlichen Wachstums ganz für sich.</span><br><br><b class="fs16lh1-5">Programm</b><br><br><span class="fs16lh1-5">Ihr individuelles Programm können Sie vorab telefonisch oder per Mail abstimmen. Das Datum eines individuellen Aufenthaltes können Sie – in Rücksprache mit mir – selbst bestimmen.</span><br><br><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Für Ihren Erstbesuch empfehlen wir eine Aufenthaltsdauer von 7 bis 14 Tagen. Während dieser Zeit kann ein Prozess in Gang kommen, sich vertiefen und ausreifen. In der Folge sind individuell gewünschte kürzere oder längere Aufenthalte möglich.</span></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der erste Aufenthalt richtet sich nach einem individuell für Sie zusammengestellten Programm, das in der Regel 1-2 Einzelstunden pro Tag umfasst.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><img class="image-2" src="https://drgross.info/images/BILD0023-1.jpg"  width="930" height="620" /><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><b class="fs16lh1-5">Verantwortung</b><br><br><span class="fs16lh1-5">Die „begleitete Auszeit“ ist kein Ersatz für medizinische Diagnosen und Behandlungen. Jeder Teilnehmer trägt die volle Verantwortung für seine Erfahrungen und Aktivitäten selbst.</span><br><br><b class="fs16lh1-5">Kosten</b><br><br><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Kosten setzen sich zusammen aus der von ihnen gebuchten Unterkunft und der Anzahl der Einzelstunden (Honorar).</span></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><div class="imTAJustify"><b>Kontakt</b></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="fs16lh1-5"><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">hallo@drgross.info </span></div></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">+49 5661 925 165</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">www.weg-wandlungsbegleitung.de</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><img class="image-3" src="https://drgross.info/images/HJG00012.jpg"  width="930" height="620" /><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><br></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 11 Dec 2023 08:22:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?begleitete-auszeit-in-melsungen</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000016</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[St. Nikolaus: die Geschichte eines wunderbaren Diebstahls, der die Welt bereicherte - ein Rubikon Ereignis]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000A"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">In einer geschäftigen Stadt vergangener Zeiten lebte ein kleiner Junge namens Nikolaus. Er war der einzige Sohn einer wohlhabenden Händlerfamilie, deren Leben von Überfluss und Reichtum geprägt war. Doch je mehr Nikolaus durch die Straßen der Stadt streifte, desto mehr erkannte er die Kluft zwischen den Lebensweisen der Reichen und der Armut, die viele umgab.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Nikolaus war ein aufmerksames Kind. Er sah das Leid und die Not, die hinter den prunkvollen Fassaden der Stadt verborgen waren. Als er ungefähr neun Jahre alt war, begegneten ihm drei Mädchen auf seinem Weg durch die Stadt, die ungefähr im gleichen Alter waren wie er. Er fragte sie nach ihrem Leben und hörte ihnen genau zu, als diese aus ihrem kargen Leben berichteten. Das Schicksal der Mädchen berührte ihn sehr. Die Schwestern waren sehr arm und ihre Eltern konnten sich keine Mitgift für sie leisten. Das bedeutete, dass sie im günstigsten Fall ihr Leben lang als Dienstmädchen arbeiten mussten, wahrscheinlicher schien, dass sie in die Prostitution gezwungen würden.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">In den Tagen nach der Begegnung fühlte Nikolaus den Drang, zu helfen. Er sprach mit seinen Eltern, doch diese sagten, dass ein jeder für sein Schicksal selbst verantwortlich sei. Eines Nachts fasste Nikolaus einen Entschluss. Heimlich schlich er in die Geschäftsräume der Eltern und entnahm drei funkelnde Goldmünzen aus ihrem Versteck.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Er legte die Münzen in einen Sack und warf diesen durch das Fenster der Mädchen. Diese waren überglücklich, als sie die Goldstücke am kommenden Morgen fanden. Ihre Gebete waren erhört worden, ein Wunder war geschehen. Die drei Mädchen waren überwältigt von dem Segen, der ihnen zuteilwurde, und sie wussten nicht, wer so großzügig gewesen war. Sie konnten sich nun eine Mitgift leisten, die ihnen ein besseres Leben ermöglichte.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Nikolaus selbst behielt sein Handeln im Verborgenen. Seine Eltern bemerkten den Verlust der drei Goldmünzen nicht. Doch die Geschichte von den mysteriösen Gaben verbreitete sich rasch in der Stadt. Sie wurde zu einem Gesprächsthema und ließ die Menschen über die wundersame Güte staunen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Für Nikolaus markierte diese Geschichte eine wichtige und unwiderrufliche Veränderung in seinem Leben. Er hatte sich gegen die Meinung seiner Eltern eingesetzt, gar das Gebot „du sollst nicht stehlen“ missachtet. Doch gleichwohl spürte er die Richtigkeit seines Handelns in sich selbst, erfuhr die Bestätigung durch die Wundersage seiner Umwelt.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Dieses war das erste Wunder eines Menschen, der als St. Nikolaus in die Geschichte der Menschheit einging und dessen Namenstag wir heute feiern. Nikolaus’ Handeln war eine Geste der Mitmenschlichkeit, die die Lebenswege der drei Mädchen, sowie sein eigenes veränderte. Es war ein Zeichen für die Macht der Liebe, die selbst die Dunkelheit des Lebens erhellen konnte.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Nikolaus hatte durch seine Güte nicht nur den Mädchen geholfen, sondern auch den Glauben an die Menschlichkeit und die Hoffnung auf ein Wunder wiederhergestellt.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Täglich begegnen uns selbst diese großen und kleinen Wunder. Man muss nur genau hinschauen, um diese zu entdecken. Viel Freude beim Suchen und Finden der Wunder, die euer eigenes Leben berühren.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><img class="image-1" src="https://drgross.info/images/Nikolaus.jpg"  width="930" height="930" /></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false"><br></font></span></div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">© 2023 - Hans Jürgen Groß</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b class="fs16lh1-5">Anmerkung:</b></font></div><div><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Der heilige Nikolaus von Myra ist einer der bekanntesten Heiligen der Christenheit. Er wird als Schutzpatron der Seefahrer, Kinder und Studenten verehrt und ist vor allem für seine legendären Wohltaten bekannt.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Nikolaus wurde vermutlich zwischen 270 und 286 in Patara, einer Stadt in Lykien (heute südliche Türkei), geboren. Seine Eltern, Theophanes und Nonna, waren wohlhabend. </span></div><div></div><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b class="fs16lh1-5"><br></b></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Die dieser Geschichte zugrundeliegenden Legende über das erste Wunder des heiligen Nikolaus habe ich an verschiedenen Stellen im Internet entdeckt (siehe u. a. auch https://ogy.de/co2r). Interessant ist das Alter von Nikolaus, von dem hier berichtet wird. Er soll zu dem Zeitpunkt des Ereignisses 9 - 10 Jahre alt gewesen sein.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">In der Biografiearbeit wird in diesem Alter von dem Entwicklungsschritt des Rubikon berichtet. Der Fokus wird dabei in der Betrachtung auf besondere, als Rubikon-Ereignisse bezeichnete Entscheidungen oder Veränderungen gelegt.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Um das neunte Lebensjahr fängt ein Kind an, Kritik zu äußern. Die Kritik sagt nichts anderes aus, als dass dasjenige, was es wahrnimmt, nicht in Übereinstimmung mit dem ist, was es im Inneren erlebt.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Das Kind erlebt die Trennung zwischen sich und der Welt, zwischen dem Du und dem Ich. Der Schmerz wird häufig nach außen als Kritik projiziert. </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Einige Kolleginnen und Kollegen der Biografiearbeit sprechen von dieser Zeit auch von der „Vertreibung aus dem Paradies“. Nichts anderes, als solch ein Rubikon-Ereignis einschließlich Sündenfall, beschreibt meine kleine Geschichte.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Noch heute stellt die Mitgiftzahlung der Mädchen in Indien eine Herausforderung für die Familien dar und führt zu einer massiven Gewalt gegen Frauen (siehe auch: https://ogy.de/vj4y).</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5">Nikolaus starb an einem 6. Dezember zwischen den Jahren 342 - 352 in Myra. Sein Grab wurde zu einem beliebten Wallfahrtsort und seine Reliquien wurden im 11. Jahrhundert nach Bari in Italien überführt. Sein Todestag wurde später durch die Kirche als Namenstag festgelegt. </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Nikolaus war bekannt für seine Wohltätigkeit und seine Wunder. Er gilt als die Inspiration für die Figur des Weihnachtsmannes oder Santa Claus.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="fsNaNlh1-5"><br></div></font></div><div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><b><b class="fs16lh1-5">Zusammenfassung:</b></b></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Geschichte von St. Nikolaus erzählt, wie er als kleiner Junge drei armen Mädchen mit einem heimlichen Geschenk aus Gold half, ihr Schicksal zu ändern. Er wurde dafür zum Symbol der Güte und Liebe, die Wunder bewirken können. Die Geschichte lädt uns ein, die Wunder in unserem eigenen Leben zu suchen und zu finden.</span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><b><b class="fs16lh1-5">Stichworte:</b></b></div></div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">St. Nikolaus, Advent, Wunder, Güte, Liebe, Geschenk, Gold, Mitgift,</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Armut, Diebstahl, Rubikon, Schicksal, Reichtum, Frau, Mädchen, Biografie, Biografiearbeit</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b class="fs16lh1-5">Veröffentlichung:</b></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">am 06. Dezember 2023 auf Lebensschätze.de - <span><a href="https://ogy.de/w96o" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://ogy.de/w96o', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">https://ogy.de/w96o</a></span></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5">Audio Version: </span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><br></div><br></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 06 Dec 2023 13:38:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/AI_Extend_20241205_084855_2-1_thumb.jpg" length="651139" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://drgross.info/images/Nikolaus_hvpwfey2.jpg" length="1635756" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/St.Nikolaus.mp3" length="5001089" type="audio/mpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?st--nikolaus--die-geschichte-eines-wunderbaren-diebstahls,-der-die-welt-bereicherte---ein-rubikon-ereignis</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/00000000A</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[VOM KRIEGSGEWEIHTEN ZUM HEILIGEN - BIOGRAFISCHE BETRACHTUNG DES HEILIGEN MARTIN, DER ZUM PATRON DER KRIEGSDIENSTVERWEIGERER WURDE]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000005"><div><span class="fs16lh1-5 ff1"><span class="fsNaNlh1-5 imTAJustify">Es ist faszinierend, sich mit den biografischen Erlebnissen von Menschen auseinanderzusetzen und zu erkunden, welche Kräfte und Übertragungen ihren Weg geprägt haben. Dieses Interesse dient mir als Grundlage, um mich mit verschiedenen Personen und ihren Lebensaufgaben intensiv auseinanderzusetzen. Heute Morgen habe ich mich mit der Biografie von Martin von Tours beschäftigt, dessen Namenstag wir heute feiern.</span><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Als jemand, der protestantisch erzogen wurde, hatten Heilige für mich wenig Bedeutung. St. Martin kannte ich nur dem Namen nach und wusste, dass er von den Katholiken verehrt und gefeiert wird. Die Geschichte von seinem geteilten Mantel brachte ich irgendwann mit ihm in Verbindung, doch das war es auch schon. Erst als meine Kinder eine katholische Kindertagesstätte besuchten, wurde St. Martin für mich präsenter.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Am Abend des 11. Novembers gab es einen kleinen Gottesdienst in der Kirche, in dem die Geschichte der Mantelteilung erzählt wurde. Anschließend zogen die Kinder singend und Laternen tragend durch die Straßen bis zu einem Altenheim, wo sie gemeinsam sangen. Ein Mensch mit einem langen Mantel ritt vor dem Zug auf einem Pferd. Zurück im Kindergarten erhielt jedes Kind ein Weckmännchen. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Doch wer war dieser Mann Martin? Was hat er in seinem Leben erlebt, was hat ihn geprägt? Wie verlief sein Weg? Diese Fragen haben mich heute beschäftigt, und ich wurde reich beschenkt durch die Erkenntnisse, die ich gewonnen habe.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Dem Vorbild Martins folgend möchte ich diese Erkenntnisse gern hier mit euch teilen.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5 ff1">St. Martin 2023<br></span></div><div class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Um das Jahr 316 oder 317 wurde in Ungarn ein Junge geboren, dessen Vater als römischer Militärtribun dort stationiert war. Der Junge erhielt den Namen Martinus und ist uns heute als „heiliger Martin“ bekannt.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Der Name Martinus bedeutet „dem Kriegsgott Mars geweiht“. Mit der Namensgebung war bereits das weitere Schicksal des Neugeborenen festgeschrieben, denn der Vater erwartete, dass sein Sohn Soldat werden sollte. Der Vater selbst trug den Namen Martinus, und auch der jüngere Bruder wurde so benannt. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Martins Kindheit war von einer strengen Erziehung geprägt, die ihn auf eine militärische Laufbahn vorbereiten sollte. Über Martins Mutter ist wenig bekannt, ihr Name ist nicht überliefert. Sie lebte in Pavia, der Heimatstadt ihres Mannes in Oberitalien.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Mit etwa zehn Jahren kam Martin in Italien erstmals mit dem Christentum in Kontakt. Er wurde von der Botschaft Jesu beeindruckt und fand im christlichen Glauben eine Alternative zu der Strenge seines Vaters. Er ließ sich in die Gruppe der Taufbewerber, aufnehmen. Sein Streben galt, Gott und seinen Nächsten zu dienen. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Dennoch folgte er den Vorgaben des Vaters und wurde Soldat. Auch die Mutter war gegen die Taufe ihres Sohnes und versuchte, ihn vom Christentum abzubringen.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5 ff1">Besonders angezogen fühlte sich Martin von Hilarius von Poitiers. Dieser war ein Bischof und Kirchenlehrer, der im 4. Jahrhundert lebte. Er war ein Verteidiger der Trinitätslehre, die sich gegen eine aufkommende Lehre der Zeit wandte, nach der Jesus Christus nicht wesensgleich mit Gott, aber dessen vornehmstes Geschöpf sei. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Im Gegensatz hierzu besagt die Trinität, dass Gott in drei Personen oder Hypostasen besteht: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Diese Lehre wurde von verschiedenen griechischen Einflüssen geprägt. Ein einfaches Beispiel, um die Trinitätslehre zu erklären, ist die Sonne. Die Sonne ist ein Himmelskörper, der aus drei Teilen besteht: der Sonnenkugel, dem Sonnenlicht und der Sonnenwärme. Diese drei Teile sind nicht voneinander getrennt, sondern bilden eine Einheit. Die Sonne ist immer noch eine Sonne, egal ob wir sie als Kugel, Licht oder Wärme wahrnehmen. Dieses Beispiel zeigt, dass sich das Göttliche in allem zeigt, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Es ist im Außen, Innen, und in der Gemeinschaft der beiden zu finden. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Als Martin zu einem jungen Mann herangereift war, etwa 18 Jahre alt, wurde er als römischer Soldat in Amiens stationiert. Amiens war damals eine Stadt in der römischen Provinz Gallien und eine wichtige Militärstation.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Eines Tages, im Winter, begegnete Martin am Stadttor einem armen Bettler. Der Bettler fror und hatte kaum Kleidung. Martin empfand Mitgefühl mit ihm und teilte seinen Mantel mit seinem Schwert in zwei Hälften. Er gab dem Bettler eine Hälfte und behielt die andere für sich.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">In der darauffolgenden Nacht hatte Martin einen Traum. Er sah Jesus, der seinen halben Mantel trug und zu den Engeln sagte: „Martin, der bislang nicht getauft ist, hat mich bekleidet.“ Martin wachte auf und ihm wurde klar, dass er aus dem Militär austreten und Mönch werden musste.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Die Symbolik der Teilung des Mantels liegt darin, dass Martin der Lehre der Trinität folgt und Gott in allem erkennt, was ist. In dem Bettler im Gegenüber, ebenso wie in der eigenen Existenz. Er teilte nicht nur ein materielles Gut, sondern auch seine Würde und Autorität, mit dem Bettler. Der Mantel war ein Zeichen seiner Zugehörigkeit zur römischen Armee, zu seiner Stellung im besetzten Land. Indem er seinen Mantel teilte, zeigte er, dass er den Bettler als seinen Nächsten und Bruder ansah, der ebenso viel Wert und Respekt verdiente wie er selbst. Daher gab er auch nur den halben Mantel ab und behielt ein Stück für sich zurück.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Die Entlassung aus dem Militärdienst war nicht einfach möglich. Martin musste Kaiser Julian selbst um seine Entlassung bitten. Er sagte dem Kaiser, dass er als Christ nicht kämpfen könne. Der Kaiser war wütend und hielt ihn für feige. Er wollte ihn am nächsten Tag den Feinden, den Persern, ausliefern, mit denen man sich im Krieg befand. Doch Martin hatte Glück, dass genau an dem Tag, an dem er an den Feind ausgeliefert werden, sich dieser zurückzog, um sich aufzustellen. Der Kaiser sah in ihrem Rückzug ein Zeichen und gab dem Wunsch Martins nach und entließ ihn aus seiner Verpflichtung.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Nach dem Ausscheiden aus dem Militärdienst gründete Martin mehrere Klöster in Gallien, darunter das berühmte Kloster von Ligugé, das als das älteste in Europa gilt. Er lebte dort als Abt und führte ein einfaches und asketische Leben, wirkte als unermüdlicher Missionar.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Martin setzte sich für die Rechte der Armen und der Unterdrückten ein. Er sprach sich für die Abschaffung der Todesstrafe aus und verhinderte mehrmals die Hinrichtung von Verurteilten. Weiter wirkte er als ein Vermittler zwischen den verschiedenen Parteien in den kirchlichen und politischen Konflikten seiner Zeit.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Durch sein Wirken erlangte er die Aufmerksamkeit des Volkes, das darauf drang, ihn zum Bischof von Tours zu wählen. Martin wehrte sich dagegen. Sein Ansinnen war, lieber ein einfaches und demütiges Leben als Mönch zu führen, als in der Macht dieses Amtes zu stehen. Er fühlte sich nicht würdig, eine so große Verantwortung zu übernehmen, und fürchtete sich vor dem Schatten in sich selbst. Davor, dass er seinen eigenen Idealen untreu werden könnte.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Deshalb versuchte er, sich seinem Schicksal zu entziehen, indem er sich in einem Gänsestall versteckte. Er hoffte, dass die Menschen ihn dort nicht finden, einen anderen Kandidaten wählen würden. Aber sein Plan misslang, denn die Gänse verrieten ihn mit ihrem lauten Geschnatter. Die Menschen entdeckten ihn und zerrten ihn aus dem Stall. Sie setzten ihn gegen den Widerstand einiger Bischöfe, die ihn für zu ungebildet und zu einfach hielten, als Bischof von Tours durch. Am 4. Juli 372 wurde Martin zum Bischof geweiht. Die Gänse jedoch sind seitdem eng mit Martin verbunden.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Martin wurden viele Wunder nachgesagt. Er soll einen Mitbruder, der bisher nicht getauft war, von den Toten erweckt haben, indem er an seinem Totenbett betete. Er heilte viele Kranke, die zu ihm kamen, von verschiedenen Leiden, wie Lähmung, Blindheit, Fieber, Aussatz und Dämonenbesessenheit. Weiter verhinderte er einen Krieg zwischen den Franken und den Alamannen, indem er zwischen den beiden Parteien vermittelte.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Er starb am 8. November 397 in Candes, einem Ort an der Loire, wo er ein weiteres Kloster gegründet hatte, und wurde am 11. November in Tours unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt. Der 11. November wurde zu seinem Namenstag. Sein jüngerer Bruder, der mit ihm in der Abtei von Ligugé gelebt hatte, wurde später sein Nachfolger als Abt. Er starb im Jahr 400.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Martin von Tours wurde nie offiziell heiliggesprochen, sondern erhielt die Heiligenverehrung durch die Anerkennung des Volkes, das ihn als Wundertäter verehrte. Er war der erste Heilige, der nicht als Märtyrer gestorben war. Seine Heiligkeit wurde auch von der Kirche bestätigt, die ihm eine Basilika in Tours errichtete und seinen Namenstag am 11. November festlegte. Martin wurde zum Schutzheiligen der Bettler erklärt. Aber auch die Kriegsdienstverweigerer erklärten ihn zu ihrem Patron, weil er sich selbst gegen den Militärdienst ausgesprochen hatte, um sich dem christlichen Glauben und dem Dienst an den Armen zu widmen. Er sah einen Widerspruch zwischen Krieg und dem Töten von Menschen und dem Gebot der Nächstenliebe. Er soll gesagt haben: „Ich bin ein Soldat Christi, es ist mir nicht erlaubt zu kämpfen.“</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1">Martins Leben und Wirken sind bis heute inspirierend. Er ist ein Vorbild für alle, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Nächstenliebe einsetzen.</span></div><div class="imTAJustify"><br></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><b>Zusammenfassung:</b></span></div><div class="imTAJustify"><div><span class="fs16lh1-5">Der heilige Martin wurde um 316/317 in Ungarn geboren. Er war der Sohn eines römischen Militärtribuns und sollte selbst Soldat werden. Im Alter von etwa 10 Jahren kam er in Italien erstmals mit dem Christentum in Kontakt und ließ sich später taufen. Vorausgegangen war die allgemein bekannte Mantelteilung. Er entschied sich, aus dem Militär auszutreten und Mönch zu werden.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Nach seinem Ausscheiden aus dem Militärdienst gründete Martin mehrere Klöster in Gallien und wirkte als unermüdlicher Missionar. Er setzte sich für die Rechte der Armen und der Unterdrückten ein und sprach sich für die Abschaffung der Todesstrafe aus.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Martin wurde gegen seinen Willen zum Bischof von Tours gewählt. Er war ein beliebter und angesehener Bischof, der sich für Frieden und Versöhnung einsetzte. Er starb am 8. November 397 in Candes und wurde am 11. November in Tours beigesetzt.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Martins Leben und Wirken sind bis heute inspirierend. Er ist ein Vorbild für alle, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Nächstenliebe einsetzen.</span></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><b><b>Kurz-Url der Seite:</b></b><br><a href="https://ogy.de/uedc" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://ogy.de/uedc', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">https://ogy.de/uedc</a></span></div><div><br></div><div><br></div><div><div><span class="fs16lh1-5">Weitere Geschichten, wie diese, finden Sie auf meiner Webseite:</span><span class="fs16lh1-5"> </span><span class="fs16lh1-5"><span class="fs16lh1-5"><a href="https://ogy.de/uedc" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://ogy.de/uedc', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">https://lebensschätze.de</a></span></span></div><br></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 13 Nov 2023 10:48:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://drgross.info/blog/files/St_Martin.mp3" length="11131829" type="audio/mpeg" />
			<link>https://drgross.info/blog/?vom-kriegsgeweihten-zum-heiligen---biografische-betrachtung-des-heiligen-martin,-der-zum-patron-der-kriegsdienstverweigerer-wurde</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000005</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Veränderungen auf dem Weg: von den Wandlungen und Entwicklungen eines Blogs]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=aus_der_Praxis"><![CDATA[aus der Praxis]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000B"><div><span class="fs16lh1-5">Es war ein Montag zu Beginn des Sommers. Der 25. Juni 2007 war ein warmer, wolkiger Tag, mit viel Regen. Einen Tag zuvor hatte meine jüngste Tochter ihren 10. Geburtstag gefeiert. An diesem Montag ging mein Blog „Dr. Groß – NEWS“ online. Damals, und knapp 6.000 Veröffentlichungen früher, ahnte ich nicht, dass er auch 16 Jahre später Informationen in die Weite des Netzes senden würde. </span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b>Wie alles begann</b></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5">Im Februar 2007 war ein Artikel von mir in einer steuerlichen Fachzeitschrift erschienen. Der Titel lautete „Der Steuerberater als Coach“. Doch leider fand der Artikel wenig Aufmerksamkeit, so empfand ich es zumindest. Ich suchte nach Möglichkeiten, ihn noch weiter bekannt zu machen, erhoffte ich mir doch weitere Coaching-Aufträge hieraus generieren zu können.</span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5">So entstand die Idee, den Artikel durch einen Blogeintrag im Internet einer größeren Leserschaft zugänglich zu machen. Ein Blog war schnell angelegt. Das Google-Angebot Blogger machte es leicht. Und so erschienen an diesem Montag im Juni des Jahres 2007 meine ersten beiden Postings. Der zweite Beitrag war eine Selbstdarstellung in Form eines Profils.</span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5">Es dauerte dann mehr als ein halbes Jahr, bis ich den nächsten Post veröffentlichte. Was hatte ich auch zu erzählen? Im Jahr 2008 berichtete ich über meine Coaching-Arbeit, formulierte Werbung für mein Angebot und blickte auf eine 15-jährige Tätigkeit als Steuerberater zurück.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b>Die Entwicklung zum Steuerrechtsblog</b></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5">Zu den Aufgaben eines Steuerberaters gehört es auch, seine Mandantinnen und Mandanten über die neueste Rechtsprechung zu informieren. Meine Kolleginnen und Kollegen genügten ihrer Pflicht darin, dass sie Mandantenrundschreiben erwarben, die von unterschiedlichen Verlagen angeboten wurden und in denen über die neueste Rechtsprechung informiert wurde. Diese Rundschreiben erschienen monatlich und wurden mit der bearbeiteten laufenden Buchhaltung an die Mandantschaft verteilt. Auch ich hatte so verfahren, bis mir die Idee dazu kam, meinen Blog hierfür zu nutzen.</span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5">Ich hatte mich bereits in den Pressemitteilungsverteiler von Finanzgerichten und Gesetzgebungsorganen eingetragen, da ich mich selbst fortbilden und informieren musste. Warum also nicht diese Pressemitteilungen auf meinem Blog veröffentlichen? So gelangten die Informationen zeitnaher an meine Mandantschaft. Ich selbst konnte eine Auswahl treffen, was für diese aus meiner Sicht wesentlich war. Und ich konnte die Kosten reduzieren, die mit dem Kauf der Rundschreiben veranlasst wurden.</span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5">So wandelte sich mein Blog zu einem Steuerrechtsblog, der zusätzlich auch von meiner Tätigkeit als Coach und Mediator berichtete.</span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5">Der bisher am meisten gelesene Post wurde „Photovoltaikanlagen – was sie steuerlich beachten sollten“ mit gegenwärtig 3,917 Klicks aus dem Jahr 2012.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><b>Die Veränderung zu „mein | Steuerberater – Aktuell!“</b></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5">Aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen wurde es im Jahr 2011 notwendig, einen jüngeren Kollegen in die Kanzlei mit aufzunehmen. Ein Glücksfall, wie ich rückblickend und in Zeiten von Fachkräftemangel heute sagen kann. Aus der Einzelpraxis Dr. Jürgen Groß wurde die Dr. Groß &amp; Scheifler GbR. Um diesen Umstand auch nach außen kenntlich zu machen, wurde der Domain-Name des Internetauftritts der Steuerberatungspraxis angepasst. Die Domain mein-steuerberater.eu übernahm die Aufgabe von drgross.eu, welche nunmehr ausschließlich meinem Angebot an Coaching und Mediation vorbehalten blieb. Der Blog blieb jedoch weiter unter drgross.blogspot.com und später unter drgross.info erreichbar und war also direkt mit meiner Person verknüpft.</span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5">Dies „war“ bis gestern. Denn am gestrigen 18. Oktober 2023 fand eine Umbenennung statt. Der Blog trägt nun den Titel mein | Steuerberater – Aktuell und ist über die Domain-Namen mein-steuerberater.blogspot.com und aktuell.mein-steuerberater.eu erreichbar.</span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5">Durch diesen Schnitt wird ein weiteres Stück Zukunft angelegt. Im kommenden Dezember werde ich 65 Jahre alt. Und wenn auch ein Ausscheiden aus dem Beruf gegenwärtig nicht angedacht ist, so sollte man dennoch rechtzeitig die Weichen für eine geordnete Nachfolge stellen. Mein Blog wird daher einmal nicht mehr nur meine persönliche Stimme sein, sondern auch die unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich bin gespannt, wie sich dieser Blog weiterentwickeln wird und freue mich auf viele interessante Beiträge.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Gleichzeitig war dieser Blog, dessen Name jetzt Geschichte ist, Vorbild und große Schwester für zahlreiche andere Blog-Projekte von mir. So finden Sie auf traumland-foto.blogspot.com und auf traumland-film.blogspot.com meine Film- und Fotogalerien. Die kleinste Schwester „lebensschätze.de“, auf deren Seiten sie sich gerade befinden, berichtet aus meinem Leben und gibt Einblicke in meine Biografie. All diese Blog-Projekte werde ich weiterführen und mit neuen Inhalten füllen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5"><img class="image-0" src="https://drgross.info/images/Publikation1-1.jpg"  width="640" height="412" /></span><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">© 2023 - Hans Jürgen Groß</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 19 Oct 2023 03:45:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?veraenderungen-auf-dem-weg--von-den-wandlungen-und-entwicklungen-eines-blogs</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/00000000B</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Erntemond -  Veränderungen im Herbst des Lebens]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=aus_der_Praxis"><![CDATA[aus der Praxis]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000C"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Das Licht drang durch das Fenster in mein Schlafzimmer und unterbrach meinen Schlaf. War es bereits Morgen? Zeit aufzustehen? Ich schaute auf die Uhr. Es war erst 2:45 Uhr in der Nacht. Das Licht, das mich geweckt hatte und die Welt draußen erhellte, war vom Mond zu uns auf die Erde gespiegelt.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Erntemond nennt man den Vollmond, der der Herbst-Tagundnachtgleiche am nächsten kommt, der heute am Himmel steht.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false">In früheren Zeiten war dieser Mond den Menschen eine große Hilfe. Das Licht des Mondes ermöglichte es ihnen, bis spät in die Nacht die reifen Früchte zu ernten. </font></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false">Das war nicht nur wegen der Helligkeit des Mondes möglich. Der Mond geht in dieser Zeit an mehreren Tagen auch um die gleiche Zeit auf, nämlich gegen Sonnenuntergang.</font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Mit der zunehmenden Dunkelheit werden die Tage kürzer. Die Sonne verliert ihre Kraft. Die Kälte der Nacht ist auf dem Vormarsch.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Rilke formulierte es in seinem Gedicht „Herbsttag“ wie folgt:</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">„Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.“</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Es ist also die Zeit, Dinge zum Abschluss zu bringen. Die Zeit des großen Wandels, der spürbaren, nicht mehr zu verdrängenden Veränderung, die uns bevorsteht.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Und so wie die Dinge im Außen wirken, die reifen Früchte nun zu ernten sind, so beeinflusst das Außen auch unser Innenleben. Wir spüren, dass sich jetzt auch etwas für uns verändert, so wie Rilke es beschreibt. Vielleicht spürt die eine oder der andere unbewusst, etwas zu ernten, abzuschließen, sich neu auszurichten.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Ich selbst bin jetzt in meinem 65. Lebensjahr angelangt. Eine Zeit, in der in früheren Jahren die Menschen spätestens in Rente gingen. Und auch wenn für mich heute als Selbstständiger andere Voraussetzungen gelten, so stehen doch auch zahlreiche Veränderungen an. Der neue Platz im Berufsleben ist zu bestimmen und aufzuzeigen. Die finanzielle Situation ist neu zu regeln. Es gilt loszulassen, neuen Sinn zu finden, neue Strukturen im Leben zu schaffen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Webseite und das Briefpapier der Steuerberatungspraxis, der ich als Gesellschafter erhalten bleibe, weisen meinen künftigen Status als „Emeritus Partner“ aus. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind darüber informiert, dass ich meine Aufgabe in der Zukunft im Bereich der Existenzgründungsberatung, des Coaching, der Biografiearbeit und des Mentoring sehe. Die Weiterentwicklung des Personals unserer Praxis soll meine künftige Aufgabe sein. Meine Webseite, https://drgross.eu wurde bereits entsprechend angepasst.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Erst gestern habe ich mein Seniorenticket für den Regionalverkehr in Hessen bestellt, welches ich ab Dezember in Anspruch nehmen kann.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">All diese Schritte stehen gegenwärtig an, sind mit zahlreichen Fragen verbunden: Wohin führt der Weg? Was lasse ich zurück? Was nehme ich mit? Was nährt die künftigen Tage, gibt mir Sinn im Leben? All diese Fragen sind nicht einfach zu beantworten, sind mit Unsicherheit belastet. Der Erntemond mahnt jedoch, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Ich bin dankbar für das Licht des Mondes, das mir Orientierung gibt und mich daran erinnert, dass jede Veränderung auch eine Chance ist. Ich bin gespannt auf das Neue, das mich erwartet.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><img class="image-0" src="https://drgross.info/images/_6164e257-05ff-4b0f-8730-94babfd70f4e-2-1.jpg"  width="640" height="426" /><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b>Emeritus Partner:<br></b></font><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Ein Emeritus Partner ist ein Partner einer Firma, der in den Ruhestand gegangen ist, aber weiterhin den Titel "Partner" trägt. <br><br>In einem Unternehmen kann ein Emeritus Partner eine beratende oder unterstützende Rolle übernehmen. Er kann etwa seine Erfahrung und Expertise mit jüngeren Partnern teilen oder bei der Weiterbildung von Mitarbeitern helfen. Er kann auch weiterhin repräsentative Aufgaben für das Unternehmen übernehmen, wie z. B. Vorträge halten oder bei Kundenterminen dabei sein.<br><br>Die genaue Rolle eines Emeritus Partners kann je nach Unternehmen und den individuellen Fähigkeiten und Interessen des Partners variieren. In einigen Fällen kann ein Emeritus Partner auch weiterhin aktiv am Geschäftsleben teilnehmen, indem er etwa Teilzeit arbeitet oder neue Projekte initiiert.</font><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><br></font></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Quelle: Google Bard</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 29 Sep 2023 03:53:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?erntemond----veraenderungen-im-herbst-des-lebens</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/00000000C</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Sturmflutkelch von Nordstrand: Eine Geschichte von Wundern und der Hoffnung ]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Sinnhaftes_und_Geschichten"><![CDATA[Sinnhaftes und Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000D"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight">Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben:</div><div class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false"></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><font data-keep-original-tag="false">entweder so, als wäre nichts ein Wunder,</font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><font data-keep-original-tag="false">oder so, als wäre alles eines.</font></div><div class="imTAJustify"></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTARight"><font data-keep-original-tag="false">(Albert Einstein)</font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" size="5"><br></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Glaubst du an Wunder? Ein Wunder ist ein Ereignis, das unsere Vorstellungskraft übersteigt, uns staunen und zweifeln lässt. Ein Wunder ist etwas, das nicht in unsere rational geprägte Welt passt.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Und doch gibt es sie, diese Wunder. Sie geschehen manchmal an den unwahrscheinlichsten Orten, zu den unerwartetsten Zeiten.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Eine solche wunderbare Geschichte habe ich in meinem diesjährigen Urlaub auf Nordstrand gehört. Es war bereits mein dritter Besuch auf dieser Insel, die mich mit ihrer ruhigen und natürlichen Atmosphäre immer wieder anzieht. Doch dieses Mal sollte ich etwas erfahren, das mich tief berührte und ansprach.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Es geht um einen Kelch. Einen goldenen Kelch, der mit Bergkristallen und anderen kostbaren Steinen verziert ist. Ein Kelch, der einst zum Abendmahl in einer Kirche auf einer Insel diente. Einen Kelch, der zweimal dem Untergang entkam und zweimal gerettet wurde. Einen Kelch, der heute in einem Museum steht, aber immer noch eine starke Verbindung zu seiner Heimat hat. Es geht um den Sturmflutkelch von Nordstrand. *</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"></div><div class="imTACenter"><img class="image-0" src="https://drgross.info/images/Download--3--1-1-1.png"  width="640" height="426" /><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Geschichte des Sturmflutkelches beginnt im 15. Jahrhundert. Damals gab es nahe dem Ort, an dem einst die sagenumwobene Stadt Rungholt lag, die im Jahr 1362 im Meer verschwand, eine große Insel namens Strand. Auf dieser Insel lebte ein reicher und frommer Mann namens Laurens Leve. Er war der Verwalter (Staller) der Insel und hatte viel Einfluss und Ansehen. Er spendete viele sakrale Gegenstände für die Kirchen in der Region.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Eines seiner Geschenke war ein prächtiger goldener Abendmahlskelch, den er im Jahr 1459 der Kirche zu Morsum auf Strand stiftete. Der Kelch war eine Meisterleistung der Goldschmiedekunst und sollte von dem Reichtum und dem Glauben seines Stifters zeugen. Er war mit Bergkristallen besetzt, die so geschickt angeordnet waren, dass sie wie Granate oder Rubine aussahen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Doch dieser Schatz sollte nicht lange in der Sicherheit des abgestammten Ortes bleiben. Denn im Jahr 1634 ereignete sich eine große Katastrophe, die die Insel Strand zerstörte. Es war eine gewaltige Sturmflut, die in der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober über die Küste hereinbrach. Die Flutwelle war so hoch und so stark, dass sie Häuser und ganze Dörfer wegspülte. Tausende Menschen ertranken in den eisigen Fluten. Die Insel Strand wurde in mehrere Teile zerrissen und bildete die heutigen Inseln Nordstrand und Pellworm sowie zahlreiche Halligen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Auch die Kirche zu Morsum auf Strand wurde von der Flut zerstört. Der Kelch wurde aus seinem sicheren Ort gerissen und ins Meer gespült. Er versank in den Tiefen des Wassers und schien für immer verloren zu sein.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der Kelch jedoch überstand die Naturkatastrophe unbeschadet und konnte aus den Fluten gerettet werden. Er fand seine neue Heimat in der Kirche auf der neuentstandenen Hallig Nordstrandischmoor.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Und doch war der Kelch wieder nur vorübergehend an einem Ort angelangt. Denn im Jahr 1825 ereignete sich erneut eine Sturmflut, die die Hallig Nordstrandischmoor heimsuchte. Die Flut war so heftig, dass sie die Kirche und viele Häuser zerstörte. Wieder versank der Kelch in den Fluten und wurde abermals angespült und gerettet.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Das Ende der Kirche in Nordstrandischmoor war jedoch besiegelt. Der Kelch wurde der dänischen Regierung übergeben und kam ins dänische Nationalmuseum in Kopenhagen, wo er heute noch steht. Seine zweimalige Sturmflut-Odyssee brachte dem Kelch seinen Namen „Sturmflutkelch“ ein.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die starke Verbindung zu seiner Heimat verlor er jedoch nie. Er wurde zu einer Legende, zu einer Sage, zu einer Inspiration.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der Maler Carl Ludwig Jessen verewigte die Geschichte des Kelches in seinem Gemälde „Nach der Sturmflut“, das er im Jahr 1879 zeichnete und das seine Vorlage in dem 1836 publizierten Werk „Die Hallig“ von Johann Christian Biernatzky findet. Es zeigt die Trauer und das Leid, aber auch die Hoffnung und das Wunder. ** / ***</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Im Jahr 2015 gelangte eine Nachbildung des Kelches auf Nordstrand zurück, wo sie zu besonderen Ereignissen öffentlich ausgestellt wird.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Geschichte des Sturmflutkelches ist eine Geschichte von Wundern. Sie zeigt uns, dass das scheinbar Unmögliche möglich ist. Sie zeigt uns ebenso, dass es immer Hoffnung gibt, auch in den dunkelsten Zeiten des Lebens.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Mich hat diese Geschichte fasziniert, sodass ich mich intensiv mit ihrem geschichtlichen Hintergrund auseinandergesetzt habe. - </font><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Vielleicht wird hieraus noch eine weitere Erzählung entstehen.</font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Dies war eine Geschichte über ein großes Wunder. Die kleinen Wunder liegen am Wegrand unseres Lebens versteckt. Wenn du achtsam und aufmerksam hinschaust, dann wirst du sie entdecken.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Text und Fotos © 2023 Hans Jürgen Groß</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><b class="imTALeft">Verweise:</b><br></span></div><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">*</span><b><span class="fs16lh1-5"> </span></b></font><span class="fs16lh1-5">https://www.foerderverein-fuer-kultur-auf-nordstrand.de/wissenswertes/</span></div><div><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b class="fs16lh1-5"><br></b></font></div><div><span class="fs16lh1-5">** https://www.kettererkunst.de/image-max.php?obnr=119001677&amp;anummer=490&amp;ebene=0&amp;ext=0</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">*** https://www.gutenberg.org/files/49592/49592-h/49592-h.htm</span><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Weitere Geschichten, wie diese, finden Sie auf meiner Webseite: </span><span class="fs16lh1-5"><a href="Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben:" target="_blank" class="imCssLink">https://lebensschätze.de</a></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" size="5"><br></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" size="5"><br></font></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 08 Sep 2023 03:59:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?der-sturmflutkelch-von-nordstrand--eine-geschichte-von-wundern-und-der-hoffnung-</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/00000000D</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[ Briefe aus der Zukunft, die in der Vergangenheit liegt]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000E"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Gelegentlich schaue ich mir meine Aufzeichnungen an, die ich in der Vergangenheit gemacht habe. Häufig reicht ein kleiner Anlass hierfür aus. So war es auch im Mai dieses Jahres, als ich zum wiederholten Male die Insel Wangerooge besuchte. Im Vorfeld hatte ich mir meine Notizen aus dem Jahr 2008 angesehen, als ich das erste Mal auf dieser Insel war.</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">In der Kladde, die ich damals als Reisetagebuch benutzt habe, fanden sich auch Notizen aus dem Januar 2009. Ich war damals von einem befreundeten Paar an die Ostsee eingeladen worden. Das Paar hatte eine Journey-Ausbildung (eine Weiterentwicklung, die auf dem NLP basiert) absolviert und wollte diese Methodik in ihre Arbeit einbinden. Dafür sollte ich als Proband und Feedback-Geber dienen.</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">So ging ich mehrere Tage auf imaginäre Reisen in meine Vergangenheit und Zukunft. Ich war zum damaligen Zeitpunkt gerade 50 Jahre alt geworden. Beruflich lief die Steuerkanzlei gut, und immer mehr Coaching-Aufträge erreichten mich. Dies führte zu einer Zerrissenheit zwischen der wirtschaftlich notwendigen Tätigkeit des Steuerberaters und der damit verbundenen Versorgung von Familie und Haus sowie dem immer lauter werdenden Ruf, Menschen mit meiner Coachingtätigkeit zu begleiten. Meine Zeit war einfach nicht teilbar. Und die Zeit, die ich in Coaching-Sitzungen investierte, ging meinen Mandanten und Mitarbeiterinnen verloren. Sollte ich wirklich diesen Weg weitergehen? Und wie könnte dies gelingen? Das waren die Fragen, die mich damals beschäftigten, deren Beantwortung ich dann auch auf meinen Reisen suchte.</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Die Sitzungen endeten damit, dass ich einen Brief aus meiner Zukunft in 10 Jahren an mich selbst schrieb. Seit diesen Briefen sind nun bereits mehr als 14 Jahre vergangen und es ist interessant zu lesen, was ich mir damals geschrieben habe. Vieles hiervon ist so eingetreten.</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Doch beim Lesen stellte sich ein unbestimmt bewertendes Gefühl ein. Kann man so etwas überhaupt schreiben? Ist dies nicht egoistisch, selbstbezogen? Scheinbar größenwahnsinnig, die eigenen Grenzen und Möglichkeiten verkennend? Und wenn dem so ist? Wer dürfte so mit mir sprechen, mich so annehmen und stärken, wenn nicht ich selbst?</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Die nachfolgenden Brieftexte sollen Mut machen, liebevoll und unterstützend mit sich selbst umzugehen, an sich und seine Impulse zu glauben.</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">* * *</span></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><span class="fs16lh1-5"><img class="image-0" src="https://drgross.info/images/2023_07_06-16_54-Office-Lens-1.jpg"  width="640" height="438" /></span><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5 ff1"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><b>6. Januar 2009</b></span><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><br></div></div><div><span class="fs16lh1-5 ff1"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div><span class="fs16lh1-5 ff1"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div><div></div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Lieber Jürgen, wir sind heute gemeinsam auf eine Reise gegangen.</span></font></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Ich danke Dir dafür. Du hast gesehen, dass Du Dich nicht verstecken musst, dass Deine Talente leuchten dürfen und müssen. Es ist Deine Aufgabe, die Menschen mit Deinem Licht zu wärmen. Zeige allen, was in Dir steckt. Bringe Dein Licht nach außen zum Leuchten.</span></font></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><span class="fs16lh1-5"><br></span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Dein Jürgen</span></font></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><span class="fs16lh1-5"><br></span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b><span class="fs16lh1-5 ff1">7. Januar 2009</span></b></font></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><span class="fs16lh1-5"><br></span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Lieber Jürgen, danke, dass Du mit mir auf die Reise gegangen bist. Ja, es ist so weit. Du stehst davor, Deine Aufgabe anzunehmen. Eine Aufgabe mit viel Spaß und Freude, Leichtigkeit, bei der Du ganz Du selbst sein darfst und bei der es keine Gefahren gibt; nichts, vor dem Du Dich schützen musst. Du bist bereit, in der Fülle zu leben.</span></font></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><span class="fs16lh1-5"><br></span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Dein Jürgen</span></font></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><span class="fs16lh1-5"><br></span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><span class="fs16lh1-5"><br></span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b><span class="fs16lh1-5 ff1">8. Januar 2009</span></b></font></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><span class="fs16lh1-5"><br></span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Lieber Jürgen, ich schreibe Dir aus der Zukunft. Ich habe es geschafft! Alles geschieht aus dem Zugang zu Deiner inneren Quelle und ich danke Dir dafür, dass Du vor 10 Jahren die Weichen dahingestellt hast, dass all dies möglich wurde. Das Leben ist kraftvoll und in tiefen Frieden. Alles geschieht, weil es geschieht. Es gibt nichts zu tun. Alles ist da, was wirklich wichtig ist. Die Menschen sind da, umgeben mich, wollen an dieser Quelle und Kraft teilhaben. Danke, dass Du diesen Weg gegangen bist. Habe Vertrauen, dass alles richtig ist, was Du tust und dass Du auf dem richtigen Weg bist. Vertraue Dir und Deiner inneren Wahrheit.</span></font></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><span class="fs16lh1-5"><br></span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">In Liebe, Dein Jürgen</span></font></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><span class="fs16lh1-5"><br></span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b class="fs16lh1-5 ff1"><br></b></font></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><b><span class="fs16lh1-5 ff1">9. Januar 2009</span></b></font></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><span class="fs16lh1-5"><br></span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Lieber Jürgen, ich liebe Dich! </span></font></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><span class="fs16lh1-5"><br></span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Seit gut zu Dir. – Gehe los! - Jetzt!</span></font></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><span class="fs16lh1-5"><br></span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Dein Jürgen</span></font></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><i><span class="fs16lh1-5"><br></span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"><img class="image-1" src="https://drgross.info/images/2023_07_06-17_11-Office-Lens-1-1.jpg"  width="447" height="640" /><i><span class="fs16lh1-5"><br></span></i></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1"></span></div><div><span class="fs16lh1-5 ff1"><br><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><br>Wenn Du Dich selbst hieran versuchen möchtest, empfehle ich Dir, einige Dinge zu beachten: </font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><ul data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Sei ehrlich zu Dir selbst.</span></font></li><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Sei offen für neue Ideen.</span></font></li><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">Schreibe regelmäßig.</span></font></li></ul><span class="fs16lh1-5 ff1"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><br>Ich hoffe, Du findest das Schreiben von Briefen an Dich selbst genauso lohnend wie ich!<br><br></font><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false">Hier sind einige zu</font><font data-keep-original-tag="false">sätzliche Tipps für das Schreiben von Briefen an Dich selbst: </font></font></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5">Schreibe über Deine</span><span class="fs16lh1-5"><br></span><div class="fs16lh1-5"><ul data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Gedanken, Gefühle und Erfahrungen.</font></li><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Ziele und Wünsche.</font></li><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Erfolge und Herausforderungen.</font></li><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Liebe und Dankbarkeit.</font></li><li><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">Alles, was Dir wichtig ist.</font></li></ul></div><span class="fs16lh1-5"><br></span><span class="fs16lh1-5">Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten, wenn Du Briefe an Dich selbst schreibst. Der wichtigste Punkt ist, dass Du ehrlich zu Dir selbst bist und Deine Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringst.</span><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><span class="fs16lh1-5 ff1">© 2009 / 2023 Hans Jürgen Groß</span></font></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 07 Aug 2023 04:06:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?-briefe-aus-der-zukunft,-die-in-der-vergangenheit-liegt</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/00000000E</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[ Die Magie der Freundschaft: Das Märchen vom Geheimnis des funkelnden Steins im Wolkenreich ]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000F"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">In einem fernen Märchenland schwebte einst hoch am Himmel eine geheimnisvolle Wolke. Auf dieser Wolke lebten fünf menschenähnliche Gestalten, zauberhafte Wesen des Wolkenreichs. Es waren fröhliche, rundliche Kreaturen mit bunten Haaren, die auf der Wolkenplattform ein paradiesisches Leben führten. Ein jeder von ihnen trug einen glänzenden Edelstein auf der Brust, der sie voneinander unterschied.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Wolkenplattform verlangte den Wesen eine große Aufmerksamkeit auf das Miteinander ab, denn diese neigte sich bei jeder Bewegung und stellte die Geschöpfe vor die Herausforderung, stets die Balance zu halten.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Eines Tages beschlossen die Gestalten, sich rund an den Wolkenrand zu setzen und so zu tun, als ob sie mit ihren Balance-Stäben angeln würden. „Schau einmal, Ametrin, was ich gefangen habe!“, rief Feueropal und erzählte von einem Fantasiegegenstand. Dieses Spiel erfüllte sie mit Freude, und sie überboten sich darin, von den geangelten Gegenständen zu erzählen. Doch an diesem Tag war alles anders. Goldberyll zog plötzlich einen echten Gegenstand, einen Stein, an seiner Stange hoch. Durch das Gewicht des Steins drohte das Gleichgewicht verloren zu gehen, und zwei der Wesen eilten schnell nach hinten, um es auszugleichen. Goldberyll zog den Stein zu sich auf die Wolke hinauf. Es war ein großer, grauer Stein, der den Neid der anderen hervorrief. Jeder wollte ihn für sich besitzen, und so begann ein Hin und Her Gerenne auf der Wolke, um in den Besitz des Steins zu gelangen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der Stein wechselte mehrmals den Besitzer, und ein hitziger Kampf um ihn entbrannte. Die Wesen schlossen Allianzen, um durch veränderte Balance dem Stein habhaft zu werden. Für einen Beobachter hätte dieser Kampf wie ein Tanz aussehen können, doch der scheinbar bunte Reigen war allein auf den Erwerb des Steins ausgerichtet.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Kunzit, auf den der Stein scheinbar zufällig zurollte, griff freudig zu und klammerte sich an ihm fest. Dabei stieß er einen Anderen zur Seite, der über den Wolkenrand stürzte. Nun waren sie nur noch zu viert, und die Balance der Wolkenplattform geriet verstärkt ins Schwanken. Durch eine notwendige Ausgleichsbewegung rutschte eine weitere Figur aus und stürzte in die Tiefe. Unter den beiden Verbleibenden entbrannte ein erbitterter Kampf um den Stein, dabei immer bemüht, nicht selbst von der Wolke zu fallen. Doch auch Blauopal konnte sich nicht mehr halten und stürzte ab.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Allein zurückgeblieben war jetzt Lolith mit dem Stein. Lolith konnte sich jedoch nicht über den Besitz des Steins freuen, da er, um die Balance zu halten, am anderen Ende der Wolke stehen musste, weit entfernt von dem Stein. Um das Gleichgewicht zu halten, war er dazu verdammt, selbst als Gegengewicht zu dienen. Er war traurig und voller Reue über den Kampf und das Verhalten seinen Freunden gegenüber. Er weinte bittere Tränen, die wie Regen auf die Erde herabfielen und den Stein in Regenbogenfarben schimmern ließen.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Lolith nahm jedoch keine Notiz von der Verwandlung des Steins. Er haderte mit sich und seinem Schicksal, nun allein auf der Wolke bleiben zu müssen und seine Position nie mehr verändern zu dürfen. Was er jedoch nicht wusste, war, dass unterhalb der Wolke eine weitere Wolke schwebte, auf der die gefallenen Wesen gelandet waren. Diese waren zwar erschrocken, aber unverletzt. Sie erkannten, dass sie einen Fehler gemacht hatten. Sie merkten, dass es nicht der Stein war, der das Glück brachte, sondern das Gleichgewicht, das sie zusammengehalten hatte.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Sie beschlossen, wieder zurückzugelangen, indem sie den Regenbogen, der jetzt am Himmel stand und die obere mit der unteren Wolke verband, als Leiter nutzen wollten.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Mit vereinten Kräften gelang ihnen das und sie begriffen, dass wahre Freude darin bestand, im Einklang miteinander zu leben und einander zu unterstützen. Als sie wieder vereint waren, sahen sie, dass der Stein nun in zauberhaften Regenbogenfarben leuchtete und tatsächlich ein Symbol für ihre Freundschaft und Zusammenhalt war. Mit einem Lächeln tauschten sie Geschichten und Abenteuer aus, während sie gemeinsam über die Wolken tanzten und ihr einzigartiges Paradies bewahrten. Von diesem Tag an feierten sie jedes Jahr ein Fest der Freundschaft, bei dem der funkelnde Stein im Mittelpunkt stand und ihre Verbundenheit symbolisierte. Und so lebten sie glücklich und harmonisch auf der schwebenden Wolke hoch am Himmel, wo das Märchenland endlos strahlt und das Abenteuer niemals endet.</span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span><div class="fs16lh1-5"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter"></div></div><div><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"></font></span></div></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">© 2023 Hans Jürgen Groß</span><br></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}"><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTACenter fs16lh1-5"><br></div></font></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false"><b>Der Hintergrund: </b>Die Geschichte wurde inspiriert durch den Oskar prämierten Kurzfilm Balance </font></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}">von Christoph und Wolfgang Lauenstein aus dem Jahr 19</font></span><span class="fs16lh1-5"><font data-keep-original-tag="false">89. Der Film entstand an der Kunsthochschule Kassel. Er erzeugt mit geringem Aufwand eine unheimliche, surreale Atmosphäre. Ich setze die Geschichte regelmäßig in meinen Resilienz Seminaren ein.</font></span></div><div><br></div></div><a href="https://youtu.be/YuDBxIsXB8s?si=na80zTjy2hQH8cGA">https://youtu.be/YuDBxIsXB8s?si=na80zTjy2hQH8cGA</a>]]></description>
			<pubDate>Tue, 01 Aug 2023 04:12:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?-die-magie-der-freundschaft--das-maerchen-vom-geheimnis-des-funkelnden-steins-im-wolkenreich-</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/00000000F</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Achtsamkeit & Resilienz - Die Stürme des Lebens meistern]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000010"><div><span class="fs16lh1-5">Die Natur bietet uns verschiedene Strategien, um mit den Stürmen des Lebens umzugehen. Während die Eiche stark und widerstandsfähig ist, passt sich das Schilfrohr an und der kleine Baum gibt nach. Jede dieser Strategien ist individuell und nicht auf andere übertragbar. Die Lösung liegt darin, die Ruhe im Auge des Sturms zu finden, was durch Achtsamkeit erreicht werden kann. </span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">Achtsamkeit ermöglicht es, den gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen, ohne zu urteilen oder zu bewerten. Im Gegensatz zur natürlichen Resilienz kann Achtsamkeit trainiert werden und unterstützt die Entwicklung der Widerstandsfähigkeit.</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5">© 2023 Hans Jürgen Groß</span></div></div><a href="https://youtu.be/QuQrytVPraM?si=LKmDV71rTnJgxkUP">https://youtu.be/QuQrytVPraM?si=LKmDV71rTnJgxkUP</a>]]></description>
			<pubDate>Mon, 17 Jul 2023 04:24:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?achtsamkeit---resilienz---die-stuerme-des-lebens-meistern</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000010</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ist Ihr Beruf wirklich Ihre Berufung?]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000015"><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Entspricht Ihre berufliche Laufbahn Ihnen wirklich oder spielen Sie nur eine Rolle, von der Sie glauben, sie spielen zu müssen?</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Empfinden Sie den Beruf als Berufung, so ruhen Sie in sich selbst und ernten Befriedigung und Erfolg.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Wenn nicht, so ist die Zeit günstig, sich über die Unstimmigkeiten klar zu werden und andere Möglichkeiten zu prüfen.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">In meinem beruflichen Coaching begleite ich Sie auf Ihrem Weg der Neuorientierung. Mit den von mir entwickelten Methoden (integrale Potenzialanalyse) finden Sie Zugang zu Ihren Neigungen und Stärken, auf dass aus dem inneren Ruf eine Berufung werden kann.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Weitere Informationen zu meinem Angebot erfahren Sie unter www.nlp-coachingpraxis.de</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 03 May 2011 06:49:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?ist-ihr-beruf-wirklich-ihre-berufung-</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000015</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Rituale in Beratung, Coaching und Therapie]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=aus_der_Praxis"><![CDATA[aus der Praxis]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000014"><div><span class="fs18lh1-5"><a href="https://rituale.drgross.eu" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://rituale.drgross.eu', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">Rituale in Beratung, Coaching und Therapie</a></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Rituale durchbrechen die immer gleichen Abläufe des Alltags, geben uns Halt, Sicherheit und beschränken uns auf das Wesentliche in diesem Augenblick.</span><br></div><div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="fs16lh1-5"><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Rituale wertschätzen Entwicklungsphasen in unserem Leben und verankern sie für die Zukunft. Die Kommunion / Konfirmation, die Hochzeit in „weiß“, dies sind Rituale, die in unserer Gesellschaft wichtig sind, und in denen die Wertschätzung des Augenblicks erkennbar wird. Übergänge im Leben können so verankert werden. Das Alte verlorene kann dankend verabschiedet werden; das Neue vor uns liegende, mit all seinem Zauber angenommen und willkommen geheißen werden.</span></div></div></div><div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="fs16lh1-5"><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Rituale erlauben uns zu spüren und mit diesen heilsamen Gefühlen nach außen zu gehen. So hat die Trauer, der Schmerz und auch die Wut über das Verlorene in einem Beerdigungsritual seinen festen Platz.</span></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="fs16lh1-5"><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Rituale verlieren ihren Wert, wenn sie zu einer leeren Hülse verkommen, wenn sie es nicht mehr schaffen, uns sinnlich erleben zu lassen, wenn sie zur Beschränkung werden. Daher ist es wichtig, sich der sinngebenden Erfahrung eines Rituals gewahr zu werden, und diese ganz bewusst im Lebensalltag zu installieren.</span></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="fs16lh1-5"><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Das Wort „Ritual“ übt eine große Faszination aus und weckt Fantasie und Neugier. Wir spüren darin intuitiv die Begegnung mit dem Archaischen, dem tief in uns Verwurzeltem, dem Unvertrauten und dem Unvorhersehbaren. Wenn wir unseren Gedanken freien Lauf lassen, führt uns das Wort „Ritual“ zu traumähnlichen Bildern, Klängen und Welten des Unbewussten.</span></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="fs16lh1-5"><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">In der Literatur finden sich nur wenige Abhandlungen zu diesem Thema. Gleichzeitig sind uns Rituale seit Jahrtausenden bekannt; wurden und werden diese im religiös / spirituellem und heilendem Kontext eingesetzt. Allein hieran ist zu erkennen, dass Rituale eine hohe Wirkweise haben.</span></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="fs16lh1-5"><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Untersuchungen von Huxley (1923), Eibl-Eibesfeldt (1967) und Konrad Lorenz (1950) belegen, dass die Ritualisierung und die aus ihr entstehenden Rituale im Verhalten der Tiere eine auffallende und gewichtige Rolle spielen. Rituale sind folglich älter als die Menschheit.</span></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="fs16lh1-5"><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">In der Beratung, im Coaching und in der Therapie sind wir ständig auf der Suche nach neuen Methoden um wirkungsvolle Veränderungsarbeit für unsere Klienten zu initiieren und diese in schwierigen Lebenssituationen zu begleiten. Bewusst eingesetzte, und gestaltete Rituale scheinen insoweit ein ideales Medium für diese Arbeit zu sein.</span></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="fs16lh1-5"><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Rituale sind ein potenziell hochwirksames Mittel zur Bewältigung von emotional explosiven Situationen. Es wird angenommen, dass Interventionsformen besonders wirksam sind, wenn sie nicht ausschließlich auf das Erkennen von Problemen und Veränderungsnotwendigkeiten und deren Umsetzung in Sprache bauen, sondern auf Verankerung der Veränderung im Vorbewussten, im Symbolischen, in der Routine des Alltags wie im affektiven Leben abzielen.</span></div></div><div class="fs16lh1-5"><div class="imTACenter"></div></div><div class="fs16lh1-5"><div class="imTAJustify"><br></div></div><div class="fs16lh1-5"><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~</span></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="fs16lh1-5"><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die NLP - Masterarbeit : Rituale – in Beratung und Therapie - konzeptioneller Ansatz der Verwendung ritueller Strukturen zur erhöhten und gesteigerten Wirksamkeit, sinngebender Interventionen in der individuellen Veränderungsarbeit, von Dr. Jürgen Groß - aus dem Jahr 2006 - finden Sie </span><span class="fs16lh1-5"><a href="https://rituale.drgross.eu" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://rituale.drgross.eu', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">hier</a></span><span class="fs16lh1-5"> zur kostenlosen Einsicht.</span></div></div></div><div class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 07:29:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?rituale-in-beratung,-coaching-und-therapie</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000014</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Noch einmal NEU beginnen. - Nachfolgecoaching]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000013"><div><span class="fs16lh1-5">Das Nachfolgecoaching tangiert einen sehr sensiblen Übergang im Leben eines Menschen und auch eines Unternehmens. - die Übergabe eines Unternehmens in eine „neue“ Hand. Erfahrungsgemäß sollte ein Nachfolgecoaching ca. 5 Jahre vor der geplanten Übergabe des Unternehmens beginnen.<br><br>Themen des Coachings sind etwa Fragen nach dem Sinn im Leben des Übergebers - was möchte noch von mir in die Welt getragen werden? Wann ist der richtige Übergangszeitpunkt gekommen? Welcher potenzieller Übernehmer sollte in die engere Auswahl gezogen? Wie wird der Übergang vorbereitet? Wie Kunden und Mitarbeiter auf den Übergang vorbereiten? Wohin mit den eigenen Emotionen? Wie reagiert das persönliche Umfeld auf die neue Situation? Welche betriebswirtschaftlichen, welche steuerrechtlichen Fragen sind zu beachten? Den Wert des Unternehmens ermitteln - Vorbereitung und Begleitung der Vertragsverhandlungen mit dem Übernehmer - Begleitung und Hilfestellung für den eigentlichen Übergang<br><br>Das Nachfolgecoaching umfasst somit die Phase von der Entwicklung eines konkreten Zeitplanes bis hin zum Coaching für das Leben „danach“. Nachfolgecoaching verwirklicht so die individuelle Gestaltung eines maßgeschneiderten Nachfolgekonzeptes.</span></div><br></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 07:20:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?noch-einmal-neu-beginnen----nachfolgecoaching</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000013</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Telefoncoaching und Beratung - Alternative oder sinnvolle Ergänzung?]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=aus_der_Praxis"><![CDATA[aus der Praxis]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000012"><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Um die vorangegangene Frage gleich zu Beginn zu beantworten - Telefoncoaching kann sowohl Alternative als auch sinnvolle Ergänzung zu einem in direktem Kontakt stattfindenden Coaching (Live-Coaching) sein.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Wie in vielen Dingen des Lebens hängt die Entscheidung für die „richtige Coachingform" von den individuellen Erwartungen des Klienten ab. -Denn, nur der Klient weiß, welches das richtige Coaching für sein Anliegen ist. Das Telefoncoaching zeichnet sich vor allem durch seine Flexibilität und Zeitersparnis aus. Sie können von jedem Ort der Welt aus (soweit dieser telefonisch erreichbar ist), mit dem Coach ihrer Wahl arbeiten. Dabei entfallen lange Fahrzeiten und Fahrkosten. Neben der reinen Zeit und Kostenersparnis ergibt sich hieraus eine große Flexibilität. Das Coaching wird nicht durch Dienstreisen, oder Urlaubsaufenthalte beeinträchtigt. Sie können aus einer breiten Palette von Coachingangeboten wählen, da die Auswahl nicht örtlich beschränkt ist.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">In diesen Vorteilen sind jedoch auch die Schattenseiten des Telefoncoachings begründet. Das Angebot an Coaches wird unübersichtlich groß – wie den richtigen Coach finden?</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Durch die zeitliche Flexibilität ist der „rituelle“ Übergang von Alltag zum Coaching nicht mehr gegeben; die Störanfälligkeit relativ hoch.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Der größte Unterschied zum Live-Coaching besteht jedoch darin, dass sich die Arbeit auf die auditive Repräsentanz (hören / sprechen) reduziert.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Wir Menschen leben in der sinnlichen Wahrnehmung der Welt, niemals in ihr unmittelbar.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Wir sind daran gewöhnt, die Welt durch unsere fünf Sinne zu erfahren und die daraus abgeleiteten Informationen zu interpretieren. Darauf beruhen unsere Reaktionen. Das, was wirklich passiert, geschieht in unserem Kopf und die Sinneseindrücke vertreten die Welt im außen. Die Grundlage jeder Erfahrung ist, was wir im „hier und jetzt“ durch unsere fünf Sinne (- sehen -hören -fühlen -riechen -schmecken) unmittelbar wahrnehmen. Die Beschränkung auf ein Repräsentationsystem im Coaching grenzt die Interventionsmöglichkeiten des Coaches auf rein sprachliche Elemente ein. </span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Für ein erfolgreiches Gelingen empfiehlt es sich deshalb beim Telefoncoaching besondere Rahmenbedingungen zu schaffen. Sorgen Sie für eine störungsfreie Umgebung für die Zeit des Gesprächs. Wählen Sie einen bequemen, emotional unbelasteten Platz, an dem Sie sich entspannt zurücklehnen können. Versuchen Sie sich durch nichts ablenken zu lassen (z.B. zuvor Klingel abstellen). Beenden Sie ganz bewusst Ihre bisherige Betätigung; wechseln Sie idealerweise den Platz.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Die Anlässe für ein Telefoncoaching unterscheiden sich nicht von denen eines Live-Coachings; dies trifft ebenso für die Kosten zu. Telefoncoaching kann auch eine gute Ergänzung zum Live-Coaching sein. In Absprache mit dem Coach entscheidet der Klient über Sicht- und Telefontermine. So werden die Vorteile beider Systeme sinnvoll miteinander verbunden.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs16lh1-5">Ich selbst wende Telefoncoaching überwiegend als Ergänzung zum Live-Coaching an, da in meiner Arbeit Techniken des NLP, der systemischen Beratung, sowie der integralen Sicht Verwendung finden, die über rein auditive Interventionen hinausgehen, den Weg- und Wandlungsprozess des Klienten -aus meiner Sicht – intensiver und erfolgreicher gestalten.</span></div><div class="imTAJustify fsNaNlh1-5"><br></div><div class="imTAJustify fsNaNlh1-5">Die telefonischen Beratungsgespräche, die zusätzlich zu den live Terminen stattfinden, umfassen einen bestimmten Zeitrahmen und finden nach vorheriger Terminabsprache statt. Neben den Kosten für das Coaching entstehen üblicherweise keine weiteren Kosten. Ich werde mich zum vereinbarten Termin telefonisch mit Ihnen in Verbindung setzen, sodass keine weiteren Kosten für das Telefongespräch entstehen (gilt nur für Telefongespräche ins deutsche Festnetz).</div><div class="imTAJustify fsNaNlh1-5"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 19 Oct 2008 05:32:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?telefoncoaching-und-beratung---alternative-oder-sinnvolle-ergaenzung-</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000012</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Gründungscoaching - von der Vision zur erfolgreichen Existenz]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000009"><div><strong><span class="cf1 ff1">Existenzgründungscoaching</span><br></strong><br><span class="ff1">Existenzgründungscoaching oder Gründercoaching ist viel mehr als Beratung und die Vermittlung von Wissen.</span><br><span class="ff1">Existenzgründungscoaching, so wie wir es verstehen, begleitet die Menschen von dem ersten Impuls "sollte ich mich vielleicht selbstständig machen"; bis hin zur gefestigten Existenz. Dabei gehen Elemente des psychologisch geprägten Coachings, der betriebswirtschaftlichen Beratung und der Wissensvermittlung Hand in Hand.</span><br><br><span class="ff1">Ziel ist es, den Gründer/ die Gründerin in einem Lebensprozess zu begleiten, der ihn oder sie näher zu ihrer eigenen Lebensaufgabe führt und dabei hilft sich so zu entfalten, wie es der natürlichen Essenz ihres Wesens entspricht.</span><br><br><br><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" face="verdana"></font><div align="right"><strong><span class="fs9lh1-5 cf1 ff1">Was nicht geboren ist,</span><br><span class="fs9lh1-5 cf1 ff1">kann auch nicht wachsen</span><br><span class="fs9lh1-5 cf1 ff1">(Sergi Bambaren)</span></strong></div><strong><span class="cf1 ff1">Vorgründungscoaching</span></strong><br><br><div><span class="ff1">in unserem Vorgründungscoaching begleiten wir sie auf dem Weg</span><span class="ff1"> </span><span class="cf2 ff1">von der Vision zu ihrer eigenen Geschäftsidee.</span><br><br><span class="ff1">In diesem sehr persönlichen Prozess beschäftigen wir uns u. a., mit folgenden Fragen:</span></div><ul><li><span class="ff1">Was bringe ich mit?</span></li><li><span class="ff1">Wo liegen meine persönlichen Stärken und Lernfelder?</span></li><li><span class="ff1">Bin ich ein Unternehmertyp?</span></li><li><span class="ff1">Wie will ich leben und arbeiten?</span></li><li><span class="ff1">Was ist meine Lebensaufgabe?</span></li><li><span class="ff1">Wo finde ich welche Hilfe?</span></li><li><span class="ff1">Welche Unterstützung erfahre ich durch meine Umwelt?</span></li><li><span class="ff1">Wie sieht mein Leben aus, wenn ich erfolgreich selbstständig bin?</span></li><li><span class="ff1">Was sind die nächsten Schritte auf dem Weg dorthin?</span></li></ul><br><span class="ff1">Im Anschluss hieran werden ihnen Inhalte vermittelt, die unmittelbar einer Existenzgründung vorangehen. (dieser Teil kann unter bestimmten Umständen nach § 10 SGB III durch die Bundesagentur für Arbeit finanziert werden, wenn Sie aus der Arbeitslosigkeit heraus gründen).</span><br><br><span class="ff1">Die Idee in die Wirklichkeit tragen:</span><br><br><br><font data-keep-original-tag="false" data-original-attrs="{&quot;style&quot;:&quot;&quot;}" face="verdana"></font><ul><li><span class="ff1">Erstellen/Darstellen des Geschäftsplanes</span></li><li><span class="ff1">Finanzielle Fördermöglichkeiten erschließen</span></li><li><span class="ff1">Erstellen einer Rentabilitätsvorausschau</span></li><li><span class="ff1">Kaufmännische Grundlagen</span></li><li><span class="ff1">Marktanalyse</span></li><li><span class="ff1">Finanzplanung / Vorbereitung Bankgespräche</span></li><li><span class="ff1">Marketing</span></li><li><span class="ff1">Rechnungs-/Mahnwesen</span></li><li><span class="ff1">Standortfrage</span></li><li><span class="ff1">Unterstützung in steuerlich relevanten Fragen</span></li><li><span class="ff1">Unterstützung und Vorbereitung von Bankgesprächen</span></li><li><span class="ff1">Gewerbeanmeldung / Anmeldung ihrer freiberuflichen Tätigkeit</span></li></ul><span class="ff1">Im Folgenden steht unter Umständen die fachkundige Stellungnahme für die Bundesagentur für Arbeit, falls Sie aus der Arbeitslosigkeit heraus gründen. Diese fachkundige Stellungnahme, die wir für Sie durchführen können, verpflichtet uns als fachkundige Stelle in Ihren Unterlagen festzustellen, ob eine „Tragfähigkeit“ gegeben ist.</span><br><br><br><strong><span class="cf1 ff1">die Gründung</span></strong><br><br><span class="ff1">Im Anschluß hieran steht die eigentliche Gründung der neuen wirtschaftlichen Existenz, die einen einschneidenden Übergang im Leben des Gründers / der Gründerin darstellt. Auf Wunsch können wir diesen Übergang, ihren persönlichen Bedürfnissen entsprechend wertschätzend, rituell unterstützend begleiten und bewahren.</span><br><div><strong><br><span class="cf1 ff1">Nachgründungscoaching</span></strong></div><div><span class="ff1">Nachgründungscoaching beginnt unmittelbar im Anschluss an die Gründung und begleitet die Gründerin / den Gründer in den ersten Monaten ihrer selbständigen Existenz.</span></div><div><span class="ff1">Wir bieten Ihnen das passende Nachgründungscoaching, speziell auf ihre individuelle Situation ausgerichtet, an.</span><br><br><span class="ff1">Themenbereiche des Coachings können u.a. sein:</span></div><ul><li><span class="ff1">Optimale Büroorganisation</span></li><li><span class="ff1">Einrichtung des Rechnungswesens</span></li><li><span class="ff1">Controlling (monatliche Auswertung der Ist-Zahlen)</span></li><li><span class="ff1">was sagt mir die betriebswirtschaftliche Auswertung</span></li><li><span class="ff1">Soll-/Ist-Vergleich (was ist anders gelaufen wie geplant? – was kann ich ändern?)</span></li><li><span class="ff1">Mahnwesen - Steuern – Versicherungen – Bedarfsanalyse – Kundenakquise – Marketing</span></li><li><span class="ff1">Grundlagen des Arbeits-, Sozial- und Steuerrechts</span></li><li><span class="ff1">Motivation und Selbstmanagement</span></li><li><span class="ff1">Umgang mit Kritik</span></li><li><span class="ff1">Umgang mit schwierigen Kunden / Klienten</span></li><li><span class="ff1">Zeitmanagement</span></li><li><span class="ff1">erfolgreich verhandeln - Konflikt als Chance</span></li><li><span class="ff1">Krisenmanagement.</span></li></ul><div><span class="ff1"><br></span></div><div><span class="ff1">Das zuvor dargestellte Coachingsangebot kann auch nur teilweise in Anspruch genommen werden (z.B. Nachgründungscoaching oder "die Idee in die Wirklichkeit tragen").</span></div><div><br></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 11:56:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?gruendungscoaching---von-der-vision-zur-erfolgreichen-existenz</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000009</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Auftragsklärung - eine wesentliche Grundlage der beratenden Berufe]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000008"><div class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5">Wie wichtig eine klare Auftragsklärung für die beratenden Berufe ist, zeigen die Fälle, mit denen sich die Gerichte im Hinblick auf Haftungsfragen immer häufiger beschäftigen müssen. Als Beispiel sei hier der Fall genannt, indem ein Steuerberater sich dem Vorwurf ausgesetzt sah, nicht ordnungsgemäß beraten zu haben, da er es versäumte, auf die Möglichkeit eines Kirchenaustritts als Steuersparmodell hinzuweisen.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5">Im Allgemeinen lassen sich die meisten Störungen im Berater-Mandanten (Klienten) Verhältnis auf eine mangelnde Auftragsklärung zurückführen. Hintergrund hierfür ist wiederum die mangelnde Kommunikation über die, dem Auftrag zugrundeliegenden, beidseitigen Erwartungen. Kaum erkennbar und langsam schleichen sich Unstimmigkeiten und Frustration in das Beratungsgeschehen ein, welche letztendlich in einem gestörten Berater-Klienten Verhältnis enden, und nicht selten dann die Gerichte beschäftigen.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5">Bereits in der ersten Phase der Beziehung zwischen BeraterInnen und Klienten werden die Grundlagen für den weiteren Verlauf der Beratung und die Erwartungen festgelegt. In diesem Stadium des Beratungsprozesses kommt es daher zu einer grundsätzlichen Weichenstellung für den weiteren Verlauf des Entwicklungsprozesses.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5">Unklare, zu wenig umfassende oder aus anderen Gründen wenig hilfreiche Auftragsformulierungen können mögliche Entwicklungen und Interventionen in den weiteren Beratungsphasen deutlich beeinträchtigen bzw. hemmen.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5">Es empfiehlt sich daher für beide Seiten darauf zu achten, dass zu Beginn einer Beratung / eines Coaching der Auftrag und die Auftragsbedingungen klar und nachvollziehbar formuliert und ggf. schriftlich festgelegt werden.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5">Hintergründe und Methoden, die zu einer klaren Auftragsklärung führen, -die wiederum eine langfristige, erfolgreiche Zusammenarbeit verspricht, werden u.a. in meinem Coachingansatz "coach the coach" vermittelt.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 11:47:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?auftragsklaerung---eine-wesentliche-grundlage-der-beratenden-berufe</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000008</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[aus der Coachingpraxis 1. Halbjahr 2008]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=Beratung_%7C_Coaching_%7C_Mentoring_-_Biografie_%26_Resilienz"><![CDATA[Beratung | Coaching | Mentoring - Biografie & Resilienz]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000011"><div align="right"><span class="fs9lh1-5">"Wenn man auf ein Ziel zugeht, ist es äußerst wichtig, </span></div><div align="right"><span class="fs9lh1-5">auf den Weg zu a</span><span class="imTALeft fs9lh1-5">chten. </span></div><div align="right"><span class="imTALeft fs9lh1-5">Denn der Weg lehrt uns am besten, </span></div><div align="right"><span class="imTALeft fs9lh1-5">ans Ziel zu gelangen, und er bereichert uns, </span></div><div align="right"><span class="imTALeft fs9lh1-5">während wir ihn zurücklegen. "</span></div><div align="right"><span class="fs9lh1-5">(Paulo Coelho, Auf dem Jakobsweg)</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTACenter"><img class="image-0" src="https://drgross.info/images/PICT1869.JPG"  width="200" height="150" /><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><div><strong class="fs16lh1-5">an welchen Themen meine Klienten / Klientinnen gegenwärtig arbeiten:</strong></div><div><ul><li><span class="fs16lh1-5">Potenzialanalyse aus integraler Sicht (die Stärken im ES, im WIR und im ICH)</span></li><li><span class="fs16lh1-5">Ressourcen voll einer unangenehmen Situation begegnen</span></li><li><span class="fs16lh1-5">dem inneren Team eine Stimme geben (den Kritiker wertschätzen und neue Verhaltensweisen ermöglichen)</span></li><li><span class="fs16lh1-5">der Gewinn einer unangenehmen Situation</span></li><li><span class="fs16lh1-5">die eigne Lebensaufgabe erkennen</span></li><li><span class="fs16lh1-5">vermeintliche Knoten auf dem Weg zur Selbstständigkeit lösen</span></li><li><span class="fs16lh1-5">warum komme ich mit meinen finanziellen Mitteln nicht klar?</span></li><li><span class="fs16lh1-5">Was ist wirklich der richtige Beruf für mich?</span></li><li><span class="fs16lh1-5">Annahme der Führungsposition (Mitarbeiter führen, aber wie ?)</span></li><li><span class="fs16lh1-5">Akzeptanz der eigenen Rolle in einem Team</span></li><li><span class="fs16lh1-5">wie mache ich mich als Steuerberaterin selbstständig (freie Mitarbeit/Beteiligung versus eigene Praxis) ?</span></li><li><span class="fs16lh1-5">Aufs Abstellgleis geschoben (?) - fehlende Wertschätzung - wohin mit meiner Wut?</span></li></ul><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div><div><span class="fs16lh1-5">Die zuvor genannten Punkte sind ein kurzer Überblick aus einer Vielzahl von Themen, die mir in der WEGbegleitung meiner Klienten begegnet sind. Die Begleitung in der individuellen Bearbeitung der Themen stellt für mich immer wieder eine große Bereicherung dar, da jede Sitzung einer Reise gleichkommt, die mich die Welt aus einer neuen Sicht entdecken lässt. - Hierfür sei meinen Klienten / Klientinnen an dieser Stelle herzlich gedankt.</span><br></div></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTACenter"><img class="image-1" src="https://drgross.info/images/PICT4189.JPG"  width="200" height="150" /><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div class="imTACenter"></div><div><span class="fs16lh1-5">(die Bilder geben Einblicke in die Methoden meiner Arbeit).</span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs16lh1-5"><br></span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 05:18:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?aus-der-coachingpraxis-1--halbjahr-2008</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000011</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Steuerberater als Coach]]></title>
			<author><![CDATA[Jürgen Groß]]></author>
			<category domain="https://drgross.info/blog/index.php?category=aus_der_Praxis"><![CDATA[aus der Praxis]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000007"><div><span class="fs14lh1-5"> Der Beruf der Steuerberaterin / des Steuerberaters steht in einer langen Tradition beratender Berufe die weit in die Vergangenheit reichen. Bereits zu Beginn unserer Zeitrechnung gab es Redner, Schreiber, Helfer und Berater. Mit der Reichsabgabenordnung von 1919 begann die Entwicklung des Berufstandes der Steuerberater in Deutschland. In all den Jahren war der Beruf zahlreichen inhaltlichen und rechtlichen Änderungen unterworfen. Dies wird allein an der Nennung der mit der Steuerberatung eng verbundenen Berufsbezeichnungen „Helfer in Steuersachen“, „Steuerbevollmächtigter“ oder „Buchführungshelfer“ deutlich. Auch die Entwicklung der mit dem Beruf des Steuerberaters vereinbarten Tätigkeiten zeigt die Dynamik der Entwicklung des Berufstandes. Als jüngstes Beispiel sei hier das Tätigwerden des Steuerberaters als Mediator genannt. Um so überraschender scheint es, das der Begriff „Coaching“ erst in den heutigen Tagen, zaghaft im Zusammenhang mit dem Beruf des Steuerberater genannt wird. In Österreich konnte die namentliche Nennung von Steuerberatung, Mediation und Coaching bereits vor Jahren beobachtet werden.</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">1. Begriff<br>Das Wort „Coach“ stammt aus der englischen Sprache und bedeutet dort Kutsche. Dieser Begriff beschreibt also ein Instrument, das es Menschen ermöglicht, von einem an einen anderen Ort zu gelangen; im weitesten Sinn mit einem „Reisedienst“ vergleichbar. Als erstes tauchte der „Coach“ im Bereich des Sportes auf. Dort ist ein Coach nicht nur Trainer der sportliche Fertigkeiten vermittelt, sondern ein Begleiter, Motivator, Förderer, Seelsorger usw.. Bereits seit Anfang der neunziger Jahre benutzen Berater den Begriff Coaching für ihre Arbeit, um diese von anderen Formen der Fachberatung, des Trainings oder der Psychotherapie abzugrenzen.Das Wort „Coach“ stammt aus der englischen Sprache und bedeutet dort Kutsche. Dieser Begriff beschreibt also ein Instrument, das es Menschen ermöglicht, von einem an einen anderen Ort zu gelangen; im weitesten Sinn mit einem „Reisedienst“ vergleichbar. Als erstes tauchte der „Coach“ im Bereich des Sportes auf. Dort ist ein Coach nicht nur Trainer der sportliche Fertigkeiten vermittelt, sondern ein Begleiter, Motivator, Förderer, Seelsorger usw.. Bereits seit Anfang der neunziger Jahre benutzen Berater den Begriff Coaching für ihre Arbeit, um diese von anderen Formen der Fachberatung, des Trainings oder der Psychotherapie abzugrenzen. Coaching ist somit keine eigenständige Tätigkeit, wie etwa die Mediation, sondern eine besondere Form von Beratung und Beratungsverständnis. Um so überraschender erscheint es, das Steuerberater als traditionell, wirtschaftlicher Beratungsberuf das Coaching erst heute für sich entdecken.Coaching ist ein zielgerichteter Prozess zur Lösung von Problemen, die zumeist das Wirtschafts- und Arbeitsleben betreffen. Basis hierfür ist eine durch gegenseitiges Vertrauen und Freiwilligkeit gekennzeichnete, interaktive Beratungsbeziehung. Der Coach als “neutraler Berater“ wirkt durch seine Perspektive “von außen” der gefürchteten“ Betriebsblindheit” entgegen, gibt Feedback und fördert die Selbstwahrnehmung und -reflexion sowie die Eigenverantwortung des Klienten.Coaching bedient sich dabei kommunikativer und psychologischer Fertigkeiten und unterstützt so die (Wieder-) Entdeckung der eigenen Handlungskompetenz, versteht sich als Begleitung auf dem Wege der Weiterentwicklung und der Persönlichkeitsentfaltung. Ziel ist dabei immer die Wiederherstellung bzw. die Verbesserung der Selbstregulationsfähigkeit des Klienten/Mandanten (Selbstmanagement).Weiter kann Coaching nicht als Synonym für Beratung gesehen werden, sondern zeichnet sich durch besondere Charakteristika aus, die in den letzten Jahren entwickelt wurden : [1]<br><br>Coaching ist ein interaktiver, personenzentrierter Beratungs- und Begleitungsprozess, der berufliche und private Inhalte umfassen kann. Im Vordergrund steht die berufliche Rolle bzw. das damit zusammenhängende aktuelle Anliegen des Klienten/Mandanten<br><br>Coaching ist individuelle Beratung auf der Prozessebene, d.h. der Coach liefert keine direkten Lösungsvorschläge, sondern begleitet den Klienten/Mandanten und regt dabei an, wie eigene Lösungen entwickelt werden können.<br><br>Coaching findet auf der Basis einer tragfähigen und durch gegenseitige Akzeptanz und Vertrauen gekennzeichneten, freiwillig gewünschten Coachingbeziehung statt, d.h. der Klient/Mandant geht das Coaching freiwillig ein und der Coach sieht sich nicht in einer wissenden / überlegenen Position.<br><br>Coaching zielt immer auf eine Förderung von Selbstwahrnehmung und Verantwortung ab, um so Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.<br><br>Coaching setzt ein ausgearbeitetes Coaching-Konzept voraus, welches das Vorgehen des Coachs erklärt und den Rahmen dafür festlegt, welche Interventionen und Methoden der Coach verwendet, wie angestrebte Prozesse ablaufen können und welche Wirkzusammenhänge zu berücksichtigen sind. Über den Coachingprozess wird eine Dokumentation geführt.<br><br>Coaching findet in einer, in der Regel aber in mehreren Sitzungen statt. Es ist zeitlich begrenzt; der Rahmen wird von den beteiligten Personen im Vorfeld abgestimmt.<br><br>Coaching wird praktiziert durch Beraterinnen und Berater mit betriebswirtschaftlichen, psychologischen und kommunikativen Kenntnissen sowie praktischer Erfahrung bezüglich der Anliegen des oder der Gecoachten.<br><br>Ziel ist immer die Verbesserung der Handlungsfähigkeit des Gecoachten. Der Coach arbeitet daher darauf hin, dass er letztendlich nicht mehr benötigt wird.<br><br>Der Coach arbeitet im Rahmen zuvor vereinbarter “Spielregeln”<br><br>Coaching ist kein einseitiger, nur vom Coach ausgehender Prozess, sondern hat einen interaktiven Verlauf. Der Coach greift nicht aktiv in das Geschehen ein, in dem er dem eine Aufgabe abnimmt; sondern er berät ihn, wie er diese selber lösen kann. Dabei drängt der Coach dem Gecoachten nicht seine eigenen Ideen und Meinungen auf, sondern nimmt eine unabhängige Position ein.<br><br>2. Verlauf von Coachingprozessen<br>Vor Beginn des Coachings werden in einem Erstgespräch zunächst das Anliegen und die Erwartungen des Klienten/Mandanten erörtert.Der Coach gibt Informationen über Möglichkeiten und Grenzen seines Angebots. Wenn für das vorgebrachte Anliegen ein Coaching sinnvoll erscheint, werden die formalen Bedingungen geklärt und die “Spielregeln” für die weitere Zusammenarbeit festgelegt. Darauf hin wird in einer “Ist-Analyse” die Ausgangslage beleuchtet und zu erreichende Ziele formuliert, die in den folgenden Sitzungen schrittweise erarbeitet werden. Der Prozess endet, wenn der Klient seine Selbstregulationsfähigkeiten und Kompetenzen so weit entwickelt hat, dass er berufliche Anforderungen und Krisen eigenständig bewältigt.<br><br>3. Ziele und Ergebnisse<br>Die konkreten Ziele des Coachings sind so vielfältig wie die Menschen, die es in Anspruch nehmen. Sie lassen sich oft schon aus dem vorgebrachten Anlass ableiten. Mitunter ergeben sich klar umrissene Zielformulierungen auch erst aus dem Verlauf des Prozesses.Im Coachingprozess ist es der Klient selbst, der seine Ziele in einem aktiven Gestaltungsprozess entwickelt. Das heißt, Coaching beinhaltet immer auch Persönlichkeitsentwicklung. Auf der Basis einer gemeinsamen Analyse bestehender Schwierigkeiten wird der Klient darin gefördert individuelle, selbstbestimmte Problemlösungen zu finden und seinen beruflichen wie auch privaten Handlungsspielraum zu erweitern.Die konkreten Ziele des Coachings sind so vielfältig wie die Menschen, die es in Anspruch nehmen. Sie lassen sich oft schon aus dem vorgebrachten Anlass ableiten. Mitunter ergeben sich klar umrissene Zielformulierungen auch erst aus dem Verlauf des Prozesses.Im Coachingprozess ist es der Klient selbst, der seine Ziele in einem aktiven Gestaltungsprozess entwickelt. Das heißt, Coaching beinhaltet immer auch Persönlichkeitsentwicklung. Auf der Basis einer gemeinsamen Analyse bestehender Schwierigkeiten wird der Klient darin gefördert individuelle, selbstbestimmte Problemlösungen zu finden und seinen beruflichen wie auch privaten Handlungsspielraum zu erweitern.<br><br>Zielgruppen können u.a. sein :<br>~ Führungskräfte<br>~ Freiberufler<br>~ Projektleiter<br>~ Berufsanfänger<br>~ Manager<br>~ Existenzgründer<br>~ mittelständische Unternehmer<br>~ Abteilungsleiter<br>~ Geschäftsführer<br><br>Anlässe können z.B. sein :<br>~ Erweiterung von Führungs- und Sozialkompetenz<br>~ Fehlendes Feedback<br>~ Zielfindung – Zielorientierung<br>~ Existenzgründerbegleitung<br>~ Begleitung in Krisensituationen<br>~ Karriereplanung und -reflexion<br>~ Arbeitsunzufriedenheit<br>~ betriebliche Veränderungen<br>~ Konflikte mit Mitarbeitern<br>~ Lebenskrise mit Auswirkung auf die betriebliche Situation<br>~ berufliche Neuorientierung<br>~ Unternehmensnachfolge<br>~ Klärung von Prioritäten<br>~ Klärung in Fragen wie : „was steckt wirklich in mir ?“ „wie will ich leben, arbeiten und wirtschaften“<br><br>4. Was ist der Unterschied von Coaching und Beratung?<br>In der Beratung weiß der Berater das, was der Klient nicht weiß. Der Klient schildert sein Problem, der Berater präsentiert eine Lösung. Diese Lösung entspricht oft dem Verständnis und Weltbild des Beraters. So gibt es sehr viele gute Beratungskonzepte, die nie in die Tat umgesetzt werden, oder scheitern, da sie letztendlich nicht auf den Klienten abgestimmt waren. Der Coach geht davon aus, dass der Klient die für ihn beste Lösung selber weiß bzw. entwickeln kann. Der Coach hilft dem Klienten bei dieser Entwicklung. Die Lösung des Problems, die durch ein Coaching entsteht, entspricht voll und ganz dem Klienten und ist für diese nach seinem Selbstverständnis umsetzbar. Hierdurch entwickelt sich eine besondere Motivation, welche die Umsetzung des angestrebten Zielerreichung möglicher und erfolgreicher macht. Für den Berater bringt Coaching den Vorteil, das er aus der Verantwortung für das Nichtgelingen eines Lösungsansatzes entlassen wird.In der Beratung weiß der Berater das, was der Klient nicht weiß. Der Klient schildert sein Problem, der Berater präsentiert eine Lösung. Diese Lösung entspricht oft dem Verständnis und Weltbild des Beraters. So gibt es sehr viele gute Beratungskonzepte, die nie in die Tat umgesetzt werden, oder scheitern, da sie letztendlich nicht auf den Klienten abgestimmt waren. Der Coach geht davon aus, dass der Klient die für ihn beste Lösung selber weiß bzw. entwickeln kann. Der Coach hilft dem Klienten bei dieser Entwicklung. Die Lösung des Problems, die durch ein Coaching entsteht, entspricht voll und ganz dem Klienten und ist für diese nach seinem Selbstverständnis umsetzbar. Hierdurch entwickelt sich eine besondere Motivation, welche die Umsetzung des angestrebten Zielerreichung möglicher und erfolgreicher macht. Für den Berater bringt Coaching den Vorteil, das er aus der Verantwortung für das Nichtgelingen eines Lösungsansatzes entlassen wird.<br><br>5. Voraussetzungen für die Tätigkeit als Coach<br>Die Benutzung der Bezeichnungen Coach und Coaching sind rechtlich nicht geschützt. Von daher kann sie von jedem benutzt werden. Jeder professionell arbeitende Berater sollte jedoch aus eigenem Interesse bemüht sein, sein Dienstleistungsangebot so weit wie möglich dem am Markt vorzufindenden Standards anzupassen. Das ein Steuerberater über betriebswirtschaftliche Kompetenz verfügt steht außer Frage jedoch mangelt es in der Regel an psychosozialen Fähigkeiten die für die Durchführung eines erfolgreichen Coachings notwendig sind. Diese können durch die Absolvierung einer Coaching-Ausbildung erworben werden. Am Markt sind unterschiedliche Ausbildungsinstitute mit unterschiedlichen Inhalten, Standards und Methoden vorzufinden. Es bleibt ihnen überlassen, für welchen Anbieter sie sich entscheiden, bzw. welche Inhalte und Methoden sie in ihrer künftigen Arbeit verwenden möchten. Im Jahr 2005 wurde erstmals ein Methoden-Coachingverband in Deutschland gegründet, der durch besondere Standards alle ihm angeschlossenen Ausbildungsanbieter verpflichtet eine Ausbildung nach einheitlichen Kriterien und Inhalten durchzuführen (Deutscher NLP-Coaching Verband).<br><br>6. Auftraggeber<br>Der Steuerberater wird in der Regel seine Coachingaufträge aus seinem bestehendem Mandantenstamm erhalten. Jedoch wird beobachtet, dass Menschen mit einem Coachinganliegen häufig auch eine fremde, unabhängige Person beauftragen, deren Auftrag sich ausschließlich auf eine bestimmte Problemstellung beschränkt. Weitere Coachingauftraggeber, können öffentliche und private Institutionen, wie z.B. die Arbeitsagentur sein.<br><br>7. Ausblick<br>Der Coachingmarkt befindet sich gegenwärtig im Aufbau. In den folgenden Jahren wird mit einer weiteren Expansion und mit einer größeren Nachfrage zu rechnen sein. Gleichzeitig sind Bestrebungen unterschiedlicher Berufs- und Coachingverbände im Gange, das Berufsbild „Coach“ weiter zu vereinheitlichen und Berufsstandards zu etablieren.Der traditionelle Beratungsberuf des Steuerberaters wird sich dieser Entwicklung nicht verschließen können. In unterschiedlichen Publikationen wird dem Berufstand der Steuerberater nahe gelegt, Coaching zur Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit in sein Leistungsportfolio aufzunehmen, um z.B. Veränderungsprozesse zu gestalten und in sozialen Systemen beratend tätig zu werden. Wie die eingangs beschriebene Entwicklung des Berufstandes zeigt, wird auch dieses Neuverständnis von Beratung für das sich ständig veränderte Berufsbild der Steuerberater keine unüberwindbare Hürde darstellen.<br><br><br>[1] Nach Christopher Rauen<br><br>Der vorleigende Artikel ist auszugsweise in der Zeitschrift “Betriebswirtschaftliche Mandantenbetreuung” des IWW-Instituts erschienen (Nr. 2 / Februar 2007, S. 30-32).</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 25 Jun 2007 11:37:00 GMT</pubDate>
			<link>https://drgross.info/blog/?der-steuerberater-als-coach</link>
			<guid isPermaLink="false">https://drgross.info/blog/rss/000000007</guid>
		</item>
	</channel>
</rss>